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AKTUELLES



11.10.2017 – Das Sorbische Institut feiert Jubiläums-Institutstag

25 Jahre Forschung in Bautzen und Cottbus

Das Sorbische Institut/Serbski institut mit Sitz in Bautzen und Cottbus begeht in diesem Jahr den 25. Jahrestag seiner Neugründung. Unter Einbeziehung seiner Vorgängereinrichtung, dem 1951 gegründeten Institut für sorbische Volksforschung, kann es auf über sechs Jahrzehnte professionelle sorabistische Forschung in der Lausitz zurückblicken. Auf der Veranstaltung lassen wir die Vergangenheit des Instituts Revue passieren und präsentieren aktuelle Maßnahmen zur Sprachförderung und -dokumentation.

Die Festveranstaltung mit geladenen Gästen findet am 26. Oktober 2017 im Cottbuser Stadthaus statt:

16.30 –17.30 Uhr
*Begrüßung
*40 Jahre Institut für sorbische Volksforschung (1951-1991) und 25 Jahre Sorbisches Institut (1992-2017), Dr. des. Friedrich Pollack
*Niedersorbisch / Wendisch auditiv: Tonaufnahmen für Sprachförderung und -dokumentation, Dr. Hauke Bartels
*Vorstellung der neuen Institutsbroschüre 2015 /16, Dr. Anja Pohontsch

17.45 –18.00 Uhr - Pause

18.00 –18.30 Uhr - Grußworte

18.30 –19.00 Uhr - Festvortrag, Prof. Dr. Roland Marti

19.00 Uhr - Empfang

Die Veranstaltung findet in deutscher und sorbischer Sprache statt. Eine Simultanübersetzung ins Deutsche wird angeboten.
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25. 9. 2017 – Stellenausschreibung: Sorbisches Kulturarchiv - Archivar/Archivarin mit IT-Kenntnissen

Im Sorbischen Kulturarchiv (SKA) am Sorbischen Institut/Serbski institut in Bautzen ist zum 1. Januar 2018 die Stelle

eines Archivars/einer Archivarin mit IT-Kenntnissen



in Vollzeit zu besetzen. Die Vergütung erfolgt bei Vorliegen der persönlichen Voraussetzungen nach TV-L (E 9).

Das Sorbische Kulturarchiv ist das einzige öffentliche Archiv für sorabistische Archivalien und Sammlungen. In seinen Beständen befinden sich Akten sorbischer Vereine und Institutionen, Nachlässe, Handschriften, Musikalien, Zeitungsausschnitte, Plakate, Fotografien sowie Ton- und Filmdokumente. Zusammen mit der Sorbischen Zentralbibliothek ist das Sorbische Kulturarchiv eine Abteilung des Sorbischen Instituts.

Aufgabenschwerpunkte:
  • archivarische Erschließung von Akten und anderen Medien (Ton-, Film- und Fotoobjekte)
  • Aufbereitung von Metadaten für Datenbanken im Archivbereich
  • IT-Administration, Softwarebetreuung und Verantwortung für Digitalisierungsabläufe im Archiv und in der Bibliothek, sowie Mitwirkung bei der Weiterentwicklung des Onlinezuganges (Web-Portal) und bei Anliegen der IT-Infrastruktur
  • Bearbeitung von Archivanfragen und Beratung der Archivbenutzer
  • Pflege der Archivbestände und Umsetzung von Sicherungsmaßnahmen‎

Anforderungen:
  • abgeschlossene Fachhochschulausbildung auf dem Gebiet des Archivwesens oder diesem Berufsbild entsprechende einschlägige fachliche Kenntnisse
  • Ausbildung oder fundierte Kenntnisse auf dem Gebiet der Programmierung, der Tabellenkalkulation (Excel) und des Webdesigns
  • Kenntnisse auf dem Gebiet der Digitalisierungsverfahren und Metadatenerfassung
  • gute Kenntnisse der ober- und/oder niedersorbischen sowie der deutschen Sprache
  • Grundkenntnisse zur sorbischen Kultur und Geschichte
  • engagierter, selbstständiger sowie ziel- und serviceorientierter Arbeitsstil
  • Bereitschaft zur Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen‎

Auf die bevorzugte Berücksichtigung von Schwerbehinderten bei Vorliegen gleicher Eignung wird geachtet.

