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In Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) wurde in die Webseite des Sorbischen Instituts eine Vorlesefunktion für Deutsch implementiert. Leider ist eine entsprechende Technologie für die beiden sorbischen Schriftsprachen nicht verfügbar. Das Sorbische Institut ist sich dieser Problematik bewusst und sondiert zurzeit mit Partnern die Entwicklung einer entsprechenden Software. Außerdem bereiten sorbische Ausdrücke in deutschem Text der deutschen Vorlesefunktion erkennbar Schwierigkeiten. Wir bitten dafür um Verständnis, da wir nicht allein aus diesem Grund auf die sorbischen Ausdrücke verzichten möchten.

Die oben genannte Maßnahme wurde finanziert aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

AKTUELLES


Veranstaltungen

31.5.2019‎, 13-18 UhrAbschlusskonferenz des Projekts Sorbische Sprache(n): Revitalisierungsversuche in verschiedenen politischen Systemen Haus der Sorben in Bautzen, Saal
14.-16.6.20192. Sorabistisches Nachwuchsforschertreffen Sorbisches Institut

Pressemeldungen



6.12.2018 – Der erste Newsletter des Sorbischen Instituts erscheint

Das Sorbische Institut bereitet derzeit seinen ersten Newsletter vor. Neben den bisherigen regelmäßigen Pressemeldungen informiert dann auch der mehrsprachige Newsletter über Forschungen und Projekte am Haus, ausgewählte Veranstaltungen und Neuerscheinungen sowie über Interessantes aus Bibliothek und Archiv. In Zukunft erhalten Sie den Wokolnik etwa zwei- bis dreimal jährlich. Ein Wokolnik-Archiv wird auf der Webseite zugänglich sein. Interessenten, die den Newsletter erhalten wollen, können sich dafür ab sofort auf unserer Webseite anmelden . Eine Abmeldung ist jederzeit möglich. Die erste Ausgabe erscheint noch im Dezember.
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29.11.2018, 14 Uhr: Einladung zum öffentlichen Vortrag von Prof. Dr. Žanna Nekraševič-Karotkaja, Belarussische Staatliche Universität Minsk / Universität Passau

"Historische Identitätsfigurationen in den lateinischen Epen des 16. Jahrhunderts: Johannes Mylius – Ioannes Radvanus – Caspar Peucer – Ioannes Bocatius"

Unter dem Einfluss von Renaissance und Humanismus erlebte die lateinische Epik im 15. und 16. Jahrhundert in ganz Europa eine beachtliche Blütezeit, die auch Lausitzer Schriftsteller und Gelehrte stark beeinflusste. In der allgemeinen Literaturwissenschaft stehen diese frühneuzeitlichen Werke jedoch bisweilen noch immer im Schatten der antiken Meisterstücke Vergils und anderer Klassiker.
In ihrem Vortrag widmet sich die Philologin Žanna Nekraševič-Karotkaja der lateinischen Renaissanceliteratur Ostmitteleuropas, deren literarische Originalität und historische Bedeutung sie anhand ausgewählter Beispiele veranschaulicht.
In den Mittelpunkt rücken dabei auch zwei Autoren mit engen biografischen Bezügen in die sorbische Lausitz: der Universalgelehrte Caspar Peucer (1525–1602) aus Bautzen sowie dessen Schüler, der „gekrönte Dichter“ Johannes Bocatius (1569–1621) aus Vetschau. Ihnen gegenüber stellt die Referentin die beiden humanistischen Autoren Johannes Mylius (1533–1584) und Ioannes Radvanus († 1592) aus Litauen.

(Der Vortrag wird in deutscher Sprache gehalten.)

Ort: Saal des Sorbischen Instituts, Bautzen
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29.10.2018 – Personalzuwachs in der Abteilung Kulturwissenschaften & Band 66 der Schriften des Sorbischen Instituts

