SORBISCHES INSTITUT - SERBSKI INSTITUT
SORBISCHES  INSTITUT - SERBSKI  INSTITUT

Veranstaltungen des Sorbischen Instituts – Archiv



27. – 30. 10. 2011 "ÜBER DUALISMEN HINAUS": REGIONEN – MENSCHEN – INSTITUTIONEN AUS HYBRIDOLOGISCHER PERSPEKTIVE

Wissenschaftliche Konferenz des Sorbischen Instituts Bautzen,
27.- 30. Oktober 2011 in Schleife


Das ausgehende 20. Jahrhundert leitete in den Sozialwissenschaften einen Paradigmenwechsel ein, der den methodologischen Nationalismus hinterfragt und nach alternativen analytischen Instrumenten sucht, um etwa Gruppenbildungsprozesse, Institutionen und kulturelle Ausdrucksformen jenseits essenzialistischen Reinheitsdenkens zu untersuchen. Für diesen Paradigmenwechsel steht die Hybridologie, wie sie sich in den letzten Jahren am Sorbischen Institut in Bautzen als neuer Forschungsansatz etabliert hat. Ihren diversitätsbewussten Fokus richtet sie vor allem auf die Dialogizität und Prozessualität von interkulturellen Begegnungen und institutionellen Strukturen in der Lausitz.

Neben dem Hinterfragen von Dualismen im Zuge des sozialwissenschaftlichen Paradigmenwechsels liegt ein Schwerpunkt der Konferenz in der Anwendung der hybridologischen Sicht auf die Geschichte und Gegenwart von Regionen wie dem Kirchspiel Schleife in der mittleren Lausitz: ein historisch gewachsenes, mehrkulturelles Beziehungsgeflecht in einer massiv vom Kohlebergbau betroffenen Dörfergemeinschaft.

Beitragsvorschläge, aber auch Anfragen sind zu richten an:
Sorbisches Institut/Serbski institut
PD Dr. Elka Tschernokoshewa
Bahnhofstr. 6
02625 Bautzen
Tel. 03591/4972-0
e-mail: tscherno@serbski-institut.de

Dr. des. Fabian Jacobs
e-mail: fabianjacobs@gmx.de


14. – 15. 10. 2011 Konferenz zum deutsch-slawischen Sprachkontakt

Anlässlich des 60. Jubiläums der Gründung des sorabistischen Forschungsinstituts veranstaltet das Sorbische Institut in Bautzen/Cottbus eine internationale sprachwissenschaftliche Konferenz zum Thema

Einflüsse des Deutschen auf die grammatische Struktur slawischer Sprachen.

Ziel der geplanten Konferenz ist es, Entwicklungsparallelen in System und Sprachgebrauch in verschiedenen Sprachkontaktsituationen zu verdeutlichen, typische Impulse für Interferenz¬erscheinungen zu identifizieren und unterschiedliche Effekte in den Zielsprachen zu erkennen. Möglich sind auch Beiträge, die historische oder soziolinguistische Bedingungen des Sprachkontakts thematisieren.
Tagungsort: Cottbus
Termin: 14./15. 10. 2011 (Anreise 13. 10. 2011)

23. – 24. 9. 2011 Int. Konferenz zum 200. Geburtstag von Jan Kilian

INTERNATIONALE KONFERENZ DES SORBISCHEN INSTITUTS
ZUM 200. GEBURTSTAG VON JAN KILIAN (1811–1884)

1854 wanderte Jan Kilian, bis dahin evangelisch-lutherischer Pfarrer in Kotitz und später in Weigersdorf/Klitten, mit einer Gruppe von nahezu 600 Sorben nach Nordamerika aus und gründete in Texas die Gemeinde Serbin. Er ist die bedeutendste Persönlichkeit der sorbischen Auswanderungsbewegung im 19. Jahrhundert. Am 22. März 2011 jährt sich zum 200. Mal sein Geburtstag. Aus diesem Anlass ist ein Kolloquium geplant, das vom Sorbischen Institut in Zusammenarbeit mit der Maćica Serbska organisiert wird. Die Vorträge sollen sowohl das religiöse und nationale Engagement Kilians in der Lausitz und in den USA beleuchten als auch gegenwärtige Entwicklungen vorstellen. Das Kolloquium ist Bestandteil einer mehrtägigen Festveranstaltung zu Ehren Jan Kilians.

