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11. 04. 2017 – Lětopis 2017/1 erschienen


10. 3. 2017 – Band 63 der Schriften des Sorbischen Instituts erschienen

Deutsche Parteien in der sorbischen Oberlausitz 1945–1953.
Die politische Entwicklung in den zweisprachigen Kreisen nach dem Zweiten Weltkrieg

Autor: Michael Richter

» Domowina-Verlag Bautzen 2017

28. 12. 2016: Neuerscheinung "Zur Integration sorbischer Personennamen ins Deutsche"

Autor: Volkmar Hellfritzsch

Kleine Reihe des Sorbischen Instituts 24
2016. 103 Seiten. A5-Broschur.
ISBN 978-3-9816961-3-4. 2,50 Euro

19. 12. 2016 – Öffentlicher Vortrag „Aschenputtel „femizisstisch“? Neuere Gender-Konzepte eines alten Märchenstoffes“

Datum: Montag, den 19. Dezember 2016, 14 Uhr
Ort: Serbski institut / Sorbisches Institut, Bahnhofstraße 6, Sitzungsraum 2. Etage‎
Das Märchen vom Aschenputtel (engl. "Cinderella ") zählt zu den zehn sogenannten "Leitmärchen" und erfährt alljährlich gerade zur Weihnachtszeit besondere Konjunktur. Der Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ (ČSSR/DDR, 1973) nach der Vorlage von Božena Němcovás Märchen ist seit Jahren fester Bestandteil im Weihnachtsprogramm der öffentlich-rechtlichen Sender, und auch die gleich­namige Winterausstellung auf Schloss Moritzburg hat wieder geöffnet. Die Freiburger Volkskundlerin Sabine Wienker-Piepho hat im Rahmen ihrer lebenslangen Arbeiten zur historisch-vergleichenden Märchenforschung das berühmte und weltweit verbreitete Märchen aus vielen Blickwinkeln betrachtet. In ihrem Vortrag in Bautzen fragt sie nach Gründen für die weltweite Popularität, nach Genese und Geschichte dieses Märchens, sowie nach den jeweiligen Instrumentalisierungen und den neueren und neuesten Interpretationen zwischen Feminismus, Narzissmus, Kitsch und Kommerz.
Prof. Dr. Sabine Wienker-Piepho hat als Dozentin an den Universitäten in Philadelphia (USA), Vilnius, Jyväskylä (Finnland), Tartu (Estland), Minsk, Innsbruck, Münster, Augsburg, Bayreuth und München gearbeitet und unterrichtet momentan an den Universitäten Jena und Zürich. Sie repräsentiert die Kommission für Volksdichtung der Société Internationale dʻEthnologie et de Folklore und die Märchen-Stiftung Walter Kahn.

23. 11. 2016 – Öffentlicher Vortrag: Kulturelle Identität und Raum. Die Konstitution des sorbischen Siedlungsgebiets als sozialer Prozess

Am Mittwoch, den 23. 11. 2016, laden wir Sie zum öffentlichen Vortrag "Kulturelle Identität und Raum. Die Konstitution des sorbischen Siedlungsgebiets als sozialer Prozess" in den Sitzungssaal des Sorbischen Instituts in Bautzen um 14.00 Uhr ein.
Der Vortrag beschäftigt sich mit Fragen, die im Rahmen politischer Planungen in der Lausitz aufgeworfen werden. Diese betreffen die Bestimmung des sorbischen Siedlungsgebietes sowie die Beschreibung von Maßnahmen, die dem Erhalt und der Förderung der sorbischen Kultur dienen sollen. Sie verlangen eine Klärung, was unter Kultur zu verstehen ist und wie sich Kultur und Raum zueinander verhalten. Aus Sicht der Regionalentwicklung kann zudem eine starke regionale Identität und somit auch die sorbische Kultur als eine regionale Ressource verstanden werden. Eine weitere Frage ist, wie dieser allgemeine gesellschaftliche „Nutzen“ der sorbischen Kultur für die Region insgesamt gefördert werden kann. Im Vortrag werden diese Fragen vor dem Hintergrund allgemeiner gesellschaftlicher Trends diskutiert.

Zum Referenten: Herr Dr. Lutz Laschewski arbeitet am Hanseatic Institute for Entrepreneurship and Regional Development (HIE-RO) an der Universität Rostock. Zudem ist er Lehrbeauftragter für „Sozialwissenschaftliche Umweltfragen“ an der BTU Cottbus und Sprecher der Sektion Land- und Agrarsoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die integrierende ländliche Entwicklung und die nachhaltige Landnutzung.

Alle Interessenten sind herzlich eingeladen!

