SORBISCHES INSTITUT - SERBSKI INSTITUT
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Großes Inventar sorbischer Kulturdenkmale


Als Grundlage für die Beachtung und den Schutz sorbischer Kulturdenkmale wird seit Jahren von sorbischer Seite wie von Denkmalschützern die Erstellung eines entsprechenden Inventars angemahnt. Dieser Forderung wird mit der seit 2000 als Projekt des Sorbischen Instituts durchgeführten Erfassung sorbischer Kulturdenkmale Rechnung getragen.
Ziel des Projekts ist die systematische Erfassung und Bewertung materieller Zeugnisse sorbischer Kulturgeschichte in einer Liste sorbischer Kulturdenkmale.
Die Erfassung erfolgt durch Feldforschung vor Ort. Für jedes einzelne Denkmal werden in einem einheitlichen Formular die Daten erfasst und eine Fotodokumentation angelegt. Soweit möglich wird dann anhand von Literatur und Archivalien die Geschichte jedes Objekts beschrieben und seine kulturhistorische Bedeutung herausgearbeitet. Die Archivierung der Ergebnisse erfolgt in Ordnern und auf elektronischen Datenträgern. Eine Datenbank erleichtert die Übersicht über die einzelnen Objekte. Erfasst werden auch verlorene Denkmäler, sofern sie in Archiven oder in der Literatur dokumentiert sind oder durch Feldforschung nachgewiesen werden können.
Daneben werden praxisrelevante Aktivitäten durchgeführt, die der Pflege und Erhaltung sorbischer Kulturdenkmale dienen, wie: Leitung des Ausschusses für sorbische Denkmale bei der Maćica Serbska, Beratertätigkeit in Fragen sorbischer Denkmale, Initiierung und Begleitung von Restaurierungsprojekten, Öffentlichkeitsarbeit.

Projektbearbeiterin: Trudla Malinkowa

(externer Link)
17. 1. – 5. 4. 2012 „Rübezahl, Krabat – kennt ihr sie?“
Ausstellung der ausgezeichneten Arbeiten von Kindern der Euroregion Neisse im Sorbischen Institut
30.7.–17.8.2012 in Bautzen
Friedrich Pollack: Die Entdeckung des Fremden. Wahrnehmung und Darstellung der Lausitzer Sorben im gelehrten Schrifttum des 17. und 18. Jahrhunderts
"Jakub Bart-Ćišinski (1856–1909). Erneuerer der sorbischen Literatur/Wobnowjer serbskeje literatury"
heißt die 333-seitige Schrift, herausgegeben von Dietrich Scholze und Franz Schön.
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