SORBISCHES INSTITUT - SERBSKI INSTITUT
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FAQ - Über die Sorben


Die Sprache der Sorben

Eine für Fremde besonders interessante Eigenheit der Lausitz ist, dass hier neben dem Deutschen eine bodenständige „Fremdsprache“ gesprochen wird: das Sorbische. Sorbisch, für das von alters her auch die Bezeichnung Wendisch gebräuchlich ist, zählt zur Familie der slawischen Sprachen. Damit steht es dem Tschechischen, Polnischen und Slowakischen nahe, mit denen gemeinsam es die Gruppe der westslawischen Sprachen bildet.

Sorbisch ist heute noch in Teilen der Ober- und Niederlausitz verbreitet. Eine ganz andere Situation existierte in historischer Zeit. In den jetzigen Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern siedelten einstmals vorwiegend slawische Stämme und wurden slawische Dialekte gesprochen. Das heutige Sorbisch ist das einzige bis zur Gegenwart erhaltene slawische Idiom in Deutschland.
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Zur Geschichte der Sorben

Die Sorben oder Wenden in beiden Lausitzen zählten zu jenen elbslawischen Stämmen, die ab dem 6. Jahrhundert in das Gebiet zwischen Oder und Elbe/Saale einwanderten. Obwohl seit dem 10. Jahrhundert deutscher Obrigkeit unterworfen, konnten sie ihre ethnische Eigenart bis in die Gegenwart hinein erhalten.

Im frühen 19. Jahrhundert erwachte unter dem Einfluss von Aufklärung und Romantik sowie der nationalen Wiedergeburt anderer slawischer Völker auch das nationale Bewusstsein der Lausitzer Sorben.
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Zeittafel

6. Jahrhundert
Im Zuge der Völkerwanderung besiedeln slawische Stämme das Gebiet zwischen Ostsee und den Mittelgebirgen, zwischen Elbe und Saale im Westen und Oder-Bober-Queis im Osten.

631
Die Sorben werden als »Surbi« in der Chronik des Fredegar erstmals schriftlich erwähnt.

932
Heinrich I. unterwirft die sorbischen Stammesgruppen der Lusizer und Milzener.

939
Markgraf Gero läßt bei einem Gastmahl dreißig elbslawische Fürsten ermorden. Danach kommt es zu zahlreichen Slawenaufständen.

1018
Im Frieden zu Bautzen zwischen Bolesław Chrobry und dem deutschen Kaiser Heinrich n. werden die Territorien der Lusizer und Milzener dem polnischen Fürsten als Lehen zugesprochen (bis 1031).
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17. 1. – 5. 4. 2012 „Rübezahl, Krabat – kennt ihr sie?“
Ausstellung der ausgezeichneten Arbeiten von Kindern der Euroregion Neisse im Sorbischen Institut
30.7.–17.8.2012 in Bautzen
Friedrich Pollack: Die Entdeckung des Fremden. Wahrnehmung und Darstellung der Lausitzer Sorben im gelehrten Schrifttum des 17. und 18. Jahrhunderts
"Jakub Bart-Ćišinski (1856–1909). Erneuerer der sorbischen Literatur/Wobnowjer serbskeje literatury"
heißt die 333-seitige Schrift, herausgegeben von Dietrich Scholze und Franz Schön.
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