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Geschichte der Sorben im 20. Jahrhundert: Beziehungen und Verflechtungen. Die Lausitz als Raum interethnischer Begegnungen


Nach Erscheinen des Sammelbandes „Zwischen Zwang und Beistand“ (2003) und den neueren historischen Forschungen im Rahmen des Sorbischen Kulturlexikons (2014) sollen durch die Mitarbeiter des Instituts und externe Kooperationspartner verschiedene Themenbereiche in Einzelstudien nach dem Baukastensystem behandelt werden, wobei Fragestellungen um die interethnischen Beziehungen und Verflechtungen der Sorben als methodische Grundlage dienen. Das Ziel besteht darin, die Geschichte der Sorben im 20. Jahrhundert unter verändertem Blickwinkel darzustellen. Aus Sicht der bisher vorliegenden Forschungen und aktuell laufender Projekte werden die Studien u. a. folgende Schwerpunkte umfassen: Zäsuren, aber auch Kontinuitäten der Sprachen- und Minderheitenpolitik, die Entwicklung der Kirchen- und Schulpolitik in den verschiedenen Regionen der Ober- und Niederlausitz, Lebensbedingungen und Alltagskultur in der Lausitz im „Zeitalter der Diktaturen“; Beziehungen und Verflechtungen zwischen Ober- und Niederlausitz; Assimilationsprozesse aufgrund der Industrialisierung und Modernisierung der Gesellschaft. Der Einfluss von zwei deutschen Diktaturen auf die Sorben ist dabei von zentralem Interesse.

Projektleitung: Dr. Edmund Pech , Dr. Peter Schurmann
Projektbearbeiter: Annalena Schmidt , Dr. Michael Richter , Dr. Annett Bresan

9.-11.6.2017 Jungakademisches Netzwerktreffen sorabistischer Forschung

Im Sommer treffen sich JungakademikerInnen sorabistischer Forschung in Bautzen.

Band 63 der Schriften des Sorbischen Instituts erschienen

Michael Richter: Deutsche Parteien in der sorbischen Oberlausitz 1945–1953.
Die politische Entwicklung in den zweisprachigen Kreisen nach dem Zweiten Weltkrieg
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