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Juli 2025
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Sehr geehrte Leserinnen und Leser -

cesćone cytarki a cytarje

Die Tätigkeit des Sorbischen Instituts ist vielfältig. Sie schafft und vermittelt beständig neues Wissen – schon ein Blick in die Rubrik Neuigkeiten auf unserer Homepage für die vergangenen Monate illustriert dies sehr gut: neue Projekte werden entwickelt, beantragt und im besten Fall mit finanzieller Förderung begonnen (z.B. DFG-Projekt zur Varnsdorfer Generation, Fußball-Tagung), die Digitalisierung des breit gefächerten sorbischen Kulturerbes wird konzipiert und schreitet voran (Wie kann man immaterielles Kulturerbe digitalisieren?, Niedersorbische Publizistik vollständig digital zugänglich,
Namen-Service deutlich erweitert), Revitalisierungsmaßnahmen werden entwickelt, begleitet und evaluiert (SROKA). Konferenzen erweitern den Horizont und sorgen für Erfahrungsaustausch (Europäische Minderheitensprachen, IKE-Werkstadt(t) der UNESCO 5, Sorbische Lebenswelten im digitalen Zeitalter), wobei auch das Wirken auf und die Beteiligung der „Community“ selbst nicht zu kurz kommen (Nacht der Bibliotheken, "Varnsdorfer" Briefe gesucht), die vielen Vorträge und regelmäßige universitäre Lehre (Sorabistische Lehrveranstaltung an der BTU) nicht zu vergessen. Da kann man nur hoffen, dass dieser Reichtum an Ideen und Energie noch lange erhalten bleibt.

Prof. Dr. Hauke Bartels
Institutsdirektor

Briefe „Varnsdorfer” Schülerinnen und Schüler gesucht!

Sorbische Kinder und Jugendliche, die in den Jahren 1945-1950 in der Tschechoslowakei zur Schule gingen, schrieben regelmäßig Briefe an Verwandte in der Lausitz. Das half ihnen, ihr Heimweh zu überstehen. Zugleich haben sie der Familie über das Leben und Lernen in Böhmen berichtet. Das Sorbische Institut in Bautzen sucht für ein Forschungsprojekt Briefe und weitere Dokumente (Poesiealben, Tagebücher, Zeugnisse, Fotos).

DFG-Projekt: Die Lebenswelten sorbischer Jugendlicher im deutsch-tschechischen Grenzgebiet nach 1945

Im neuen Forschungsprojekt beschäftigt sich Historikerin Dr. Jana Piňosová am Sorbischen Institut seit Jahresbeginn mit diesem bislang kaum erforschten Thema. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach den sozialen und kulturellen Bedingungen, unter denen die Jugendlichen lebten und lernten. Aber auch ihre individuellen Handlungsspielräume in einer Zeit tiefgreifender politischer und gesellschaftlicher Umbrüche werden untersucht.

Meilenstein: Niedersorbische Publizistik vollständig

Die niedersorbische Tageszeitung Nowy Casnik und ihre historischen Vorläufer seit 1848 sind nahezu komplett digitalisiert. Damit stehen 68 Jahrgänge und 3400 Einzelausgaben für die Korpusrecherche im Sprachportal niedersorbisch.de bereit. Ermöglicht wurde dies durch Förderung der VolkswagenStiftung im Projekt Integrated Digital Sorbian Studies.

SROKA: Sprachplanung für die niedersorbische Sprache

Die Projekthomepage SROKA www.sroka-plan.org begleitet ab sofort den Prozess der Sprachplanung für das Niedersorbische und ist Plattform für die interaktive öffentliche Beteiligung. Am 9. Juli traf sich die neue Strategiegruppe zum ersten Mal.

Niedersorbischer Namen-Service deutlich erweitert

Mit 50 neuen Namenerklärungen und 500 neuen Ortsnamen wurde der Namen-Service im Sprachportal niedersorbisch.de des Sorbischen Instituts erneut deutlich erweitert.

