SORBISCHES INSTITUT - SERBSKI INSTITUT
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Lehnwörter im Niedersorbischen aus sprachtypologischer Sicht

Im Rahmen eines von der Abteilung Linguistik des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie (Leipzig) ini­tiierten Forschungsprojekts zur Lehnwort-Typologie (Loanword Typology) soll auch der Lehnwortbestand im Nieder­sorbischen untersucht werden. Im Projekt geht es nicht nur um den Umfang der Entlehnungspro­zesse, sondern ebenso um die Frage, in wel­che Bereiche des Wortschatzes "fremdes" Wort­gut relativ leicht eindringt bzw. in welchen Bereichen es sich nur schwer etabliert. Grundlage für die weltweit etwa 30 bis 40 Sprachen umfassende sprachverglei­chende Untersuchung ist eine Liste aus ca. 1500 lexi­kalischen Einheiten bzw. Bedeutungen. Von den slawischen Sprachen ist allein das Niedersorbische vertreten.

Das Arbeitsvorhaben steht in engem thematischen Zusammenhang mit dem Projekt "Bestand, Neuzugang und Verdrängung deutscher Lehnwörter in der niedersorbischen Schriftsprache".

Projektbearbeiter: Dr. Hauke Bartels

Das Projekt ist abgeschlossen. Zugehörige Publikationen sind:
A. Loanwords in Lower Sorbian, a Slavic Language of Germany. In: Haspelmath, M.; Tadmor, U. (eds.): Loanwords in the World`s Languages. A Comparative Handbook. Berlin, New York: De Gruyter Mouton, S. 304-329.
B. Lower Sorbian Vocabulary. In: Haspelmath, M.; Tadmor, U. (eds.): World Loanword Database (WOLD). Munich: Max Planck Digital Library. http://wold.livingsources.org
C. Lehnwörter im Niedersorbischen. Ergebnisse aus einem internationalen Forschungsprojekt. In: Lětopis 56 (2009) 1, S. 53-80.


17. 1. – 5. 4. 2012 „Rübezahl, Krabat – kennt ihr sie?“
Ausstellung der ausgezeichneten Arbeiten von Kindern der Euroregion Neisse im Sorbischen Institut
30.7.–17.8.2012 in Bautzen
Friedrich Pollack: Die Entdeckung des Fremden. Wahrnehmung und Darstellung der Lausitzer Sorben im gelehrten Schrifttum des 17. und 18. Jahrhunderts
"Jakub Bart-Ćišinski (1856–1909). Erneuerer der sorbischen Literatur/Wobnowjer serbskeje literatury"
heißt die 333-seitige Schrift, herausgegeben von Dietrich Scholze und Franz Schön.
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