SORBISCHES INSTITUT - SERBSKI INSTITUT
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Dialogische Räume – Dialogische Zeiten. Sorbisch-deutsche Begegnungen


Dass kulturelle Diversität ein Zeichen moderner Gesellschaften ist, wird in der Kulturwissenschaft nicht mehr angezweifelt. Die Debatte fängt aber dort an, wo es um die Beziehungen zwischen den unterschiedlichen Kulturen geht. Die Modelle reichen von „Kampf der Kulturen“ über „Assimilation“ und „Integration“ bis zum „interkulturellen Dialog“. Im Projekt soll untersucht werden, wie sich die dialogischen Räume und Zeiten zwischen „sorbischer“ und „deutscher“ Kultur gestalten.
Wo treffen sich unterschiedliche kulturelle Gruppen? Was geben „die Sorben“ an die deutsche Öffentlichkeit weiter? Was bekommen sie zurück? Wie zeigt sich hier die Geschlechter- und die Generationsspezifik?
Befragt werden kulturelle Veranstaltungen, öffentliche Plätze, Medien (darunter sowohl Printmedien als auch Fernsehsendungen oder Internet-Portale), private Räume und Initiativen. Vorgesehen ist eine Untersuchung der positiven Begegnungen zwischen unterschiedlichen kulturellen Äußerungen, wobei auch die Barrieren des Dialogs aufgezeichnet werden. Dabei sollen Vergleichsachsen gelegt werden: zu anderen Minderheiten in Deutschland sowie in andere Teile Europas. Es ist eine komplexe Forschungsmethode vorgesehen: empirische Beobachtungen, Interviews, Medienanalyse.
Das Projekt ist als Grundlagenforschung für weitere Projekte der Abteilung angelegt.

Projektbearbeiterin: Elka Tschernokoshewa
30.7.–17.8.2012 in Bautzen
Ludwig Elle: Sorbische Interessenvertretung in Vergangenheit und Gegenwart
Fabian Kaulfürst: Studije k rěči Michała Frencla
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