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Sorbisches Bürgertum zwischen nationaler Bekennerschaft und staatsbürgerlicher Loyalität: Die Bautzener Bildhauerfamilie Pěčka (Pötschke) von 1850 bis 1950

Anhand dreier Generationen der sorbischen Steinmetz- und Bildhauerfamilie Pötschke in Bautzen sollen Lebens- und Wirkungsbedingungen des sorbischen Bürgertums in verschiedenen Perioden der neueren Geschichte dargestellt werden. Ihr Schaffen reicht von Grabdenkmalen sorbischer Patrioten, architekturbezogenen Kirchenausstattungen und Kriegerdenkmalen bis zu monumentalen Porträtplastiken des akademisch ausgebildeten Vertreters der dritten Generation, Hanns Petschke, der auch den Gedenkstein für die Opfer der Naziherrschaft (1950) auf dem Jüdischen Friedhof in Bautzen entworfen hat. Durch wirtschafliche Interessen eng mit der Mehrheitsgesellschaft verbunden, entwickelte sich die Tätigkeit der einzelnen Vertreter der Bildhauerfamilie unter wechselnden gesellschaftlichen Vorzeichen zwischen sorbisch-nationalem Engagement und politischer Anpassung. Künstlerische Aspekte der Pötschke’schen Denkmalsplastik werden ins Verhältnis zu den jeweiligen zeitgenössischen Entwicklungen gestellt.

Projektbearbeiter: Dr. Maria Mirtschin

2.12.2017 Tagung „Die Transformation der Lausitz ̍ nach der Kohle ̍ und die Sorben/Wenden“ in Cottbus

Neuerscheinung: Schriften des Sorbischen Instituts 64

Lubina Mahling "Um der Wenden Seelenheyl hochverdient ─ Reichsgraf Friedrich Caspar von Gersdorf"

24.10.2017: Stellenausschreibung - Abteilung Kulturwissenschaften

23.–25.11.2017: Internationale Konferenz in Bautzen

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