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November 2025
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Sehr geehrte Leserinnen und Leser - cesćone cytarki a cytarje,

vor gut zwei Jahren habe ich an dieser Stelle auf die stetig zunehmende Bedeutung digitaler Publikationen hingewiesen. Die akademische Publikationslandschaft entwickelt sich seit Jahren rasant, und zwar nicht nur in Richtung Digitalität, sondern auch im Sinne einer Open Access-Strategie, also mit dem Ziel, Wissen(sressourcen) möglichst frei und für alle zugänglich zu machen. Das Sorbische Institut ist hier seit vielen Jahren gut aufgestellt mit seinen Sprach- und Wissensportalen im Internet (siehe Links ganz unten), der schon seit 2017 als PDF-Ausgaben auch frei verfügbaren Kleinen Reihe und dem seit 2023 online und frei erscheinenden Lětopis. Jetzt konnten wir gemeinsam mit der SLUB Dresden, die auch den Lětopis hostet, diese Publikationspolitik über einen neuen Publikationsserver auch technisch zukunftssicher machen (siehe nächste Mitteilung). Wir werden diesen Weg konsequent weiterverfolgen.

Prof. Dr. Hauke Bartels
Institutsdirektor

Open Access: Zwei Schriftenreihen frei verfügbar

Ab sofort veröffentlicht das Sorbische Institut seine Kleine Reihe und die Sorabistischen Arbeitspapiere auf dem neuen Publikationsserver Qucosa. Bis jetzt sind zwölf Ausgaben der Kleinen Reihe und alle neun Sorabistischen Arbeitspapiere unter open-access-Bedingungen für jedermann (mit eigener DOI) frei verfügbar.

Sorbisches Kulturregister

Am 20. November veröffentlichte das Sorbische Institut die zweite, aktualisierte Fassung des Konzepts für das Sorbische Kulturregister, das im Vortrag am 27. November vorgestellt wird (siehe "Termine"). » Weiterlesen

Lebendiges Kulturerbe der Niederlausitz sichtbar

Zampern, Spreewaldkähne oder Hof- und Flurnamen – sorbische/wendische Bräuche, regionale Handwerkstechniken und überlieferte Erzählungen werden seit Generationen weitergegeben. Nun ist das lebendige Kulturerbe der Niederlausitz im Wissensportal SORABICON sichtbar (Beta-Version).
Das Bild zeigt eine Hand, die zwei Blumenranken in der Hand hält. Die Kornblumen sind blau und das Innere der Ranken ist grün.

Neue "Sprachecken" im Sprachportal obersorbisch.de

Web-Icon für die Sprachecken im Sprachportal: Schriftzug "Rěčne kućiki" vor weiß-hellblauem Hintergrund, auf dem sorbische Wörter zu sehen sind
Die kurzweiligen, aus dem sorbischen Rundfunk bekannten sprachkulturellen Beiträge des Vorjahres sind nun aufgearbeitet und durchsuchbar im Sprachportal obersorbisch.de. In den "Rěčne kućiki" (Sprachecken) beraten SI-Sprachwissenschaftlerinnen zu praktischen Fragen der Alltagssprache.

Verwaltungsinformationen jetzt auch auf Niedersorbisch

Seit Juli stehen ausgewählte Verwaltungsleistungen auf dem zentralen Landesserviceportal service.brandenburg.de auch in niedersorbischer Sprache zur Verfügung. Möglich wurde das durch die Übersetzungsleistung eines Mitarbeiters des Sorbischen Instituts.
Öffnungszeiten Lesesaal
Montag – Mittwoch: 9–16 Uhr
Donnerstag: 9–18 Uhr
Freitag geschlossen
biblioteka-archiw@serbski-institut.de
Telefon: 03591 4972-15 (Auskunft Lesesaal)

noch bis 31.12.2025

Ausstellung

Sorbisches Institut Bautzen, Bahnhofstr. 6, Foyer:
Kabinettausstellung zur Tätigkeit des Lusatia-Verlages Der 1992 gegründete Verlag spielte eine zentrale Rolle in der sorbischen Literatur- und Kulturgeschichte.
» Ausstellungsseite

25. November

Beratung

Sorbisches Institut, Regionalentwicklung und Minderheitenschutz, Schloßkirchplatz 2, Cottbus/Chóśebuz:
Treffen der Strategiegruppe "Sprachplanung für das Niedersorbische"
» Veranstaltungsseite (mit Anmeldung)