Die Abteilung Kulturwissenschaften am Sorbischen Institut/Serbski institut hat seit dem 1. Oktober 2018 zwei neue Mitarbeiter: Die Archäologin Katharina Schmeiduch widmet sich in ihrer Dissertation tönernden Rasseln der Lausitzer Kultur in Deutschland und Polen. Diese Geräusch­instrumente finden sich vornehmlich in Gräbern der Bronze- und Eisenzeit. Sie verstärkt das Team in Cottbus.
Der Ethnologe Dr. Robert Lorenz ist ebenfalls seit dem 1. Oktober 2018 in Bautzen tätig. Seine Dissertation wurde in der Schriftenreihe des Instituts als "Schlesische Metamorphosen. Ethnografie Görlitzer Identitäten nach 1990 " veröffentlicht und beschäftigt sich mit dem “Schlesischen Revival” in Görlitz und an der Neiße in den 1990er Jahren. Interviews mit den damaligen AkteurInnen stehen neben Beobachtungen bei Volksfesten, Heimatabenden und Fußballspielen und werden mit historischem Material zur Geschichte von Görlitz und der östlichen Oberlausitz ins Verhältnis gesetzt. Im Ergebnis verdeutlicht der Text, wie eine Identitätserzählung gesellschaftliche Akzeptanz und politische Wirkmacht erlangen kann. Lorenz zeigt aber auch auf, wie sie dabei auf an den konkreten Ort gebundene Vorstellungen eingeht, diese in sich aufnimmt und sie dadurch regionale Spezifik erhält. Eine Buchvorstellung findet am 8.11.2018 um 19:30 Uhr in der Smolerschen Verlagsbuchhandlung in Bautzen statt. In seinem neuen Forschungsprojekt widmet sich Lorenz der Konstruktion sorbischer Identität im Stadt-Land-Spannungsfeld unter aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen.
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23.10.2018 – Sprachkulturelle Beiträge zum Obersorbischen auf neuem Sprachportal

Die sprachwissenschaftliche Abteilung des Sorbischen Instituts hat unter www.obersorbisch.de ein neues Internetportal eingerichtet, das Informationsressourcen zur obersorbischen Sprache anbieten soll. Als erstes Modul werden die sprachkulturellen Beiträge veröffentlicht, die seit 2002 im sorbischen Rundfunk des MDR unter der Rubrik „Rěčny kućik“ (deutsch: Sprachecke) ausgestrahlt werden und seit November 2004 chronologisch geordnet auf der Internetseite des Sorbischen Rundfunks des MDR nachzulesen sind. Auf dem neuen Portal kann man man die Beiträge nun gezielt nach Überschriften, thematischen Gruppen und Schlagwörtern durchsuchen. So findet man leicht einen passenden Beitrag zu einem konkreten Sprachproblem – sei es eine gute Entsprechung für ein neues deutsches Wort, eine Redewendung oder die richtige grammatische Form. Das Angebot vervollständigen Informationen in deutscher und sorbischer Sprache zur Geschichte der Sprachberatung im Obersorbischen sowie zum Anliegen der hier veröffentlichten Beiträge. Die präsentierten „Sprachecken“-Texte selbst gibt es ausschließlich in obersorbischer Sprache.
Neben dem ersten Modul findet man eine Sammlung von Links auf schon bestehende, im Sorbischen Institut oder mit seiner Beteiligung erarbeitete Sprachressourcen, wie das digitale phraseologische Wörterbuch oder die bekannte Seite soblex.de ...
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24.10.2018 Öffentlicher Vortrag von Dr. Fabian Kaulfürst

"Die Tondateien zum Deutsch-niedersorbischen Wörterbuch als Grundlage für die Auseinandersetzung mit der niedersorbischen Orthoepie"

19 Uhr, Bastei des Sorbischen National-Ensembles, Bautzen
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8.10.2018 – Natur und Minderheit: I. Workshop des Projekts „Sorbische Lausitz – (T)Räume einer nationalen Minderheit von 1918 bis heute“

Am Sorbischen Institut Bautzen findet am 11. und 12.10.2018 der erste Workshop des Projekts „Sorbische Lausitz – (T)Räume einer nationalen Minderheit von 1918 bis heute“ statt. Das Projekt, das vom Sächsischen Staats­ministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen des Programms Geisteswissenschaften 2018–2020 unter dem Schwerpunkt „1918 – Chiffre für Umbruch und Aufbruch“ gefördert wird, setzt sich zum Ziel, die natur­räumliche Dimension der Kategorie der nationalen Minderheit historisch und sozialwissenschaftlich zu beleuchten.
Im Zentrum des Workshops stehen theoretische und methodische Fragen, die sich bei der Analyse des Diskurses um die „Sorbische Lausitz” ergeben. Das methodische Arbeiten, bei dem der Begriff der Minderheit sowie die Frage, wie die Methoden der politischen Ökologie für die Erforschung der Minderheit fruchtbar gemacht werden können, wird durch Vorträge zur sorbischen Ökoliteratur und zu gesellschaftlichen Naturverhältnissen der heutigen Lausitz sowie eine Exkursion ergänzt. Auf Einladung der ProjektbearbeiterInnen, Dr. Jana Piňosová und Marcel Langer, werden VertreterInnen der historischen Minderheitenforschung, der Umweltgeschichte, der Umwelt­soziologie, der Sozialgeographie sowie der Literaturwissenschaft gemeinsam diskutieren.
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23.08.2018 – Niedersorbische Bibel online