26. 11. 2016 – Tagung "Das (sorbische/wendische) gute Leben – Entwicklungsperspektiven für die Lausitz"

26. November 2016 11.00 - 18.00 Uhr, Senatssaal der BTU Cottbus, Hauptgebäude Zentralcampus

Die Debatte um die Zukunft der Lausitz – insbesondere „nach der Kohle“ – nimmt Fahrt auf. Wo viele insbesondere auf die Wirtschaftsförderung schauen, wollen wir mit der Tagung wieder einen Schritt zurück treten und die kulturellen Potentiale der Lausitz in den Blick nehmen. Wir wollen auf die lokalen und regionalen Identitäten schauen und daraus Entwicklungsperspektiven für die Lausitz ableiten und diskutieren. Regionale Identität ist ein Schlüsselelement der Institutionalisierung von Region und Voraussetzung regionalpolitischer Handlungen, die darauf basieren müsses, dass eigenmotivierte, lokale Akteure selbstständig ihr Handeln an übergeordneten Zielsetzungen ausrichten.

Anmeldung bei Daniel Häfner unter rls_cottbus@web.de.
Weitere Informationen und Programm

17.–19. 11. 2016 – Internationale Konferenz „Dimensionen kultureller Sicherheit bei ethnischen und sprachlichen Minderheiten - Dimensions of Cultural Security for National and Linguistic Minorities", International Symposium

Vom 17. bis 19. November 2016 lud das Sorbische Institut zur internationalen Konferenz mit dem Titel “Dimensionen kultureller Sicherheit bei ethnischen und sprachlichen Minderheiten” ins Haus der Sorben in Bautzen/Budyšin ein. Mitveranstalter waren der Lehrstuhl Québec- und Kanadastudien (CRÉQC) an der Université du Québec à Montréal (UQÀM) in Kanada und die Fakultät für Soziale Entwicklung und Westchina-Entwicklungsstudien der Universität Sichuan in China.
Kulturelle Sicherheit ist ein vielseitiger Begriff innerhalb der Sozialwissenschaften. Er wurde sowohl zur Beschreibung der Außenpolitik von Nationalstaaten bei internationalen Handelsabkommen benutzt, die auf Ausnahmeregelungen im kulturellen Bereich zielen, als auch zur Untersuchung der zwischenstaatlichen Vereinbarungen hinsichtlich der Plünderung von kulturellen Artefakten während bewaffneter Konflikte. Der Begriff der kulturellen Sicherheit wurde auch aber auf innenpolitischer Ebene des Minderheitenschutzes angewendet, insbesondere im Fall der indigenen Bevölkerung Australiens. In diesem Sinne zielt kulturelle Sicherheit für ethnische/sprachliche Minderheiten wie die Lausitzer Sorben auf gesellschaftliche und institutionelle Rahmenbedingungen, die es ihnen ermöglichen, durch politische Mitbestimmung ein Gefühl von Zugehörigkeit zu ihrem Staat zu entwickeln und gleichzeitig ihre kulturelle Souveränität zu stärken. Für multinationale Staaten ist die Gewährung kultureller Sicherheit für historische Minderheiten insbesondere von Bedeutung, da sie ein soziales, gleichberechtigteres Zusammenleben von Mehrheit und Minderheit sowie einen interkulturellen Dialog ermöglicht und damit zur politischen Stabilität und staatlichen Sicherheit beiträgt.
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Die Dimensionen kultureller Sicherheit sind also vielseitig und komplex und erfordern eine Vertiefung in Theorie und Praxis. Zu diesem Zweck werden sich rund zwanzig Forscher aus verschiedenen Sozialwissenschaften (Politik, Geschichte, Kulturwissenschaft, Anthropologie, Linguistik, Geographie) vom 17. bis zum 19. November im Haus der Sorben in Bautzen treffen. Im Rahmen dieser Konferenz wurden Teilnehmer dazu eingeladen, Fallstudien aus Europa, Kanada, Asien und Lateinamerika darzustellen, die sich auf verschiedene Dimensionen der kulturellen Sicherheit bei ethnischen und sprachlichen Minderheiten konzentrieren wie etwa staatliche Stabilität, Nations- und Staatsbildungsprozesse, Minderheitenrecht und -institutionen, Siedlungsgebiet und Heimatverlust, Umgang mit kulturellem Erbe und Revitalisierung der Minderheitensprache.
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‎Finanziell unterstützt durch die Landesdirektion des Freistaates Sachsen und die Association internationale des études québécoises (AIEQ)
war die Konferenz Dimensionen kultureller Sicherheit bei ethnischen und sprachlichen Minderheiten das Resultat einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Sorbischen Institut/Serbski institut, dem Lehrstuhl Québec- und Kanadastudien (CRÉQC) an der Université du Québec à Montréal (UQÀM) und der Fakultät für Soziale Entwicklung und Westchina-Entwicklungsstudien der Universität Sichuan.

