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Weibliche Dämonen in der sorbischen Überlieferung


Im Bestand der dämonologischen Erzählungen aus der Ober- und Niederlausitz fällt ein überproportional großer Anteil weiblicher Sagengestalten auf, die typologische Ähnlichkeiten zu den über Leben und Tod entscheidenden Schicksalsfrauen oder Spintefrauen (Frau Holle, Percht) und der besonders im slawischen Kulturkreis verbreiteten Tödin aufweisen. Richard Beitls Auswertungen des ADV-Materials bestätigen eine Konzentration der "Mittagsfrau" in der Oberlausitz bzw. des Sichelweibs in der Niederlausitz (Untersuchungen zur Mythologie des Kindes, 1933). Analysiert werden die Erzählmotive in den Lausitzer Sagen und Märchen über die weiblichen Dämonen unter Berücksichtigung des jeweiligen sozio-kulturellen Kontextes, in den die Erzählungen eingebettet sind. Dabei wird der Prozess der Dämonisierung ebenso berücksichtigt wie gegenseitige Infiltration von christlichem Glauben und Popularmagie, deren Praxis bis in die Gegenwart beobachtet werden kann.

Projektbearbeiterin: Susanne Hose

2.12.2017 Tagung „Die Transformation der Lausitz ̍ nach der Kohle ̍ und die Sorben/Wenden“ in Cottbus

Neuerscheinung: Schriften des Sorbischen Instituts 64

Lubina Mahling "Um der Wenden Seelenheyl hochverdient ─ Reichsgraf Friedrich Caspar von Gersdorf"

24.10.2017: Stellenausschreibung - Abteilung Kulturwissenschaften

23.–25.11.2017: Internationale Konferenz in Bautzen

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