Die Zweigstelle Cottbus des Sorbischen Instituts hat auf ihrem Internetportal dolnoserbski.de den Text der niedersorbischen Bibel von 1868 veröffentlicht. Die bisher einzige Gesamtedition der Heiligen Schrift – des Alten und Neuen Testaments – in dieser Sprache ist somit anlässlich des 150. Jubiläums des Sprachdenkmals allgemein zugänglich. Die jetzt vorliegende digitale Edition stellt den Text nicht nur in originaler Orthografie, sondern auch in heutiger Rechtschreibung bereit. Die modernisierte Version hat Institutsmitarbeiter Dr. Fabian Kaulfürst erarbeitet. Für die Präsentation der ursprünglichen Version hat sein Kollege Marcin Szczepański eine Computerschrift erstellt, die mit dem Zeichensatz der gedruckten Erstausgabe übereinstimmt. Er war überdies für Datenverarbeitung, Seitenkonzeption und Programmierung verantwortlich. Auf der Internetseite können NutzerInnen konkrete Bücher, Kapitel und Bibelverse auswählen und so den Text wie in einem gedruckten Buch lesen. Darüber hinaus stellen die unter dem Menüpunkt »Informationen« eingehend beschriebenen umfangreichen Suchfunktionen eine praktische Hilfe für die zukünftigen NutzerInnen dar.

Grundlage des neuen Angebots bildet die Abschrift der gedruckten Bibelausgabe. Diese hatte das Sorbische Institut bereits 2005 für sein digitales Textkorpus erstellen lassen. Die notwendige Korrektur des Transkripts hat das Sorbische Institut in Kooperation mit Freiwilligen des Vereins zur Förderung der wendischen Sprache in der Kirche e. V. organisiert. Der Verein finanzierte zusätzlich die Abschrift der Bibelquerverweise, die bei der Erstdigitalisierung ausgenommen waren.

Zur Niedersorbischen Bibel klicken Sie hier .XX
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4.09.2018 – Wertvolle Büchersammlung zur Zeitgeschichte des „Krabat“ Johann von Schadowitz an die Sorbische Zentralbibliothek übergeben

Seit dem 16.8.2018 ist die Sorbische Zentralbibliothek am Sorbischen Institut um einige historische Bücher reicher. Sie erhielt eine Schenkung von Ingrid Kalensee aus Mannheim. Nach der Wiedervereinigung entdeckte Frau Kalensee durch ihre Beschäftigung mit der Krabat-Sage die Oberlausitz, die sie häufig besuchte. Viele Jahre recherchierte sie zur Person des Johann von Schadowitz, dem historischen Vorbild für den Krabat. Ihre Studien zum Thema veröffentlichte sie 2015 unter dem Titel „Krabat und Schadowitz“. In diesem Zusammenhang entstand auch der Kontakt zum Genealogen Hans Jürgen Schröter. Herr Schröter selbst forscht seit mehreren Jahren zu Biographie und Lebenswelt von Janko Šajatović – Johann von Schadowitz und war maßgeblich an der Krabat-Ausstellung im Sorbischen Museum in Bautzen (2017/18) beteiligt. Durch seine Vermittlung kam die Schenkung an das Sorbische Institut zustande. Auch im Sorbischen Institut widmete man sich in den vergangenen Jahren dieser Thematik. Die Ergebnisse publizierte Dr. Susanne Hose 2013 in ihrem Buch “Erzählen über Krabat. Märchen, Mythos und Magie”.

Die nun erhaltene Sammlung setzt sich aus antiquarischen Werken vor allem zur sächsischen und wettinischen Regierungsgeschichte und Lusatica zusammen. Die älteste Position datiert auf die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts, während die weiteren Werke im 18. und 19. Jahrhundert publiziert wurden. Die Sammlung wird geschlossen unter der Provenienz „Krabat – Sammlung Kalensee“ in den Bibliotheksbestand übernommen.

