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Sorbische Trachten und ihre gegenwärtige Nutzung


Sorbische Trachten gelten als Marker für eine eindeutige ethnische Zuschreibung. Es wird davon ausgegangen, dass sie von Frauen getragen werden, die sorbischer Herkunft sind, sorbisch sprechen und mit der Tracht ihre ethnische Identität öffentlich zeigen. Verschiedene Studien haben jedoch gezeigt, dass das Tragen sorbischer Trachten nicht mehr selbstverständlich mit der Beherrschung der sorbischen Sprache oder mit der sorbischen Herkunft einhergeht. Neben älteren ständigen Trachtenträgerinnen gibt es nicht wenige Mädchen und Frauen, die zu verschiedenen kulturellen, religiösen oder politischen Anlässen die Tracht auch ohne die anderen ethnischen Merkmale (Sprache, Herkunft) anlegen. Sie stehen im Mittelpunkt des Projekts. Sie werden danach gefragt, wie sie über die Tracht denken, warum sie sich für diese Kleidungspraxis entschieden haben und welche kulturellen und institutionellen Bedingungen sie dafür als förderlich oder hinderlich ansehen.

Projektbearbeiterin: Ines Keller

2.12.2017 Tagung „Die Transformation der Lausitz ̍ nach der Kohle ̍ und die Sorben/Wenden“ in Cottbus

Neuerscheinung: Schriften des Sorbischen Instituts 64

Lubina Mahling "Um der Wenden Seelenheyl hochverdient ─ Reichsgraf Friedrich Caspar von Gersdorf"

24.10.2017: Stellenausschreibung - Abteilung Kulturwissenschaften

23.–25.11.2017: Internationale Konferenz in Bautzen

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