Bewerbungen sind mit den üblichen Unterlagen (tabellarischer Lebenslauf, Zeugniskopien, Darstellung des beruflichen Werdegangs) bis zum 20.10.2017 an das Direktorat des Sorbischen Instituts/Serbski institut, Bahnhofstraße 6, D-02625 Bautzen, si@serbski-institut.de, einzureichen. Auch später eingehende Bewerbungen können berücksichtigt werden, sofern die Stelle noch offen ist.
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25. 9. 2017 – Stellenausschreibung: Mitarbeiter/Mitarbeiterin für wissenschaftliche Datenverarbeitung

Am Sorbischen Institut/Serbski institut in Bautzen ist zum 1. Januar 2018 die Stelle

eines Mitarbeiters/einer Mitarbeiterin für wissenschaftliche Datenverarbeitung


in Vollzeit zu besetzen. Die Vergütung erfolgt bei Vorliegen der persönlichen Voraussetzungen nach TV-L (E13).

Aufgaben:
  • Mitarbeit an Forschungsprojekten des Instituts
  • automatische Sprachverarbeitung/korpuslinguistische Auswertungen (einschließlich Statistik und Visualisierung)
  • Entwicklung von IT-Anwendungen und -werkzeugen (z. B. für die Auswertung annotierter Korpora)
  • Mitwirkung am Aufbau der Forschungsinfrastruktur
  • Mitwirkung an Digitalisierungsprozessen sowie am Aufbau und Betrieb eines Portals zur Präsentation von sorabistischem Wissen

Einstellungsvoraussetzungen:
  • abgeschlossene einschlägige Hochschulausbildung auf dem Gebiet der Informatik oder Computerlinguistik
  • Programmiererfahrung z. B. in Perl/Python und Java
  • Interesse an der Zusammenarbeit in interdisziplinären Projekten der digitalen Geisteswissenschaften
  • Bereitschaft zur Weiterqualifikation und zur Mitarbeit in einem sorbisch-sprachigen Umfeld sowie zum Spracherwerb des Ober- oder Niedersorbischen
  • Bereitschaft, in begrenztem Umfang an der Betreuung der Basis-IT mitzuwirken
  • sehr gute analytische Fähigkeiten sowie ausgeprägte Kommunikations- und Teamfähigkeit

Kenntnisse in der Arbeit mit XML-repräsentierten Textkorpora sowie Erfahrung in der Arbeit mit Korpuswerkzeugen sind von Vorteil, ebenso wie Kenntnisse des Ober- oder Niedersorbischen oder einer westslawischen Sprache.
Das Sorbische Institut bietet ein dynamisches, vielseitiges und durch geisteswissenschaftliche Forschung geprägtes Arbeitsumfeld. Am Institut sind mehrere Mitarbeiter mit IT-Aufgaben und -kenntnissen beschäftigt. Die hier ausgeschriebene Stelle ist in diese Gruppe eingebunden.
Auf die bevorzugte Berücksichtigung von Schwerbehinderten bei Vorliegen gleicher Eignung wird geachtet.
Bewerbungen sind mit den üblichen Unterlagen (tabellarischer Lebenslauf, Zeugniskopien, Darstellung des beruflichen Werdegangs) bis zum 20. 10. 2017 an das Direktorat des Sorbischen Instituts/Serbski institut, Bahnhofstraße 6, D-02625 Bautzen, si@serbski-institut.de, einzureichen. Auch später eingehende Bewerbungen können berücksichtigt werden, sofern die Stelle noch offen ist.
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29. 9. 2017 – Auftaktworkshop des Netzwerks historische Minderheitenforschung

Mit dem „Netzwerk Historische Minderheitenforschung “ wird derzeit ein überregionales interdisziplinäres Diskussions- und Kommunikationsforum für Akteur*innen und Institutionen aus dem weiten Bereich der historisch arbeitenden minority studies geschaffen. Das Netzwerk dient vor allem dazu inhaltliche, methodische und begriffliche Aspekte der historischen Minderheitenforschung im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus wieder stärker zu profilieren. Zu einem Auftaktworkshop unter der Überschrift „Minderheit(en) und Raum“ laden wir für den 29. September 2017 nach Bautzen ein, um zum einen ausgewählte Beiträge von Mitgliedern des Netzwerkes und zum anderen den weiteren Aufbau des Netzwerkes zu diskutieren.

Ende der Veranstaltung ca. 16.30 Uhr. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einer Führung durch die Bibliothek und das Archiv des Sorbischen Instituts.