Die Sammlung umfasst u.a. folgende Werke:
  • ‎Des Codici Augusti oder neuvermehrtes Coporis Juris saxonii, 1563
  • Curiöse Spekulationes bei schlaflosen Nächten, 1707
  • Gloriosa Electorum Ducum Saxoniae Busta, oder derer Durchlauchtigsten und hochgebohrnen Churfürsten und Herzöge zu Sachsen Leichen-Grüffte, 1728
  • Historische Handbibliothek für Erb-Beamte fürstlich-sächsische Provinz
  • Kern der Geschichte des churfürstlichen Hauses zu Sachsen, 1753
  • Staatsrecht und Statistik des Churfürstenthums Sachsen und der dabey befindlichen Lande, 1787
  • Der sächsische Patriot, 1770
  • Statistik der Militärgrenze des österreichischen Kaiserthums – Festschrift zur 800 jährigen Jubelfeier des Hauses Wettin, 1817
  • Versuch einer Geschichte von Krain und der übrigen südlichen Slaven Österreichs, von Anton Linhart …, 1788, 1796 (Reprint)
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15.08.2018 – Slawistenkongress in Belgrad mit sorbischer Beteiligung

Vom 20. bis zum 27. August 2018 findet in Belgrad (Serbien) der XVI. Internationale Slawistenkongress statt, an dem auch drei Sprachwissenschaftler des Sorbischen Instituts Bautzen teilnehmen. Frau Dr. Jana Schulz, Mitglied der Kommission für slawische Schriftsprachen beim Internationalen Slawistenkomitee (ISK), referiert über sorbische Sprachenpolitik und Probleme der Implementierung theoretischer Konzepte. Frau Dr. Anja Pohontsch hält als Mitglied der Kommission für slawistische linguistische Bibliografie beim ISK einen Vortrag über die Einbindung der Sorbischen Bibliografie in andere digitale Informationssysteme und PD Dr. Thomas Menzel spricht über die Komplexität flektivischer Strukturen im Ober- und Niedersorbischen. Alle drei Vorträge werden in sorbischer Sprache gehalten.

Bereits im Jahr 1955 wurde in Belgrad das Internationale Slawistenkomitee gegründet, dessen Hauptziel auch heute noch in der Förderung internationaler Kooperationen von Slawisten besteht. Einer seiner zentralen Aufgaben ist die Organisation von Kongressen im fünfjährigen Turnus sowie die Unterstützung der dem Slawistenkomitee zugeordneten wissenschaftlichen Kommissionen. Die regelmäßig stattfindenden Arbeitstreffen und Konferenzen der Kommissionen als auch die Kongresse dienen dem wissenschaftlichen Austausch und fördern die Vernetzung der Slawistik auf internationaler Ebene.

Zur Kongressseite klickne Sie hier .
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02.08.2018 – Kleine Reihe „Nationale Minderheit, Volksgruppe, Volk, Sprachminderheit, ethnische Minderheit oder was? Versuch einer juristischen Begriffsklärung“ erschienen

In der gegenwärtigen Rechtssprache Deutschlands und in Staaten oder Regionen mit deutscher Amtssprache findet man unterschiedliche Bezeichnungen für Gruppen, die durch das Rahmenübereinkommen des Europarates zum Schutz nationaler Minderheiten geschützt sind, z. B. nationale Minderheit, ethnische Minderheit, Sprachminderheit, Volksgruppe, Volk, Nationalität. Aus juristischer Sicht ist zu fragen, ob diese Bezeichnungen verschiedene Ausdrucksformen für »nationale Minderheit« sein sollen bzw. Teilgruppen der Obergruppe »nationale Minderheiten« bezeichnen, oder aber, ob mit ihnen eine Abgrenzung voneinander angestrebt wird, sodass die Verwendung einer anderen Bezeichnung als »nationale Minderheit« bedeutet, dass eine Vorschrift, die explizit »nationale Minderheiten« zum Gegenstand hat, nicht auf Gruppen mit einer anderen Bezeichnung anzuwenden ist.
Der Autor analysiert die verschiedenen im Recht und in der Rechtsanwendung auf nationaler bzw. internationaler Ebene verwendeten Begriffe, wobei neben dem deutschen Bundesrecht auch landesrechtliche Vorschriften sowie der Sprachgebrauch der Angehörigen der nationalen Minderheiten und ihrer Verbände sowie wissenschaftlicher Autoren der verschiedenen Disziplinen einbezogen werden. Nach einer Bewertung der Sachlage werden Empfehlungen für eine einheitliche Begrifflichkeit ausgesprochen.