Termin und Ort: 23.–24. September 2011, Sorbisches Museum Bautzen


29. 08. 2011 14.00 Uhr: Institutsversammlung mit öffentlichen Vortrag

Zu einem öffentlichen Vortrag lädt das Sorbische Institut Bautzen (Bahnhofstr. 6) am Montag, dem 29. August um 14 Uhr ein. Referent ist Herr Jürgen Runggaldier, Sprachforscher im Ladinischen Institut Wolkenstein/Südtirol. Er spricht zum Thema "Lexikographische Projekte am Institut Ladin Micurà de Rü: Korrektursystem und Wörterbuch".
Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

7. 6. 2011 /29.9./24.11. Vorträge im Steinhaus Bautzen

"anders sein und dazugehören"

Vortragsreihe mit Elka Tschernokoshewa
im Steinhaus Bautzen, Steinstr. 37


3. 5. 2011 - INSTITUTSTAG / INSTITUTNY DŹEŃ 2011

Im zweijährigen Rhythmus bietet das Sorbische Institut an einem Tag im Frühjahr der Oberlausitzer Öffentlichkeit einen konzentrierten Einblick in seine Forschungstätigkeit. Im Unterschied zu anderen Veranstaltungen läuft der traditionelle „Institutny dźeń“ ganz in sorbischer Sprache ab und wendet sich speziell an die sorbische Intelligenz. Es werden 4–5 Vorträge aus unterschiedlichen Themenbereichen gehalten, an die sich jeweils eine kurze Diskussion anschließt. Am Nachmittag ist das Institut für Interessenten geöffnet („Tag der offenen Tür“).
Den Besuchern wird der ausgedruckte Tätigkeitsbericht des Jahres 2010 zur Verfügung stehen.
Termin und Ort: Dienstag, den 3. Mai 2011, von 9.00 bis 13.00 Uhr, Haus der Sorben in Bautzen


10. – 11. 3. 2011 Konferenz in Warschau

Die Sorben und andere sprachliche, kulturelle und ethnische Minderheiten in Europa

Gemeinsam organisiert durch
Instytut Slawistyki Zachodniej i Południowej Uniwersytetu Warszawskiego
Instytut Slawistyki Polskiej Akademii Nauk w Warszawie
Warszawskie Towarzystwo Naukowe
Sorbisches Institut e. V. Bautzen
Institut für Sorabistik, Universität Leipzig

Ort: Pałac Staszica, Warszawa, ul. Nowy Świat 72
Termin: 10.–11. 3. 2011

28. 02. 2011 14.00 Uhr: Öffentlicher Vortrag

Zu einem öffentlichen Vortrag lädt das Sorbische Institut Bautzen (Bahnhofstr. 6) am Montag, dem 28. Februar um 14 Uhr ein. Referent ist Prof. Dr. Manfred Seifert, Abteilungsleiter Volkskunde am ISGV Dresden. Er spricht zum Thema "Landschaft – Eine Forschungskategorie zwischen kulturwissenschaftlicher Wahrnehmungsanalyse und raumtheoretischem Paradigma".
Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

26. 11. – 27. 11. 2010 Tagung „Heimat heute. Reflexionen und Perspektiven“ im Deutschen Hygiene-Museum Dresden

Die Tagung ist ein Gemeinschaftsvorhaben der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde und der Konrad-Adenauer-Stiftung. Wissenschaftliche Perspektiven des Themas „Heimat“ sollen durch künstlerische und unternehmerische Initiativen aus Sachsen und anderen Ländern erweitert und ergänzt werden.
Diskutiert werden Fragen nach dem Stellenwert der Kulturlandschaft, dem zeitgenössischen Bauen, dem Umgang mit lokalen Traditionen, der Beheimatung von Migranten, der Heimat in den Medien Film und Literatur und schließlich der Inszenierung und Vermarktung regionaler Spezialitäten.