Um Anmeldungen bei Annalena Schmidt wird bis zum 25. September 2017 gebeten. Gerne sind wir auch bei der Suche nach einer Unterkunft behilflich.
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20. 8. 2017 – Lausitzer Regionalgeschichte im Web 2.0

Das Sorbische Institut/Serbski institut beschreitet mit dem Blog „Lausitz – Łužica – Łužyca“ neue Wege in der Vermittlung von regionaler Geschichte und Kultur. Auf der jüngst freigeschalteten Online-Plattform werden ab sofort in loser Folge Beiträge aus der aktuellen landeskundlich-sorabistischen Forschung für ein breites Publikum veröffentlicht. Zu erreichen ist sie unter der Web-Adresse lausitz.hypotheses.org‎ .

Thematisch greift das Blog die geografische Mittellage der Lausitz zwischen Deutschland, Tschechien und Polen, zwischen slawischem und deutschem Sprachraum sowie zwischen Mittel- und Ost(mittel)europa auf. Artikel, Essays und historische Dokumente verschiedenster Epochen sollen Interesse an der sorabistischen Forschung und der regionalen Geschichte wecken und das Bewusstsein für die geschichtliche Brückenfunktion von Ober- und Niederlausitz stärken.

Das Konzept für das Blog wurde im interdisziplinären Forschungsbereich „Beziehungen und Verflechtungen“ des Sorbischen Instituts/Serbski institut entwickelt. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt daher im Bereich der sorbischen Geschichte, von der ausgehend die transnationale und transkulturelle Beziehungs- und Verflechtungsgeschichte der Lausitz betrachtet wird.

Verankert ist das Blog auf der Plattform hypotheses.org , dem internationalen Blogportal für die Geistes- und Sozialwissenschaften, dessen deutscher Ableger von der Max Weber Stiftung und dem Deutschen Historischen Institut Paris betreut wird.
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19. 8. 2017 – Das Sorbische Institut bei Łužyca im RBB

„Sorbisch 2.0“ - Ein Film von Anne Holzschuh und Stefan Göbel

Facebook, WhatsApp, Lern-Apps - hier verbreitet sich mehr und mehr die sorbische/wendische Sprache. Reporter Christian Matthée entdeckt "Sorbisch worldwide" und trifft diejenigen, die die sorbische Sprache ins Netz bringen und sie dort nutzen. In Bayern besucht er einen jungen Mann, der autodidaktisch und mit Hilfe des Internets wendisch lernt. Ein Chinese in Berlin ist ebenso auf gutem Weg. Dabei helfen Wörterbücher und Online-Datenbanken, die im WWW für jedermann und überall nutzbar sind. Wer macht dies möglich? Auch diese Frage wird beantwortet und vor allem: Was bringt es einer vom Aussterben bedrohten Sprache?

17. 8. 2017 – Lesung und Gespräch: „Unter Sachsen. Zwischen Wut und Willkommen“

Am Donnerstag, den 17. August 2017 findet ab 19 Uhr im Serbski dom/Haus der Sorben eine Lesung aus dem Buch „Unter Sachsen. Zwischen Wut und Willkommen“ statt. Veranstalter sind die Domowina, das Sorbische Institut/Serbski institut, der Ch. Links-Verlag und die Stiftung Weiterdenken. An die Lesung schließt sich eine Podiumsdiskussion an.

In Reportagen, analytischen Hintergrundtexten, Interviews und persönlichen Kommentaren beleuchten mehr als 40 Autor*innen die Hintergründe rechter Gewalttaten in Sachsen und stellen die Aktionen der kreativen Zivilgesellschaft dar. Dabei geht es auch um die Situation in Bautzen.

Nicht erst seit dem Jahr 2016, in dem Bautzen mehrmals in den nationalen und internationalen Medien als „braune Stadt“ dargestellt wurde, in der Flüchtlingsheime brennen, dies bejubelt wird und in der Refugees von Nazis gejagt werden, ist das Problem offensichtlich: In der Region gibt es ein Problem mit neonazistischen Strukturen. Bereits 2014 war die Region in den nationalen Medien, nachdem junge Sorben von Neonazis angegriffen wurden und dies in die Öffentlichkeit brachten. Genau in diesem Jahr setzt auch der Beitrag von Arndt Ginzel an, der sich der „Welt außerhalb des Steinhauses“ widmet und versucht eine Antwort darauf zu finden, wie in Bautzen Hass gegen die sorbische Minderheit und Gewalt gegen Flüchtlinge entstand.