Dr. Detlev Rein, der Autor vorliegender Broschüre, gilt als ausgewiesener Experte auf dem Gebiet des Minderheitenrechts. Zwischen 2000 und 2013 war er als Referatsleiter im Bundesministerium des Innern für Minderheitenrecht und Minderheitenpolitik zuständig.xx
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12.07.2018 – 21. Internationaler Sommerkurs für sorbische Sprache und Kultur startet am Wochenende in Bautzen

Am Sorbischen Institut in Bautzen findet vom 13. 7. bis 28. 7. 2018 der 21. Sommerkurs für sorbische Sprache und Kultur statt. Angemeldet haben sich insgesamt 47 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 13 Ländern. Das größte Interesse weckte das Angebot offenbar in Tschechien, von dort stammen – unter anderem auf Initiative des dortigen Vereins der Freunde der Sorben – 15 Kursanten. Die weiteste Anreise nehmen wohl drei US-Amerikaner und ein Japaner auf sich. Der im Zweijahresrhythmus angebotene Kurs bietet neben täglichem Sprachunterricht in fünf Leistungsgruppen und Konversation ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, kulturellen Veranstaltungen und Exkursionen. Letztere führen dieses Jahr in die Region um Schleife sowie in die katholischen Dörfer rund um das Kloster St. Marienstern.

Die Motive der Kursanten für die Teilnahme sind unterschiedlich: Einige beschäftigen sich professionell mit (slawischen) Sprachen, andere haben ihre familiären Wurzeln wiederentdeckt oder eine sorbische Freundin gefunden.

Für den Veranstalter ist der Kurs eine Chance, wissenschaftlichen Nachwuchs für die sorabistische Forschung zu gewinnen. Einige ehemalige Kursteilnehmer sind heute aus dem Lausitzer Alltag kaum wegzudenken. Sie sind nicht nur als kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an sorbischen Institutionen begehrt, sondern forschen und lehren auch außerhalb der Lausitz an Universitäten in aller Welt und sind somit Multiplikatoren, die international Interesse für die Sorben und die Sorabistik wecken.

Erstmals kann dieses Jahr drei Kursanten ein Stipendium und damit die kostenfreie Teilnahme am Kurs gewährt werden. Gestiftet hat dies ein ehemaliger Teilnehmer aus den USA, der Nachfahre sorbischer Auswanderer ist. Die Stipendiaten kommen aus der Ukraine, aus Tschechien und Serbien.

Kontakt und Anmeldung:

Weitere Informationen auf der Website des Sorbischen Instituts (https://www.serbski-institut.de/de/kurs/ bzw. https://www.serbski-institut.de/de/Geschichte/ ) sowie persönlich von Dr. Fabian Kaulfürst (fabian.kaulfuerst@serbski-institut.de)
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Quelle: SKA

26.6.2018 – Eine phantasieanregende Webanwendung auf Grundlage volkskundlicher Fotografien aus dem Bildarchiv des Sorbischen Instituts

Unter dem Titel "Mittagsfrau", der bekannten sorbischen Sagengestalt, deren todbringende Kraft nur mit dem Erzählen von Geschichten abgewendet werden kann, präsentierten Dr. Sophia Manns-Süßbrich und Martin Czygan aus Leipzig ihre beim Kulturhackathon "Coding Da Vinci Ost" entstandene Webanwendung . Grundlage sind historische Fotografien zu den Themen Flachs, Weben und Spinnen aus dem Fotoarchiv des Sorbischen Kulturarchivs am Sorbischen Institut in Bautzen. Zwei Monate hatten InteressentInnen Zeit, sich von den Datenpaketen verschiedener Kulturinstitutionen inspirieren zu lassen und daraus eine Webanwendung zu entwickeln. In der „Virtuellen Mittagsfrau“ werden per Zufallsgenerator drei Bilder aus der ca. 100 Bilder umfassenden Sammlung als Inspiration ausgewählt. Dann kann der Phantasie freien Lauf gelassen werden, indem zu den Bildern individuelle Geschichten verfasst werden. Diese können nur für den privaten Gebrauch entstehen oder aber für alle zum Lesen in Deutsch, Ober- und/oder Niedersorbisch direkt in der Anwendung eingetragen werden.
Für diese Idee und die Umsetzung erhielt das Projektteam am 16. Juni 2018 in der Universitätsbibliothek Leipzig den Preis in der Kategorie „out of competition“. Alle Ergebnisse des Kulturhackathons – vom Quellcode bis zu Bildern – sollen unter freien Lizenzen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
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27.–29.06.2018 Internationale Tagung: „Encounters with Wolves: Dynamics and Futures“

Das Sorbische Institut Bautzen, der Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde der Universität Würzburg und das Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwis­senschaft der Universität Zürich laden vom 27. bis 29. Juni 2018 zur wissenschaftlichen Ta­gung „Encounters with Wolves: Dynamics and Futures“ nach Bautzen ein.

