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Visuelle Erinnerungskulturen. Sorbisches zwischen nationalem Anspruch und „Kitsch“

Welche Bezüge gibt es zwischen der Identität der Sorben, ihrer gemeinsamen Erinnerung und welche Rolle spielen dabei Bilder? Gegenstand der Studie sind Konstruktionen von Vergangenheit in den Bildmedien. Dabei sind die Motive die ikonografischen Symbolträger der Erinnerungskulturen. Sie dienen der identitätsstiftenden Bildpropaganda und produzieren zugleich Mythen. Es gilt diese zu kontextualisieren und wissenschaftlich zu dekonstruieren. Das Erinnern unterliegt einer Dynamik, die sich aus konkurrierenden Erinnerungsfeldern ergibt. Diesen Wechselwirkungen soll in verschiedenen Zeitschnitten nachgegangen werden. Für die Gegenwart wird die Frage der Neudefinition nationaler Identität mithilfe von Symbolen und nationalen Stereotypen zu stellen sein. Dabei soll dem Phänomen „Kitsch“ mit seinen gewollten und ungewollten Provokationen Rechnung getragen werden. Das Thema der Erinnerungskulturen geht über das Visuelle hinaus und steht auch im Fokus ähnlicher Diskussionen von Historikern und Kulturwissenschaftlern. Das interdisziplinäre Projekt der „Sorbische(n) Erinnerungsorte in der Moderne“ am Sorbischen Institut trägt dem Rechnung.

Projektbearbeiter: Dr. Maria Mirtschin

9.-11.6.2017 Jungakademisches Netzwerktreffen sorabistischer Forschung

Im Sommer treffen sich JungakademikerInnen sorabistischer Forschung in Bautzen.

Band 63 der Schriften des Sorbischen Instituts erschienen

Michael Richter: Deutsche Parteien in der sorbischen Oberlausitz 1945–1953.
Die politische Entwicklung in den zweisprachigen Kreisen nach dem Zweiten Weltkrieg
SORBISCHES INSTITUT - SERBSKI INSTITUT
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D-02625 Bautzen/Budyšin