Deshalb sind es auch zwei sorbische Einrichtungen, die sich neben dem Verlag und der Stiftung Weiterdenken für die Durchführung der Veranstaltung in der Stadt entschlossen haben: „Eine Außensicht auf die eigene Person, Gruppe oder einfach auch auf das Umfeld, in dem man lebt, ist immer hilfreich, sofern sie sachlich und fair ist. Ich denke, ‚Unter Sachsen‘ leistet das. Insofern kann das Buch ein Beitrag zur Stärkung des kritischen Selbstbewusstseins der Sachsen sein“, so Dr. Hauke Bartels, Direktor des Sorbischen Institutes. David Statnik, Vorsitzender der Domowina ergänzt: „Dieses Buch wird in der Bevölkerung kontrovers diskutiert, trotzdem ist es ein Zeit- und Meinungszeugnis. Ich finde, es ist wichtig, über die Geschehnisse und die unterschiedlichen Meinungen zu reden.“

Neben dem Autor des Beitrages zur Region werden die die Herausgeber*innen Heike Kleffner und Matthias Meisner anwesend sein. An der Diskussion beteiligen sich Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD), Andrea Hübler von der Opferberatung, der Landtagsabgeordnete der Grünen Valentin Lippmann sowie der Vorsitzende der Domowina David Statnik.

Lesung und Gespräch: 17. August 2017, 19 Uhr im Haus der Sorben am Postplatz in Bautzen

Es lesen und diskutieren:
  • Matthias Meisner (Herausgeber)
  • Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD)
  • Arndt Ginzel (Journalist)
  • Andrea Hübler (Opferberatung der RAA Sachsen e.V.)
  • Valtentin Lippmann (MdL Bündnis 90/Die Grünen)
  • David Statnik (Vorsitzender der Domowina)


Moderation: Heike Kleffner (Herausgeberin)

Der Eintritt ist frei.

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Pressemitteilung

(Michaeliskirche Bautzen, Tilman2007 . Lizenz: CC BY-SA 3.0 )

23.–25. 11. 2017 – „Reformation und Ethnizität. Sorben, Letten und Esten im 16. und 17. Jahrhundert“

Internationale Konferenz des Sorbischen Instituts/Serbski institut und der Baltischen Historischen Kommission, Bautzen, 23.–25. November 2017

Die Reformation setzte neben fundamentalen theologischen auch erhebliche gesellschaftliche Entwicklungen in Gang, deren Auswirkungen in ganz Europa spürbar waren. Auch für viele sogenannte Kleine Völker stellte die Spaltung der Kirche und die Ausbildung konkurrierender christlicher Konfessionen am Beginn der Neuzeit eine wichtige Zäsur dar, die einen tiefgreifenden sozialen und kulturellen Wandel nach sich zog.

Am Beispiel der Sorben, Esten und Letten soll auf der Konferenz in vergleichender Perspektive nach den langfristigen Auswirkungen von Reformation und Konfessionsbildung auf die Glaubens- und Lebenswelten der Kleinen Völker Ostmitteleuropas im 16. und 17. Jahrhundert gefragt werden. Insgesamt 18 Referentinnen und Referenten aus den Geschichts-, Kultur-, Literatur- und Sprachwissenschaften sowie aus der Theologie und der Kunstgeschichte widmen sich in ihren Vorträgen einerseits den Brüchen und langfristigen Entwicklungen im Gefolge der Reformation, andererseits aber auch den Kontinuitäten zwischen vor- und nachreformatorischer Zeit. Gefragt wird sowohl nach den Inhalten und Trägern des zeitgenössischen gelehrten Diskurses über Völker und Sprachen als auch nach dem Spannungsverhältnis von ständischer Ordnung, Ethnizität und Konfession in der Frühen Neuzeit. Ebenso behandelt werden die Rolle der evangelischen Geistlichkeit, die Anfänge volkssprachlicher Schriftlichkeit und Literatur, die Konfessionalisierung der Volkskultur sowie die kunst- und architekturgeschichtlichen Auswirkungen des Glaubenswechsels in Livland und der Lausitz.