PD Dr. Elka Tschernokoshewa wird zum Thema "Wir sehen uns zu Ostern in Bautzen. Wieviel Heimat braucht der Mensch?" vortragen.

Die Tagung findet am 26. und 27. November 2010 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1, 01069 Dresden statt. Die Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Programm in der Anlage.

Anmeldungen bitte bis zum 20. November 2010 im Tagungsbüro:
Nadine Kulbe, 0351-4361641, e-mail: Nadine Kulbe

Tagungsgebühr: 15 EUR (ermäßigt 8 EUR)



30. 11. 2010 14.00 Uhr: Beratung zum Projekt „Einstellungen von Schülern der niedersorbischen/wendischen Sprache zur niedersorbischen/wendischen Identität“

Die Beratung findet im Konferenzzimmer des Niedersorbischen Internates (EG) in der Sielower Straße 39 in Cottbus statt.

Das Projekt „Einstellungen von Schülern der niedersorbischen/wendischen Sprache zur niedersorbischen/wendischen Identität“ untersucht seit April 2009, wie die Revitalisierung in der Sekundarstufe verläuft. Ziel des Projekts der Abteilung empirische Kulturforschung/ Volkskunde ist die Ausarbeitung von Optimierungsvorschlägen.
Nach einem Einführungsvortrag werden Ideen für Lösungsansätze in Gruppen diskutiert und danach im Plenum zusammengetragen.

Die Themen der Arbeitsgruppen sind:
Mehraufwand für Mehrsprachigkeit: Wie viel positive Diskriminierung braucht ein sorbisches Gymnasium? Welche Ressourcen sind zur Revitalisierung der Sprache notwendig? Wo steht das Niedersorbische Gymnasium jetzt?
Definition der Ziele: Inwiefern kann das Niedersorbische Gymnasium zur Revitalisierung beitragen? Was konkret wird von der Schule erwartet? Welche Unterstützung von anderen Institutionen ist notwendig, wie funktioniert die Zusammenarbeit?
Konzept und Situationen Hybridität: Ausweg aus dem Entweder-Oder. Eine entkrampfte Einstellung kann zu größerer Offenheit und mehr Freude im Umgang mit dem Sorbischen führen. Heute wird niemand mehr auf das Sorbischsein festgeschrieben, sondern kann situativ wählen, wann er „sorbisch agiert“, und wann nicht. Welche Situationen sind offen für Mehrkulturalität, wo sind die Hemmnisse?
Lehrplan SEK II: Ab der Sekundarstufe II wird im Sorbischunterricht auf die Abiturprüfungen hingearbeitet. Für die Mehrheit der Schüler führt dies zu einem dramatischen Motivationsknick. Wie kann sich das ändern?
Bräuche und Traditionen: Über Bräuche und Traditionen Begeisterung schaffen. Über die Bräuche finden die Schüler einen Zugang zur niedersorbischen/wendischen Kultur. Ein Netzwerk nach dem Unterricht und eine dementsprechende Schulatmosphäre können dies verstärken.

Zusätzliche Themen können vorgeschlagen werden.
Kontakt: Ines Neumann

4. 11. 2010 / 19.00 Uhr. – Öffentlicher Vortrag im Haus der Sorben in Bautzen

Das Sorbische Institut lädt ein zu einem öffentlichen Vortrag zum Thema
„Zwischen Ethnopolitik und Wahrheitssuche. Kulturforschung im Kirchspiel Schleife“.
Referent Dr. Fabian Jacobs berichtet über seine Erfahrungen in einer Gemeinde,
die akut von der Abbaggerung bedroht ist.
Der Vortrag findet statt am Donnerstag, den 4. November 2010, um 19 Uhr im Haus der Sorben in Bautzen, Postplatz 2.