Seit den 1990er Jahren wird die Rückkehr der Wölfe nach Mittel- und Zentraleuropa mit wachsender Aufmerksamkeit verfolgt. Die Lausitz als Kernland der deutschen Wolfspopula­tion bietet die Möglichkeit, sich in einer spezifischen Atmosphäre mit vielfältigen Perspektiven auf das Tagungsthema und mit Forschungen aus unterschiedlichen europäi­schen Kontexten zu beschäftigen. Ziele der Tagung sind der Austausch von Erfahrungen auf internationaler und interdisziplinärer Ebene sowie das Kennenlernen von Entwicklun­gen und Dynamiken im Aufeinandertreffen von Wölfen und Menschen (sowie zahlreichen anderen Lebewesen) in europäischen Ländern. Eingeladen sind deshalb Wissenschaft­ler/innen aus Albanien, Polen, Finnland, Norwegen, Großbritannien, Deutschland und der Schweiz.

Interessierte sind herzlich eingeladen und werden gebeten, sich bis zum 17. Juni 2018 bei Dr. Susanne Hose anzumelden.

Die Tagung wird im Rahmen zweier laufender kulturwissenschaftlicher Forschungsprojekte in Deutschland und der Schweiz ausgerichtet:
- „Die Rückkehr der Wölfe. Kulturanthropologische Studien zum Prozess des Wolfsmana­gements in der Bundesrepublik Deutschland“ , gefördert von der Deutschen Forschungs­gemeinschaft, angesiedelt an der Universität Würzburg, Leitung: Prof. Dr. Michaela Fenske, Mitarbeitende: Irina Arnold und Marlis Heyer
-„Wölfe: Wissen und Praxis. Ethnographien zur Wiederkehr der Wölfe in der Schweiz“ , gefördert von Schweizer Nationalfond, angesiedelt an der Universität Zürich, Leitung: Prof. Dr. Bernhard Tschofen, Mitarbeitende: Elisa Frank und Nikolaus Heinzer

Kontakt:
Prof. Dr. Michaela Fenske
Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde
Am Hubland, 97074 Würzburg
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04.06.2018 – Dr. Friedrich Pollack wird neuer Leiter der Abteilung Kulturwissenschaften

Das Sorbische Institut e. V./Serbski institut z. t. hat seit dem 1. Juni 2018 einen neuen Direktor. Das Kuratorium des Instituts bestellte Dr. Hauke Bartels für die kommenden fünf Jahre zum Direktor (Mitteilung v. 18.5.2018). Begleitet wird dies von einer Neubesetzung der Abteilungsleitung Kulturwissenschaften: Ebenfalls für fünf Jahre übernahm am 1. Juni Dr. Friedrich Pollack dieses Amt.

Friedrich Pollack , aufgewachsen in Kamenz bei Bautzen, studierte Mittlere und Neuere Geschichte, Soziologie und Kommunikationswissenschaft in Leipzig. Nach seinem Doktorat am Sorbischen Institut und einem Stipendium der Dr.-Gregorius-Mättig-Stiftung (Bautzen) war er übergangsweise wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dresden, bevor er 2016 erneut ans Sorbische Institut wechselte. Seine Promotion zum Thema „Wendische Prediger. Eine Kollektivbiografie der sorbischen evangelischen Geistlichkeit in der frühneuzeitlichen Oberlausitz“ verteidigte er 2017 erfolgreich an der Universität Leipzig. Die Arbeit wird noch 2018 im Domowina-Verlag erscheinen. Seine Arbeitsgebiete umfassen v. a. sorbische Kultur- und Sozialgeschichte der Vormoderne, Kirchengeschichte, Wissenschafts- und Wissensgeschichte sowie Identität und Alterität im deutsch-sorbischen Kontext‎.

“Für die erweiterte Leitung des Instituts war es notwendig, neben dem Direktorat sogleich diese zentrale Personalfrage zu regeln. Nach seiner Umstrukturierung wird das Sorbische Institut sich nun wieder voll auf seine Forschung konzentrieren können, und die Kulturwissenschaften werden dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Gemeinsam werden wir das Institut als zentrale wissenschaftliche Institution der Sorben weiter voranbringen.” (Dr. Hauke Bartels)
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18.05.2018 – Institutsleitung geregelt

Kuratorium bestellt Dr. Hauke Bartels zum regulären Direktor des Sorbischen Instituts
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09.05.2018 – Archiv-Foto für Krimi-Cover

Im Bild & Heimat-Verlag erschien unlängst "Der Opfermord von Belmsdorf …" von Henner Kotte. Für das Cover wurde ein Foto aus dem Sorbischen Kulturarchiv genutzt. Das Bild, das die Innere Lauenstraße in Bautzen zeigt, fotografierte der damalige Institutsmitarbeiter Ernst Tschernik 1954 für die Sammlung "Lausitzer Volks- und Landeskunde". Mehr zu Buch und Autor finden Sie hier . Die Fotosammlung "Lausitzer Volks- und Landeskunde" finden Sie hier .