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Cultural security is a polysemic notion in social sciences. It has been used to describe the foreign policy of nation-states seeking cultural exemption provisions in trade agreements to promote their cultural assets and secure it as well as to study international regulations against the looting of cultural artefacts during armed conflicts. The notion of cultural security has also been introduced on the level of domestic policy to analyse state measures aimed at protecting historical minorities, as in the specific cases of aboriginal peoples in Australia. In this sense cultural security of ethnic and linguistic minorities like the Lusatian Sorbs covers the social conditions and institutional context allowing their members to develop a sense of belonging to the state through political participation and simultaneously strengthen their autonomy in cultural spheres. Multinational states providing a form of cultural security to their historical minorities are likely to receive substantial benefits from it, insofar as it allows majority and minority groups to coexist on a more equal footing, which in turn ensures intercultural cohesiveness and thus contributes to political stability and state security.

The dimensions of cultural security are diverse and complex, and need more analysis both in terms of theory and practice. To this end, around 20 researchers from a variety of social science fields (political science, history, sociolinguistics, cultural studies, anthropology, geography) will meet from 17 to 19 November in Bautzen (Sorbisches Haus, Postplatz 2). In the course of this conference, participants were invited to present case studies from different parts of the world (Europe, Canada, Asia, Latin America) reflecting various dimensions of cultural security for ethnic and linguistic minorities : state stability, nation-building and state-building processes, minority rights, minority dilemmas between modernity and tradition in relation to cultural practices, territorial autonomy and the lost of homeland as well as revitalisation strategies of minority languages. This conference was made possible thanks to the financial support of the Free State of Saxony and the Association internationale des études québécoises (AIEQ), and is the outcome of a close cooperation between the Sorbian Institute, the Canada Research Chair in Quebec and Canadian Studies (CRÉQC) and the Faculty of Social Development and Western China Development Studies at the University of Sichuan.

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La sécurité culturelle est un concept polysémique dans les recherches en sciences sociales. Elle a servi à décrire tant la politique étrangère d’exception culturelle mise de l’avant par différents États que les réactions internationales concertées contre le pillage du patrimoine mondial durant les conflits armés. Cette notion a également été utilisée en politique intérieure, notamment pour définir des politiques de protection des minorités ethniques historiques, en particulier dans le cas des peuples aborigènes en Australie. Trouvant son fondement dans les différents contextes sociaux et institutionnels, la sécurité culturelle des minorités ethniques et linguistiques, telles que les Sorabes de Lusace, permet à leurs membres de développer un certain sentiment d’appartenance au sein de leur État tutélaire et de réaffirmer leur autonomie dans les sphères culturelles. Dans les contextes multinationaux, les États assurant une forme de sécurité culturelle à leurs minorités historiques en tirent des avantages considérables dans la mesure où elle jette les bases d’un dialogue interculturel et d’un vivre-ensemble plus équitable entre majorité et minorité(s), ce qui contribue en revanche à la stabilité politique et à la sécurité étatique.

Les dimensions de la sécurité culturelle sont complexes et multiples et gagnent à être approfondies, tant au niveau de la théorie que de la pratique. Une vingtaine de chercheurs provenant des divers horizons des sciences sociales (science politique, histoire, sociolinguistique, études culturelles, anthropologie, géographie) se réuniront à cette fin du 17 au 19 novembre à Bautzen (à la Sorbisches Haus, Postplatz 2). Dans le cadre de ce colloque, les participants ont été invités à présenter des études de cas touchant à différentes dimensions de la sécurité culturelles des minorités ethniques et linguistiques dans diverses parties du monde (Europe, Canada, Asie, Amérique latine) : la stabilité étatique, les processus de construction de la nation et de l’État, le droit des minorités, l’autonomie territoriale et la perte de la terre natale (homeland/Heimat), les dilemmes identitaires entre modernité et tradition, de même que les stratégies de revitalisation des langues minoritaires. Ce colloque international a été rendu possible grâce à l’appui financier du Land de Saxe et de l'Association internationale des études québécoises (AIEQ) et est le fruit d’une étroite collaboration entre l’Institut sorabe, la Chaire de recherche du Canada en études québécoises et canadiennes (CRÉQC) et l’Université de Sichuan.
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Programm/Program

27. 10. 2016 – Öffentlicher Abendvortrag „Akademiker auf Arbeitssuche. Lebenslagen des evangelischen Pfarrernachwuchses im 18. Jahrhundert“ in Bautzen

Am Donnerstag, den 27. Oktober 2016, lädt das Sorbische Institut um 19:00 Uhr zu einem Abendvortrag von Friedrich Pollack M. A. zum Thema „Akademiker auf Arbeitssuche. Lebenslagen des evangelischen Pfarrernachwuchses im 18. Jahrhundert“ in die Bautzener Röhrscheidtbastei ein.