Ein detailliertes Konferenzprogramm und weitere Informationen werden zeitnah veröffentlicht. Es wird keine Tagungsgebühr erhoben. Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie jedoch um vorherige Anmeldung per E-Mail bis spätestens 10. November 2017: reformation(at)serbski-institut.de

Die Konferenz wird von der Fritz Thyssen Stiftung sowie der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Verbundprojekts „Gesichter der Reformation in der Oberlausitz, Böhmen und Schlesien“ des Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien gefördert.

In Kooperation mit der Baltischen Historischen Kommission .

» Konferenzprogramm

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13. 9. 2017 – INFORMATIONSTAG BRANDENBURG.DIGITAL - Digitale Nachhaltigkeit, Potsdam

Mit Beteiligung des Sorbischen Instituts.
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Vollständiges Programm

22. 6. 2017 – Öffentlicher Vortrag 13:30 Uhr

L. Budilová & Doc. PhDr. Marek Jakoubek, PhD. et PhD. (Prag) “A (sad) mission of Gottlob Kowal in the only Czech village in Bulgaria – Voyvodovo”
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20. 6. 2017 – Neues Drittmittelprojekt zur Sichtung und Digitalisierung zentraler Dokumente der sorbischen Zeitgeschichte

Die Geschichte der Sorben in der Zwischenkriegszeit zeigt nach wie vor zahlreiche weiße Flecken. Um dem zu begegnen, startet jetzt am Sorbischen Institut ein neues Forschungsprojekt, in dem wichtige Quellen und Dokumente aus der Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus in Archiven in ganz Deutschland recherchiert und digitalisiert werden sollen. Auch einige ausländische Archive sollen einbezogen werden.
Mithilfe der eingeworbenen Drittmittel – es handelt sich um ein Fördervolumen von insgesamt etwa 170 000 Euro – konnten am Sorbischen Institut zwei zusätzliche Projektstellen geschaffen werden. Bis Ende 2019 wird eine Online-Datenbasis entstehen, die die Forschung zum Thema zukünftig erheblich erleichtern und befördern wird. Einige der bedeutendsten Dokumente zur Geschichte der Sorben zwischen 1918 und 1945 sollen über ein Portal auch der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Für die Leitung dieses Vorhabens konnte mit dem Archivar und Historiker Dr. Clemens Heitmann aus Dresden ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet des Archivwesens sowie der neueren Geschichte gewonnen werden.
„Dieses Projekt ist ein weiterer Baustein unserer umfassenden Digitalisierungsbemühungen. Es wird nicht nur der historischen Forschung nützen, sondern uns auch beim Aufbau einer digitalen Forschungsinfrastruktur helfen.“, so der Interimsdirektor des Sorbischen Instituts, Dr. Hauke Bartels.
Das auf zweieinhalb Jahre angelegte Sondervorhaben unter dem Titel „Virtuelle Zusammenführung zentraler Quellen zur Erforschung der Geschichte der Sorben in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus“ wird vom Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert und gemeinsam mit anderen Vorhaben zum Aufbau „virtueller Archive für die Geisteswissenschaften“ von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig koordiniert.
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13. 6. 2017 – Neue Rechtschreibtools für Obersorbisch online bereitgestellt