Zufällig entdeckt: Fragebogen zur Muka-Statistik

Das Buch Statistika Łužiskich Serbow von Arnošt Muka (Ernst Mucke) gehört zu den bedeutendsten sorbischen Büchern des 19. Jahrhunderts. Akribisch beschreibt Muka darin jede Kirchengemeinde in der zweisprachigen Nieder- und Oberlausitz. Er informiert über die Geschichte und das sorbische Leben in Kirche, Schule und Gesellschaft – und nennt konkrete Zahlen für jedes Dorf. Der Zufallsfund gewährt Einblicke in seine Vorgehensweise.

Social Media

Seit Mitte Januar veröffentlicht das Sorbische Institut Kurznachrichten auf Mastodon, vgl. mastodon.social/@serbskiinstitut, und auf Bluesky, vgl. serbskiinstitut.bsky.social.
Öffnungszeiten Lesesaal
Montag – Mittwoch: 9–16 Uhr
Donnerstag: 9–18 Uhr
Freitag geschlossen
biblioteka-archiw@serbski-institut.de
Telefon: 03591 4972-15 (Auskunft Lesesaal)

27. August

SI-Vortragsreihe

Sorbisches Institut Bautzen, Bahnhofstr. 6:
Im Netz der Sprachen und Schriften: Sorbisch-deutsche Drucke im Feld kultureller Interaktion
» Kurzbeschreibung und Blick ins Buch

4. September

Tagung

28 Black Arena, Sportpark Klagenfurt, Austria:
Defining, Interpreting and Comparing Small Worlds of Football: Identities, Events, Styles
» Tagungsseite

12. September

Podiumsgespräch

Wendisches Museum Cottbus, Mühlenstraße 12:
Wir sind uns alle nicht fremd. Zum Umgang mit Symbolik bei australischen Ureinwohnern und Lausitzer Sorben
Moderation: Christina Kliem, Fabian Jacobs » weiterlesen

30. September

Vortrag

Sorbisches Institut Cottbus/Chóśebuz, Schloßkirchplatz 2:
Referentin: Dr. Ruth Kircher, Europäisches Zentrum für Minderheitenfragen (in der Reihe „RegMje pśepšosyjo“)
» weitere Infos zeitnah unter www.serbski-institut.de

12.-14. November

Konferenz

Leibniz-Institut für Länderkunde, Schongauerstr. 9:
Difference and Belonging: Indigene und autochthone nationale Minderheiten in den sich wandelnden Regionen Europas » weiterlesen: www.serbski-institut.de

24. Oktober

Aktionstag

Sorbisches Institut Bautzen, Lesesaal der Sorbischen Zentralbibliothek, Bahnhofstr. 6:
Bundesweiter Tag der Bibliotheken 2025 für Schulklassen und Interessierte, u.a. mit Führung durch die Magazine
Anmeldung erbeten: Tel. 03591 4972-0 (Sekr.)

27. November

SI-Vortragsreihe

Bautzen, SAVE THE DATE:
öffentlicher Abendvortrag am Rande der jährlichen Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats
» weitere Infos demnächst unter www.serbski-institut.de

Immaterielles Kulturerbe braucht Begegnung

Wenn viele Menschen zusammenkommen, wird Erbe besonders lebendig. Das hat die IKE-Werkstadt(t) 2025: Wissen. Können. Weitergeben am 2. Juli an der BTU gezeigt.

Treffen: Sorabistischer akademischer Nachwuchs

Am 2./3. Mai war das Sorbische Institut erneut Gastgeber des Netzwerktreffens des sorabistischen akademischen Nachwuchses. Bereits zum fünften Mal tauschten sich junge Sorabistinnen und Sorabisten aus und diskutierten über ihre Forschungsvorhaben und Projekte.
Das Bild zeigt eine Hand, die zwei Blumenranken in der Hand hält. Die Kornblumen sind blau und das Innere der Ranken ist grün.

Sprachwettbewerb: SERBINIADA. Serbšćina zwjazuje - serbšćina zwězujo - Sorbisch verbindet

Am 30. April kamen in Bautzen Sorbisch lernende Schülerinnen und Schüler von zweisprachigen Oberschulen zu Sprachwettbewerben und Workshops rund um Kultur, Essen, Medien, Musik, Kunst und Sprachgemeinschaften zusammen.

