Minderheiten als Herausforderung für die Kulturforschung/Ethnologie Europas


Welchen Platz haben Minderheiten in der europäischen Kulturforschung? Welche Fragestellungen und welche Methoden sind hier präsent? Wer hat die Deutungshoheit und wie werden die Deutungseliten rekrutiert?
Das sind die zentralen Fragen, die im Projekt untersucht werden. Es wird vorrangig der aktuelle deutschsprachige Diskurs analysiert, wobei auch historische Entwicklungslinien und Tendenzen in Europa verfolgt werden. Das Projekt hat einen grundlegenden theoretischen Charakter, knüpft aber auch an die aktuelle politische Debatte an. In das Projekt fließen die Ergebnisse der Studie „Sorbische Kultur als ‚kleine Kultur‘“ (II.2. im Plan 2008), die zur Veröffentlichung vorbereitet werden.
In Kooperation mit der DGV-Arbeitsgruppe Sozialanthropologie Europas (Dr. Udo Mischek, Universität Göttingen) wird ein Sammelband für die Reihe „Hybride Welten“ vorbereitet. Der Band soll sowohl Texte vom DGV-Kongress in Halle (Oktober 2007) als auch weitere Forschungen umfassen. Dazu werden die Konzeption und die Einleitung erstellt.

Projektearbeiterin: Elka Tschernokoshewa