Der Vortrag wirft eine ebenso einfache wie bedeutende Frage auf: Wie fand ein durchschnittlicher Hochschulabsolvent im 18. Jahrhundert eigentlich eine angemessene Arbeit? Am Beispiel des evangelischen Pfarrernachwuchses in der sorbischen Oberlausitz soll dargelegt werden, welche beruflichen Optionen jungen Männern nach ihrer Rückkehr von der Universität eigentlich offenstanden, wie die Arbeitsvermittlung damals funktionierte und wie sich die Zeit zwischen Studienende und Berufseinstieg überbrücken ließ. Auf Basis neu erschlossener Quellen wird dabei auch nach den Ursachen für das Scheitern individueller Karrierepläne zu fragen sein – denn längst nicht jeder Studierte fand seinerzeit auch eine passende Anstellung.

26. 10. 2016 – Vortrag Prof. Dr. Christian Prunitsch „Der zweiseitige Dichter. Literarische Verhandlungen sorbischer Identität bei Kito Lorenc“

26. Oktober 2016, 15:00 Uhr
Serbski muzej / Sorbisches Museum
Festsaal, Ortenburg 3, 02625 Bautzen

24. 10. 2016 – Lětopis 2016/2 erschienen


14. Gläsernes Regierungsviertel – 20. 8. 2016

Tag der offenen Tür der Sächsischen Staatsregierung am 20. August 2016 in der Sächsischen Staatskanzlei. Mit dabei die Lausitzer Sorben, vertreten durch das Sorbische Institut
Auch in diesem Jahr lud die Sächsische Staatsregierung zum Tag der offenen Tür in die Sächsische Staatskanzlei ein. Am 20. August 2016 bot sich allen Interessierten die Möglichkeit einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Landesregierung zu bekommen.
Die Lausitzer Sorben, vertreten durch das Sorbische Institut, waren in der 1. Etage der Staatskanzlei zu finden. Die sorbische Sprache und Kultur heute, die Sorben als slawische Minderheit in Deutschland oder Sorbisch lernen, aber wie? – waren nur einige Themenfelder, zu denen die Gäste Antworten fanden. Zahlreiche BesucherInnen blieben beim Stand des Sorbischen Instituts stehen. Sie wurden in sorbischer Tradition mit Brot und Salz begrüßt, nahmen teil am Quiz zu sorbischen Fragen, informierten sich über die Sorben und unterhielten sich mit Mitarbeiterinnen über die Arbeit des Sorbischen Instituts. Viele Kinder freuten sich über die Möglichkeit zum Basteln, so dass sich die Eltern in der Zwischenzeit über sorbische Themen informieren konnten.
Viele weitere interessante Programmpunkte warteten auf die Besucher des 14. Gläsernen Regierungsviertels. Neben zahlreichen Infoständen, die über die Arbeit der Verwaltung informierten, wurden Führungen durch die Staatskanzlei angeboten. Besichtigt wurde unter anderem der Kabinettsraum, das Büro von Ministerpräsident Tillich und das Medienzentrum der Staatskanzlei. Der traditionelle Frühschoppen mit Ministerpräsident Tillich und seinen Kabinettskollegen gab Gelegenheit, mit Ministern und Staatssekretären ins Gespräch zu kommen.

Weitere Informationen finden Sie unter:

12. 5. 2016 – Band 61 der Schriften des Sorbischen Instituts erschienen


Sorbische Interessen und staatliche Minderheitenpolitik in der DDR

Quellenedition (1947–1961)

Autor: Peter Schurmann

» Domowina-Verlag Bautzen 2016

Lětopis 2017/1 erschienen

9.-11.6.2017 Jungakademisches Netzwerktreffen sorabistischer Forschung

Im Sommer treffen sich JungakademikerInnen sorabistischer Forschung in Bautzen.

Marie Skłodowska-Curie Actions

“Expression of Interest” for hosting Fellows

Band 63 der Schriften des Sorbischen Instituts erschienen

Michael Richter: Deutsche Parteien in der sorbischen Oberlausitz 1945–1953.
Die politische Entwicklung in den zweisprachigen Kreisen nach dem Zweiten Weltkrieg
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D-02625 Bautzen/Budyšin