Nacht der Bibliotheken

Am 4. April beteiligte sich die Sorbische Zentralbibliothek zum ersten Mal an der Nacht der Bibliotheken - mit einer Vernissage und Lesungen an ungewöhnlichen Orten.

Sorbische Lebenswelten im digitalen Zeitalter

Am 20./21. März fand in Cottbus/Chóśebuz das transdisziplinäre Forum zur digitalen Kultur der Sorben/Wenden statt. Thema waren die Auswirkungen der Digitalisierung auf die sorbische/wendische Kultur. Eine Messe präsentierte aktuelle digitale Werkzeuge.

Weitere Neuigkeiten und Berichte unter www.serbski-institut.de.

Dr. Jana Piňosová, Historikerin am Sorbischen Institut, wurde durch das Auswärtige Amt zum neuen Mitglied in der Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Historikerkommission ernannt. Die Ernennung erfolgte bereits im vergangenen Jahr. Die Kommission erforscht die Geschichte von Deutschen, Tschechen und Slowaken, insbesondere im 20. Jahrhundert. Sie arbeitet interdisziplinär und analysiert verbindende und trennende historische Erfahrungen. » weiterlesen
Der Historiker Dr. Friedrich Pollack, Abteilungsleiter Kulturwissenschaften am Sorbischen Institut, wurde - ebenfalls bereits im vergangenen Jahr - zum Mitglied der Historischen Kommission der Sächsischen Akademie der Wissenschaften ernannt.» weiterlesen
Der Ethnologe Dr. Fabian Jacobs ist als neues Mitglied in das Fachkomitee Immaterielles Kulturerbe der Deutschen UNESCO-Kommission für die Periode 2025/26 berufen worden. » weiterlesen

Research Fellows im Jahr 2025

  • Dr. Bartłomiej Szawulak, Politechnika Poznańska (Poznan University of Technology): Prototype of parallel text corpus for Polish and Lower Sorbian languages. New perspective on relations between the Polish and the Lower Sorbian language (Mai/Juni)
  • M.A. Till Jonas Umbach, Universität Siegen: Der sorbische Komponist Juro Mětšk - sein Leben in Bautzen. Teilhabe am öffentlichen und kulturellen Leben in Bautzen über die Jahrzehnte hinweg (Herbst)
  • Josepha Milazzo, PhD, Università di Corsica Pasquale Paoli: Als Geographin mit dem Schwerpunkt Rural Studies befasst sie sich mit den kritischen Herausforderungen, die Mobilität und Vielfalt für die Inklusion in europäischen Dörfern darstellen - mit Fokus auf der Lausitz. (Forschungsaufenthalt im Herbst)
Die Bewerbungsfrist für Forschungsstipendien am Sorbischen Institut im kommenden Jahr endet am 31. Oktober. » zur Ausschreibung
Rotes cover der Publikation "Deutsch-obersorbisches Wörterbuch neuer Lexik"

Deutsch-obersorbisches Wörterbuch neuer Lexik

Autorinnen: Anja Pohontsch, Jana Schulz
Hrsg. Sorbisches Institut

Domowina-Verlag GmbH
204 S. / Hardcover

ISBN: 978-3-7420-2012-3
Preis: 16,90 Euro
Erscheinungsjahr: 2025

Neu im SI-Blog (in der Reihe Geschichte machen / Stawizny tworić):

in: Lausitz – Łužica – Łužyca. Aspekte der Beziehungs- und Verflechtungsgeschichte einer zentraleuropäischen Brückenlandschaft. URL: https://lausitz.hypotheses.org/
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Sorbisches Institut e. V.
Prof. Dr. Hauke Bartels
Madlen Domaschke (Redaktion)
Bahnhofstr. 6
D-02625 Bautzen
Tel.: +49 3591 4972-0
Fax: +49 3591 4972-14
si@serbski-institut.de
Zweigstelle für niedersorbische Forschungen
August-Bebel-Straße 82
D-03046 Cottbus
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Fax: +49 355 485 764-94
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Abteilung für Regionalentwicklung und Minderheitenschutz
Schloßkirchplatz 2
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