18. 10. 2010: Öffentlicher Vortrag

Zu einem öffentlichen Vortrag lädt das Sorbische Institut Bautzen (Bahnhofstr. 6) am Montag, dem 18. Oktober um 14 Uhr ein. Referent ist Mgr. Lechosław Jocz, Doktorand am Institut für Sorabistik an der Universität Leipzig. Er spricht zum Thema "Aktuelle Fragen der obersorbischen Orthoepie". Der Vortrag findet in obersorbischer Sprache statt.
Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

6. 3. 2010: Tag der Archive

Zum Tag der Archive lädt das Sorbischen Kulturarchiv Bautzen (Bahnhofstr. 6) am Samstag, dem 6. März ab 14 Uhr ein.

26. – 28. 2. 2010: Initiativseminar IS 3 der Konrad-Adenauer-Stiftung

„Lausitzer Sorben – ein slawisches Volk in Deutschland“
Vorträge: E. Tschernokoshewa, L. Elle, E. Pech


21. 1. – 22. 1. 2010 Tagung auf Gut Geisendorf

Kultur ist ständig in Bewegung, sie ist wandelbar. Kultureller Wandel – wie sieht er in der Lausitz aus, wie wird er gestaltet und wie wird er verhandelt? Unter dem Titel "Wandel gestalten – Geschichten und Strategien um Identitäts- und Landschaftswandel in der Lausitz" veranstaltet das Sorbische Institut eine Fachtagung mit Beteiligung von 16 Referenten und Referentinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Regionalverwaltung auf Gut Geisendorf bei Neupetershain.

14. 12. 2009: Öffentlicher Vortrag

Zu einem öffentlichen Vortrag lädt das Sorbische Institut Bautzen (Bahnhofstr. 6) am Montag, dem 14. Dezember um 14 Uhr ein. Referentin ist Dr. habil. Uta Corsa, die zum Thema „Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen. Chancen und Risiken“ spricht. Uta Corsa ist Geschäftsführerin des Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanal (SAEK)-Förderwerk für Rundfunk und neue Medien in Leipzig . Sie entwickelt zusammen mit Schulbuchverlagen Lernsoftware.
Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

28. 11. 2009: Sitzung des Domowina-Bundesvorstands, Njepila-Hof Rohne

Mitarbeiter des Sorbischen Instituts waren am 28. November zu einer Sitzung des Domowina-Bundesvorstandes eingeladen. Sie stellten drei Projekte der Abteilung Empirische Kulturforschung/Volkskunde zu Mittleren Lausitz und zur Niederlausitz vor. PD. Dr. habil. Elka Tschernokoshewa präsentierte das Projekt „Sorbische Kultur und Identität in der Ortslage Proschim mit Karlsfeld“, welches von ihrer Mitarbeiterin, der Soziologin Henrike Krohn bearbeitet worden war. Der Ethnologe Fabian Jacob sprach zum Kirchspiel Schleife: „Skizzen aus der Lausitz II. Lebenswelten und Weltbilder im 21. Jahrhundert“. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Ines Neumann referierte zum Thema „Einstellungen junger Niedersorben zur niedersorbischen (wendischen) Identität. Gegenwart und Perspektive“.

25. 11. 2009: Vortrag „Eher ein Atom zertrümmert als ein Vorurteil“, Schloss Hoyerswerda

Am Mittwoch, dem 25. 11. 2009 findet im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des Hoyerswerdaer Kunstvereins ein Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema: „Eher ein Atom zertrümmert als ein Vorurteil – Stereotype über Sorben“ statt. Die ehemalige Doktorandin des Sorbischen Instituts Katharina Elle stellt Forschungsergebnisse ihrer Dissertation vor. Beginn ist 19 Uhr.