27. November

SI-Vortragsreihe

Sorbisches Museum, Ortenburg 3, 02625 Bautzen:
Die Zukunft des sorbischen Kulturerbes. Was ist und warum brauchen wir ein digitales Kulturregister?
» Veranstaltungsseite

15./16. Dezember

Konferenz

Sächsische Akademie der Wissenschaften, Leipzig:
DIKUSA Projektabschluss: Digitale Kulturdaten in Sachsen
Als einer von sieben Projektpartnern präsentiert das SI die Ergebnisse des Teilprojekts "Sorbische Kulturdenkmale in Sachsen" » Veranstaltungsseite (mit Anmeldung)

Mehrsprachigkeit = Mehrgewinn. Sprachpflege im Alltag

Sprachwissenschaftlerin Dr. Jana Schulz stellte am 7. November im friesischen Bredstedt praktische Beispiele aus der mehrsprachigen Bildungsarbeit der Lausitzer Sorben vor. Sie wies auf Parallelen zwischen der Situation der Sorben und der Friesen hin und benannte Maßnahmen, wie sich beide Minderheitensprachen im schulischen Alltag etablieren können.

Delan – Delanowa – Delanec. Über sorbische Namen

Über die Besonderheiten der sorbischen Familiennamen sprach Dr. Anja Pohontsch, SI-Sprachwissenschaftlerin, am 17. Oktober in Dresden vor sächsischen Standesbeamtinnen und Standesbeamten.
Grafik mit einer Familie mit zwei Kindern und Beschriftungen, wer wie nach dem neuen Namensrecht richtig auf Sorbisch heißt

Schweizer Ethnografen besuchen die sorbische Lausitz

Impression aus dem Tanzhaus Lausitz in Cottbus
Ende September besuchten Ethnografen aus der Schweiz unter der Leitung von Paul Wicke die Lausitz, um mehr über die Geschichte der Sorben, die aktuellen Herausforderungen und Zukunftsaussichten zu erfahren.

Journalisten informieren sich über Vorlesefunktion

Am 18. September informierte sich eine Gruppe von rund zehn ehemaligen Journalistinnen und Journalisten des Deutschen Journalistenverbandes Sachsen am Sorbischen Institut über die Vorlesefunktion für die ober- und niedersorbische Sprache. Zugleich erfuhren die Gäste aus ganz Sachsen mehr über die Tätigkeit der Forschungseinrichtung mit Sitz in Bautzen und zwei Standorten in Cottbus/Chóśebuz. Nach Bautzen eingeladen hat der ehemalige Redakteur der Serbske Nowiny, Axel Arlt.

Sorbisches Institut zum Tag des offenen Denkmals

Erstmals öffnete das SI seine Türen zum Tag des offenen Denkmals am 14. September und bot zwei Führungen durch die Sorbische Zentralbibliothek und das Sorbische Kulturarchiv an.

Domoj-Stipendiat zum Sprachpraktikum am SI

Marco Di Sarno, einer von zwölf Teilnehmenden des neunmonatigen Obersorbisch-Intensiv-Kurses (Domoj) im "Sprachnest" in Großsärchen, berichtet auf Sorbisch über seine drei Wochen am Sorbischen Institut.

Workshop: Varnsdorfer Generation

Ende September fand im Rahmen des DFG-Projekts "Ausbildung sorbischer Jugendlicher im tschechischen Grenzgebiet 1945-1950" ein Workshop mit Kooperationspartnern aus Tschechien und Deutschland in Bautzen statt mit anschließender Exkursion nach Varnsdorf.

Small Worlds of Football

Sportsoziologe Dr. Kristian Naglo berichtet über eine Tagung am 4. September in Klagenfurt, die er im Rahmen des Projekts „Sorbischer Fußball“: Aushandlung kultureller Diversität in sozialen Freizeitwelten im lokalen, nationalen und europäischen Kontext mitorganisierte.
Frauenmannschaft der Sorben nach dem Spiel bei der Europeada 2024

Sorbisches Institut beim Niedersorbisch-Kompaktkurs

Auch in diesem Sommer beteiligten sich Beschäftigte der beiden Cottbuser Zweigstellen am einwöchigen Niedersorbisch-Kompaktkurs der Schule für niedersorbische Sprache und Kultur.