31.05.2018 – Öffentlicher Vortrag Prof. Dieter Halwachs

"Urbane Mehrsprachigkeit im Kontext: Herausforderung und Bereicherung", 14 Uhr im Sitzungsraum des Sorbischen Instituts

Zur Person des Vortragenden:
Dieter W. Halwachs (*1956) Soziolinguist mit Schwerpunkt Sprachpolitik und Minderheiten; Leiter des Forschungsbereichs Plurilingualismus am treffpunkt sprachen der Universität Graz; Koordinator diverser (digitaler) Projekte zu Sprache und Kultur der Roma; österreichischer Vertreter im Expertenkommittee der Charta für Regional- oder Minderheitensprachen des Europarats;

Zum Vortrag:
Überspitzt lässt sich sagen, dass die Dynamik städtischer Gemeinschaften ländliche Einfalt in urbane Vielfalt transformiert. Bedenkt man jedoch, dass auch dörfliche Gemeinschaften nicht unbedingt homogen sein müssen, relativiert sich diese Aussage. Außerdem ist anzumerken, dass umgebende ländlich-bäuerliche Sprachen bzw. Sprechweisen (linguistisch: Varietäten) und die damit verbundenen Kulturen bzw. kulturellen Spezifika zur charakteristischen Vielfalt jeder Stadt maßgeblich beitragen und beigetragen haben. Vielfalt ist ein wesentliches Merkmal von Urbanität oder besser gesagt die grundlegende Charakteristik von Urbanität. Es sind Städte, wo unterschiedliche Sprachen und Kulturen aufeinandertreffen, sich harmonisch oder auch konfrontativ wechselseitig beeinflussen, sich dadurch verändern und schließlich zu einem neuen Ganzen kreolisieren. In der Konfrontation mit neuem Anderen setzt sich dieser Wandel zyklisch fort. Dieser Prozess wird in der Regel ganz trivial als „Fortschritt“ bezeichnet. Grundlage des Fortschritts ist folglich die soziale Dynamik moderner Städte bzw. deren sich permanent wandelnde Vielfalt durch Migration, kulturelle Friktion und Bereicherung sowie wirtschaftliche Entwicklung. Vielfalt ist folglich Normalität, nicht nur des urbanen, sondern des menschlichen Lebens an sich.
Der Vortrag skizziert und diskutiert die historisch gewachsene und aktuelle sprachlich-kulturelle Vielfalt von Graz - einer fast 300.000-Einwohner-„Stadt mit 150 Sprachen“ - und versucht darüber hinaus, die Vielfalt dieser Stadt diskursiv unter Einbeziehung der Anwesenden zu erkunden.
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16.04.2018 – Sorbischer Sommerkurs bietet bessere Konditionen

Für Interessenten aus slawischen Ländern

Interessenten für den Sommerferienkurs für sorbische Sprache und Kultur aus Tschechien, Polen und weiteren slawischen Ländern können sich freuen: Nach einer internen Prüfung der Stiftung für das sorbische Volk kann das Sorbische Institut ihnen wieder eine erschwingliche Teilnahmegebühr anbieten. Der Kurs hat grundlegende Bedeutung für die Gewinnung sorabistischen Nachwuchses. Das Sorbische Institut nutzt deshalb gern die Möglichkeit und gleicht einen Teil der Kosten der ausländischen Gäste des intensiven Bildungsangebots aus dem eigenen Budget aus.
Der Kurs findet in diesem Jahr vom 13. bis zum 28. Juli statt und kostet normalerweise mit Lehre, Unterbringung, Verpflegung und Exkursionen 600 Euro (für Studenten 450 Euro). Von Kursanten aus slawischen Ländern verlangt der Veranstalter jetzt 300 Euro, von dortigen Studenten 200 Euro.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Dr. Fabian Kaulfürst.

Weitere Informationen
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12.04.2018 – Das Sorbische Institut auf dem „Datenjahrmarkt“

Kultur-Hackathon Coding da Vinci Ost am Sonnabend, dem 14.04.2018 in der Universitätsbibliothek Leipzig