15. 10. – 17. 10. 2009 Internationale Konferenz zum 100. Todestag von Jakub Bart-Ćišinski

Jakub Bart-Ćišinski (1856–1909) – wobnowjer serbskeje literatury / Erneuerer der sorbischen Literatur
Am 16. Oktober 2009 jährt sich der Todestag des Klassikers der sorbischen Literatur Jakub Bart-Ćišinski zum 100. Mal. Die Sorabistik ist damit herausgefordert zu einer Bewertung von Leben und Werk aus heutiger Sicht. Ćišinski („der Stille") ist ein fester Bezugspunkt bei der Darstellung und Erklärung sorbischer Kultur seit der Moderne. Dem steht bislang ein begrenzter Fundus an Sekundärliteratur gegenüber, in dem aktuelle Untersuchungen und Interpretationen weitgehend fehlen. Das literarische Werk selbst ist in Gänze zugänglich.
Verantwortlich: Sorbisches Institut / Serbski institut
Termin und Ort: 15.10. – 17.10.2009 in Bautzen/Budyšin

24. 8. 2009 / 14.00 Uhr – Öffentlicher Vortrag

im Sorbischen Institut, Bahnhofstr. 6
Dr. Sönke Friedreich (Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde Dresden):
„Vom Urlaub erzählen. Zur Erfahrungsgeschichte des Reisens in der DDR“

18. 6. 2009 / 19.30 Uhr – Buchpremiere der Schriften des Sorbischen Instituts Band 48

Buchpremiere des Band 48 der Schriften des Sorbischen Instituts „Stätten und Stationen religiösen Wirkens“ in der Smoler´schen Buchhandlung.


2. 6. 2009 - INSTITUTSTAG / INSTITUTNY DŹEŃ 2009

Im zweijährigen Rhythmus bietet das Sorbische Institut an einem Tag im Frühjahr der Oberlausitzer Öffentlichkeit einen konzentrierten Einblick in seine Forschungstätigkeit. Im Unterschied zu anderen Veranstaltungen läuft der traditionelle „Institutny dźeń“ ganz in sorbischer Sprache ab und wendet sich speziell an die sorbische Intelligenz. (Termin ist meist der Pfingstdienstag, der in Sachsen unterrichtsfrei ist.)
Es werden 4–5 Vorträge aus unterschiedlichen Themenbereichen gehalten, an die sich jeweils eine kurze Diskussion anschließt. Am Nachmittag ist das Institut für Interessenten geöffnet („Tag der offenen Tür“).
Den Besuchern wird der ausgedruckte Tätigkeitsbericht des Jahres 2008 zur Verfügung stehen.
Termin und Ort: 2. Juni 2009, Haus der Sorben in Bautzen
Etwa 50 Besucher hörten die Vorträge anlässlich des Institutstages, unter ihnen auch Stanisław Brězan, Referatsleiter im Sächsischen Staatsministerum für Wissenschaft und Kunst, Dresden.
 
Dr. habil. Sonja Wölke, Leiterin der Abteilung Sprachwissenschaft des Sorbischen Institus, Bautzen
 
 Dr. Annett Bresan, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Sorbischen Kulturarchivs
 
 
 
 
 
 
In der Diskussion
 
Pausengespräche
 
Prof. Dr. Dietrich Šołta, Direktor des Sorbischen Instituts, führte durch die Veranstaltung und leitete die Diskussion.
 
 
 
 
 
 
Dr. Maria Mirtschin, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Kultur- und Sozialgeschichte
 
Dr. Cordula Ratajczak, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Empirische Kulturforschung / Volkskunde
 
 
 

15. 5. – 17. 5. 2009 Internationale Konferenz: Dialogische Begegnungen: Minderheiten - Mehrheiten interferent gedacht