Internationaler Slawistenkongress in Paris

Vom 25.-30. August beteiligten sich drei Sprachwissenschaftler des Sorbischen Instituts mit Vorträgen am internationalen Slawistenkogress, der alle fünf Jahre stattfindet, diesmal in Paris. - Einen ausführlichen Bericht von apl. Prof. Dr. Thomas Menzel können Sie in der Oktober-Ausgabe der sorbischen Kulturzeitschrift Rozhlad nachlesen.

Workshop in Bochum: "Zwischen Erbe und Zukunft"

Um Methoden der vergleichenden Heritage-Language-Forschung ging es in einem Workshop am 10./11. Juli in Bochum, zu dem das Team des DFG-Projekts „Heritage Languages im Vergleich: Obersorbisch und Polnisch in Deutschland“ eingeladen hat.

Weitere Neuigkeiten und Berichte unter www.serbski-institut.de.

Einen Überblick über neun aktuelle Dissertationsvorhaben und Habilitationsprojekte am beziehungsweise mit Beteiligung des Sorbischen Instituts gibt eine neue Seite auf der SI-Homepage. » weiterlesen

Universitäre Lehre im Wintersemester 2025/26

  • Prof. Hauke Bartels (SI/TUD): Sprachwissenschaft in und für Minderheitensprachen (am Beispiel des Sorbischen) - Seminar mit Exkursion nach Cottbus/Chóśebuz an der TU Dresden
  • Dr. Lenka Scholze (SI): Grammatischer und lexikalischer Sprachkontakt in der Slavia, insbesondere im Obersorbischen - Seminar an der TU Dresden
  • Anca Claudia Prodan Ph.D. (SI/BTU): What Material Culture? Exploring New Materialism in Theory and Practice - Seminar mit Vorlesung an der BTU Cottbus-Senftenberg (Kooperation mit dem Wendischen Museum Cottbus)
  • Lubina Malinkowa (SI/UL): "Zawod do sorabistiki" (Einführung in die Sorabistik) - Seminar an der Universität Leipzig
  • Lubina Malinkowa (SI/UL): "Zawod do literarnych a kulturnych wědomosćow" (Einführung in die Literatur- und Kulturwissenschaften) - Übung an der Universität Leipzig

Neuerscheinungen

Titelseite Heft 9
Sprachräume als Dimensionen des Sprachgebrauchs. Entwurf eines theoretischen Konzepts zur Analyse niedersorbischer Sprachräume

Autor:innen: Julija Běrinkowa, Lutz Laschweski
Hrsg. Sorbisches Institut (Sorabistisches Arbeitspapier 9)
48 Seiten / A4-Broschur
DOI: https://doi.org/10.59195/2025.22
Logo des sorabistischen online-Fachjournals "Lětopis"

Rezension

Cover der Publikation "Sorbische Geigen | Serbske husle" (erschienen als Band 36 in der Kleinen Reihe des Sorbischen Instituts)
Lubomír Tyllner: Petr Ch. Kalina: Sorbische Geigen. Serbske husle; veröffentlicht in: om. hudební revue [opus musicum] 3/2025, S. 90-93, Brünn (Tschechische Republik); online abrufbar: https://opusmusicum.cz/petr-ch-kalina-sorbische-geigen-serbske-husle/, veröffentlicht am 9.10.2025.

Erscheint in Kürze

  • Klaus-Dieter Gansleweit: Die Flurnamen im Gebiet des Klosters Neuzelle (Schriftenreihe des Sorbischen Instituts, Band 72)
  • Marleen Schindler: Ins Herz gesungen. Herrnhutische Wundenmystik in deutschen und sorbischen Liedern der 1740er Jahre (Kleine Reihe des Sorbischen Instituts, Heft 39)
  • Sönke Friedreich / Theresa Jacobs / Ines Keller (Hg.): Folklorezentren in der DDR. Dokumentation, Erforschung und Inwertsetzung kulturellen Erbes im Sozialismus (Kleine Reihe des Sorbischen Instituts, Heft 40)

Sorabistische Arbeitspapiere, Heft 10+11:

  • Anastasija Kostiučenko: Best Practice für die Niederlausitz? Internationale Erfahrungen, Methoden und Ansätze zur Revitalisierung bedrohter Sprachen
  • Anca Prodan: Lebenswelten im digitalen Zeitalter (Arbeitstitel; Konferenzbericht)
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Sorbisches Institut e.V.
Prof. Dr. Hauke Bartels
Madlen Domaschke
(Redaktion)
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Schloßkirchplatz 2
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