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Interdisziplinärer Forschungsbereich: Konstellationen sorbischer Identität

Wer sind die Sorben? Was ist „typisch sorbisch“ (und was nicht)? Und wer legt das eigentlich fest?

Nicht nur in der Lausitz wird über solche und ähnliche Fragen – scheinbar – schon seit Jahrhunderten kontrovers diskutiert. Und angesichts der Komplexität und Dynamik dieses Wissensfeldes wird mit einer abschließenden Klärung wohl auch kaum zu rechnen sein. Im Spannungsfeld der Diskurse über sorbische Selbst- und Fremdwahrnehmung konkurrieren unterschiedliche gesellschaftliche, rechtliche und politische, nicht zuletzt auch wissenschaftliche Positionen und Interessen anhaltend um Aufmerksamkeit und Deutungshoheit.

Der abteilungsübergreifende interdisziplinäre Forschungsbereich „Konstellationen sorbischer Identität“ zielt auf eine kritische Auseinandersetzung mit dem tradierten In-Group-Wissen der Sorbinnen und Sorben über Eigenes, Fremdes und Gemeinsames in geschichts-, sprach- und kulturwissenschaftlicher Perspektive. Im Mittelpunkt der zugehörigen Forschungsvorhaben stehen Prozesse, Akteurinnen und Akteure, als auch Motive und Medien der individuellen und kollektiven Selbstwahrnehmung und Selbstverortung.

Der Forschungsbereich befindet sich gegenwärtig im Aufbau und wird von einer Reihe vorbereitender Kolloquien begleitet. Ein erstes Pilotprojekt stellt das Vorhaben Sorbische Erinnerungsorte in der Moderne dar.

Lětopis 2017/1 erschienen

9.-11.6.2017 Jungakademisches Netzwerktreffen sorabistischer Forschung

Im Sommer treffen sich JungakademikerInnen sorabistischer Forschung in Bautzen.

Marie Skłodowska-Curie Actions

“Expression of Interest” for hosting Fellows

Band 63 der Schriften des Sorbischen Instituts erschienen

Michael Richter: Deutsche Parteien in der sorbischen Oberlausitz 1945–1953.
Die politische Entwicklung in den zweisprachigen Kreisen nach dem Zweiten Weltkrieg
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