Grundlegend überarbeitete Tools für die obersorbische Rechtschreibkontrolle stehen ab sofort unter www.soblex.de in der Rubrik Download zur Verfügung. Zugrunde liegt der Wortschatz, der im aktuellen obersorbisch-deutschen Rechtschreibwörterbuch von Pawoł Völkel verzeichnet ist, und das mit sämtlichen Beugungsformen und den am häufigsten gebrauchten Ableitungen – insgesamt über 4,8 Mio. Wortformen von ca. 61 000 Wörterbuch-Stichwörtern.
Das der Rechtschreibkontrolle zugrundeliegende Regelwerk, der „morphologische Generator“, wurde von Bernhard Baier und Wito Böhmak entwickelt. Das Vorhaben wird seit 2009 als Open Source Projekt von den beiden Programmentwicklern gemeinsam mit dem WITAJ-Sprachzentrum und der Stiftung für das sorbische Volk, seit 2015 mit dem Sorbischen Institut realisiert, das 2016 die Leitung und Koordination übernahm.
In den vergangenen beiden Jahren wurde das Programm in der sprachwissenschaftlichen Abteilung des Sorbischen Instituts unter der Leitung von Dr. Sonja Wölke einer gründlichen Qualitätskontrolle und einer umfassenden Überarbeitung unterzogen. Im Ergebnis steht jetzt eine Rechtschreibkontrolle zur Verfügung, die der obersorbischen orthografischen Norm entspricht.
Seit 2016 wird die Überarbeitung der Rechtschreibkontrolle im Rahmen der Initiative “Sorbische Sprache in den neuen elektronischen Medien” durch die Stiftung für das sorbische Volk gefördert. Dafür stellen der Freistaat Sachsen, der Bund und das Land Brandenburg zusätzliche Mittel zur Verfügung.
Zum Download bereit sind Tools für die aktuellen Office-Programme Libre-/OpenOffice und Softmaker Office sowie für den Browser Firefox und das E-Mail-Programm Thunderbird. Ein Rechtschreibmodul für Microsoft Office 2010 und 2013 ist auf der Seite des WITAJ-Sprachzentrums verfügbar. Die Einbindung in die aktuellen Versionen dieses weit verbreiteten Office-Pakets ist wünschenswert, aber ohne Entgegenkommen von Microsoft nicht realisierbar.
Gleichzeitig erhielt die Internetpräsentation www.soblex.de im Auftrag der Stiftung für das sorbische Volk ein überarbeitetes, auf verschiedene Bildschirmgrößen und für mobile Endgeräte optimiertes Design (responsive design). Auch eine neu entwickelte App für Android-Systeme, die einen schnellen Zugriff und eine Offline-Verfügbarkeit des Wortbestandes ermöglicht, ist ab Juli 2017 unter dem Namen „soblex – Prawje pisać“ verfügbar. Sie ergänzt die bereits seit Ende 2015 angebotene App „Prawje pisać“ für iOS-Geräte.
Derzeit wird im Sorbischen Institut an der Erweiterung des erfassten Wortschatzes gearbeitet, eine neue Version ist für das Frühjahr 2018 vorgesehen. Auch eine von Office-Programmen unabhängige Online-Rechtschreibkontrolle von Texten direkt im Browser steht für die Zukunft auf der Agenda.
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10. 3. 2017 – Band 63 der Schriften des Sorbischen Instituts erschienen

Deutsche Parteien in der sorbischen Oberlausitz 1945–1953.
Die politische Entwicklung in den zweisprachigen Kreisen nach dem Zweiten Weltkrieg

Autor: Michael Richter

» Domowina-Verlag Bautzen 2017

9.-11.6.2017 – Jungakademisches Netzwerktreffen sorabistischer Forschung, Bautzen

Das Sorbische Institut lädt junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum „Netzwerken“ nach Bautzen ein. Im Mittelpunkt des Treffens stehen der interdisziplinäre Austausch und die Vernetzung von Forschenden, die sich regional- oder themenspezifisch mit Sorben/Wenden befassen oder dies vorhaben. Dabei sind fachspezifische Beiträge z.B. der Linguistik, Kulturwissenschaft oder Geschichte ebenso willkommen wie transdisziplinäre Projekte aus der vergleichenden Minderheitenforschung oder den Digital Humanities.
Der Workshop bietet den Teilnehmenden an zwei Tagen ein Forum, um eigene Forschungsvorhaben zu präsentieren und zu diskutieren. Wer sein Forschungsvorhaben (z.B. Bachelor-, Master-, Magister- oder Doktorarbeit, Post-Doc-Projekt) vorstellen möchte, sollte eine Projektskizze (max. eine A4-Seite) zusammen mit einer Kurz-Vita (inkl. Fachrichtung, Wirkungsort und derzeitige Arbeitsschwerpunkte) zeitnah einreichen.

Außerdem soll das Netzwerktreffen dazu genutzt werden, um auf der Basis der vorgestellten Forschungen über ein sorabistisches Netzwerkverständnis zu reflektieren. So soll über Bedingungen und Perspektiven interdisziplinärer Zusammenarbeit nachgedacht werden. Themenvorschläge für Diskussionskreise sind erwünscht!
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Institutsjubiläum

23.–25.11.2017: Internationale Konferenz in Bautzen

Reformation und Ethnizität. Sorben, Letten und Esten im 16. und 17. Jahrhundert
» Programm

Marie Skłodowska-Curie Actions

“Expression of Interest” for hosting Fellows

Band 63 der Schriften des Sorbischen Instituts erschienen

Michael Richter: Deutsche Parteien in der sorbischen Oberlausitz 1945–1953.
Die politische Entwicklung in den zweisprachigen Kreisen nach dem Zweiten Weltkrieg
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