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SPRACHWISSENSCHAFT (Bautzen/Cottbus)


Die sprachwissenschaftlichen Mitarbeiter(innen) der bisherigen Cottbuser Abteilung für niedersorbische Forschungen und die bisher in Bautzen angesiedelte Abteilung Sprachwissenschaft bilden seit 1.1.2015 die neue standortübergreifende Abteilung Sprachwissenschaft. Beide Abteilungen haben bereits in den letzten Jahren eng kooperiert, so etwa beim deutsch-niedersorbischen Schulwörterbuch oder bei der Veröffentlichung der digitalen Textkorpora im Internet. Ein weiteres Beispiel ist das in Arbeit befindliche Deutsch-Obersorbische Wörterbuch, das derzeit in Anlehnung an das in der Niederlausitz vielgenutzte Deutsch-Niedersorbische Online-Wörterbuch erarbeitet wird.‎
Die Beibehaltung beider Standorte des Sorbischen Instituts gewährleistet weiterhin die Erforschung beider sorbischer Sprachen, des Niedersorbischen wie des Obersorbischen sowie auch der sorbischen Dialekte. Die jetzt fusionierten Abteilungen in Cottbus und Bautzen haben in der Vergangenheit durchaus unterschiedliche Schwerpunkte gelegt: in der Niederlausitz stärker auf Sprachdokumentation, in der Oberlausitz auf Lexikologie/Phraseologie und Forschung zum bilingualen Spracherwerb. Diese Unterschiede sind weiterhin sichtbar und könnten durchaus auch erhalten bleiben, sofern sie Ausdruck verschiedener Rahmenbedingungen und Bedürfnisse in den beiden Lausitzen sind. Gleichzeitig bietet die unterschiedliche Entwicklung seit 1992, der Neugründung des SI und der Cottbuser Zweigstelle, auch Potenzial für eine produktive Weiterentwicklung der neuen Gesamtabteilung. Daneben gab und gibt es traditionell Arbeitsbereiche, die für Nieder- und Obersorbisch von gleich großer Bedeutung sind: hierzu zählen vor allem Lexikologie und Lexikographie. Gleichzeitig steht die Aufgabe, die sorabistische Kompetenz in die internationale slawistische und Minderheitenforschung einzubringen.

Im Rahmen ihrer zeitlichen Möglichkeiten stehen die Mitarbeiter der Abteilung Sprachwissenschaft auch für die Sprachberatung zur Verfügung. Der Sprachpraxis dient auch ihre Mitwirkung in der Obersorbischen und der Niedersorbischen Sprachkommission, den maßgeblichen sprachpflegerischen Gremien, die kodifikatorische Entscheidungen für das Obersorbische und Niedersorbische treffen.

29. 9. 2017 – Auftaktworkshop des Netzwerks historische Minderheitenforschung

20. 8. 2017 Lausitzer Regionalgeschichte im Web 2.0

19. 8. 2017 Das Sorbische Institut bei Łužyca im RBB

23.–25.11.2017: Internationale Konferenz in Bautzen

Reformation und Ethnizität. Sorben, Letten und Esten im 16. und 17. Jahrhundert
» Informationen

INFORMATIONSTAG BRANDENBURG.DIGITAL - Digitale Nachhaltigkeit am 13.9.2017 in Potsdam

Marie Skłodowska-Curie Actions

“Expression of Interest” for hosting Fellows

Band 63 der Schriften des Sorbischen Instituts erschienen

Michael Richter: Deutsche Parteien in der sorbischen Oberlausitz 1945–1953.
Die politische Entwicklung in den zweisprachigen Kreisen nach dem Zweiten Weltkrieg
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