Einstellungen junger Niedersorben zur niedersorbischen (wendischen) Identität. Gegenwart und Perspektive
Ziel des Projekts ist es, die Zugänge zur niedersorbischen (wendischen) Identität der Hoffnungsträger „WITAJ-Kinder“ zu untersuchen. Im Zentrum der Forschung stehen Fragen, wie: Wie fühlen sich „WITAJ-Kinder“ in ihrer Rolle, wie werden sie einmal als Erwachsene zur niedersorbischen (wendischen) Sprache und Kultur stehen? Werden sie die Sprache anwenden oder sich von ihr abwenden, werden sie sie in der Familie weitergeben? Die Projektarbeit mit den Schülern soll zeigen, welche Umstände für sie motivierend bzw. demotivierend wirken. Hierbei soll ihr gesamtes Umfeld untersucht werden, also auch die familiäre Situation, die ja bedingt hat, dass der/die Betroffene am WITAJ-Projekt teilnimmt. Ziel ist die Extrahierung bestimmter Bezugskriterien zur niedersorbischen (wendischen) Identität, die sich über die Jahre als tragend für einen positives Verhältnis zu Sprache und Kultur erwiesen haben. Grundlage der Untersuchung sind anonyme qualitative Interviews, die nicht nur mit den Schülern, sondern auch mit Lehrern des Niedersorbischen Gymnasiums und Experten aus dem WITAJ-Zentrum geführt werden. Darüber hinaus werden junge Erwachsene, denen ein positiver Bezug zur niedersorbischen (wendischen) Identität eigen ist, befragt, um Muster aufzudecken, die bei jungen Menschen erfolgreich funktionieren und damit (in beschränktem Umfang) als Vorbilder verwendet werden können.