Wir gehen von der These aus, dass Mobilität, Flexibilität und Mehrsprachigkeit zu den Grundanforderungen des Lebens in der späten Moderne gehören. Aber wie gehen die Menschen damit um? Was ermöglicht und was erschwert dialogische Begegnung? Wo sind die Kontaktzonen, wie zeigen sich Vorurteile und wie funktionieren Ausschluss, Dominanz, Vereinnahmung im Umgang mit Andersheit? Wann entstehen neue kulturelle Konfigurationen? Wie funktioniert Hybridität in der Musik oder in der Sprache, im Ritual, beim Feiern oder im Alltagsleben? Welche Konzepte und Methoden haben wir in der Kulturforschung, um diese Prozesse zu untersuchen? Wer besitzt dabei Deutungshoheit und wie werden die Deutungseliten rekrutiert?
Auf einer internationalen und interdisziplinären Konferenz wollen wir diese Fragen zur Diskussion stellen. Dabei werden Forschungen in der Lausitz und anderen bikulturellen Regionen ebenso Beachtung finden wie Migrationserfahrungen „neuer“ Minderheiten. Prozesse und Visionen von Hybridität sollen daher sowohl auf wissenschaftstheoretischer als auch auf kulturpolitischer und kulturpraktischer Ebene (in der Museumsarbeit, den Medien, im Bildungswesen usw.) vorgestellt und diskutiert werden.
Verantwortlich: PD Dr. Elka Tschernokoshewa
Termin und Ort: 15. 5. – 17. 5. 2009 in Bautzen
Kooperation: Die Konferenz findet im Zusammenhang mit der Ausstellung „Modern aus Tradition. Ansichten zu den Kulturen der Roma/Zigeuner“ im Sorbischen Museum Bautzen statt.

Call for Paper:
(ca. 16.6 kByte)
 
 
Programm:
(ca. 125 kByte)
 
 
PD Dr. Elka Tschernokoshewa (Sorbisches Institut Bautzen), Michael Harig (Landrat des Landkreises Bautzen), Michael Böhmer (Finanzbürgermeister der Stadt Bautzen)
 
Dr. Józef Liszka (Forschungszentrum für Europäische Ethnologie Komorn, Slowakei), Prof. Dr. Rosemarie Statelova (Institut für Kunstwissenschaft der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften, Sofia)
 
Martin Neumann (Universität Potsdam), Dr. Ludwig Elle (Sorbisches Institut)
 
 
 
 
 
 
Ass.-Prof. Bernhard Fuchs (Institut für Europäische Ethnologie, Universität Wien), Max Leimstättner (Universität Wien)
 
Dr. Marija Jurić Pahor (Institut für Nationalitätenfragen, Ljubljana)
 
Dr. Martin Walde (Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Empirische Kulturforschung / Volkskunde, Sorbisches Institut Bautzen)
 
 
 
 
 

20. 4. 2009 / 14.00 Uhr – Öffentlicher Vortrag im Sorbischen Institut (in deutscher Sprache)

Thema: "Wildbeuter in der Oberlausitz"
Referent: Dr. Jürgen Vollbrecht, Museum Bautzen (früher Stadtmuseum Bautzen)

16. 4. 2009 / 19.30 Uhr – Buchpräsentation in der Smoler´schen Verlagsbuchhandlung (in obersorbischer Sprache)

Lenka Scholze: "Das grammatische System der obersorbischen Umgangssprache im Sprachkontakt" (Schriften des Sorbischen Instituts 45)

Die Autorin spricht zum Thema: "Kajš mó cół dźejn pójdamo, kójže dźejn" - Die sorbische Umgangssprache bei den katholischen Sorben.
21. 5. 2013 - INSTITUTSTAG
Dienstag, den 21. Mai von 9.00 bis 13.00 Uhr, Haus der Sorben in Bautzen
Seit März 2013 ist der Zugang zum obersorbischen Textkorpus in verbesserter Form möglich.
Rosemary Statelova:
Musikalische Begegnungen bei den Sorben
Aktuelle Musikpraktiken einer ethnischen Minderheit
Edmund Pech: Ein Staat – eine Sprache?
Deutsche Bildungspolitik und autochthone Minderheiten im 20. Jahrhundert. Die Sorben im Vergleich mit Polen, Dänen und Nordfriesen
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