Die schnelle Entwicklung unserer Welt – besonders auf dem Gebiet der Medien – beschert uns fortlaufend neue Phänomene und Begriffe, beispielsweise den des „Kultur-Hackaton“. Es handelt sich dabei um eine Zusammensetzung aus den Wörtern „Hack“ und „Marathon“ und bezeichnet eine Veranstaltung, bei der Soft- und Hardware-EntwicklerInnen zum Austausch zusammenkommen. Beim Kultur-Hackathon mit dem Titel „Coding da Vinci“ treffen sich Kulturinstitutionen mit technischen Tüftlern und künstlerisch kreativen Köpfen. Die einen bieten frei zugängliche Daten wie digitalisierte Audio-, Video- oder Bilddaten mit den entsprechenden Beschreibungen (Metadaten). Die anderen lassen sich inspirieren und versuchen, aus diesen Vorlagen eine nützliche, künstlerische oder unterhaltsame Software zu entwickeln. Ein solches Kultur-Hackathon findet am Sonnabend, den 14. April in der Universitätsbibliothek Leipzig statt. An diesem Tag stellen datengebenden Institute ihre Angebote vor. InteressentInnen haben daraufhin neun Wochen Zeit für die Umsetzung einer dazu passenden Idee. Das Sorbische Institut in Bautzen bietet zwei Datenpakete an: Das erste Paket liefert Daten aus der Statistik der Sorben, zusammengestellt 1884 von Ernst Mucke. Zusammen mit Geodaten der von ihm erfassten Orte könnten z.B. digitale Karten entstehen. Das zweite Paket umfasst historische Fotografien zu den Themen Flachs, Weben und Spinnen – vielleicht die Vorlage für eine museale digitale Präsentation?

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22.03.2018 – Symposium im Gedenken an Kito Lorenc

Der voriges Jahr verstorbene Dichter Kito Lorenc wäre am 4. März 2018 achtzig Jahre alt geworden. Am 22. März erinnern mehrere sorbische Institutionen und weitere Teilnehmer an ihn. Um 14 Uhr findet im Sorbischen Museum in Bautzen ein Symposium des Sorbischen Instituts und des Instituts für Slavistik der TU Dresden zum Thema “Kito Lorenc zwischen Dichtung und Literaturwissenschaft” statt. Dort stellt auch der Regensburger Slawist Walter Koschmal seine Monografie “Der Dichter – Kito Lorenc – dazwischen” vor, die im März im Domowina-Verlag erscheint.

Um 19.30 Uhr schließt sich der zweisprachige literarisch-musikalische Abend “In uns eine Saite ...” im Burgtheater an. Mitwirkende sind Künstler des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters, des Sorbischen National-Ensembles und der Sächsischen Akademie der Künste.

Im Foyer erinnern eine Ausstellung, eine Hörstation und ein Büchertisch an den großartigen bikulturellen Dichter.

Alle Interessenten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist kostenlos.
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21.03.2018 – Kleine Reihe „Kito Lorenc. Personalbibliographie“ erschienen

Anlässlich des Symposiums im Gedenken an Kito Lorenc am 22. März 2018 in Bautzen ist in der neu gestalteten Kleinen Reihe des Sorbischen Instituts das Heft „Kito Lorenc. Personalbibliographie“ erschienen. Sie wird besonders jenen von Nutzen sein, die sich mit seinem künstlerischen Schaffen beschäftigen wollen. Sie enthält ca. eintausend Einträge zu Werken und Übersetzungen des Autors. Fünfhundert Positionen, darunter Aufsätze und Rezensionen, belegen Arbeiten über Lorenc. Dr. Franz Schön, ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter des Sorbischen Instituts, hat die Personalbibliographie, die auch ein Namen- und Werkregister enthält, zusammengestellt.
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19.-21.04.2018 – Konferenz Forschungsdesign 4.0

Datengenerierung und Wissenstransfer in interdisziplinärer Perspektive

Digitalisierung und Wissensproduktion sind längst miteinander verknüpft. Fast jede Forschung beginnt mit einer ersten Sondierung im Internet, zentrale Schritte wie Recherche und Kommunikation werden über dieses Medium vorgenommen. Einerseits vereinfacht sich so die Praxis wissenschaftlichen Arbeitens, andererseits sieht sich die Forschung einer Vielfalt neuer Quellen und einem Anstieg der Datenmengen ausgesetzt: Wissenschaft muss von der ersten Idee bis zur Präsentation der Ergebnisse neu strukturiert und organisiert werden. Mit der Konferenz will das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde bisherige Erfahrungen bilanzieren sowie Herausforderungen und Zukunftsentwürfe digitaler Wissensproduktionen diskutieren.
Die interdisziplinär konzipierte Veranstaltung nähert sich dem Spannungsfeld von Forschung und Medialisierung der Ergebnisse, den Auswirkungen auf die wissenschaftliche Arbeit sowie den erweiterten Möglichkeitsräumen auf drei Ebenen: „Datengenerierung und Dokumentation im Forschungsprozess“, „Präsentation von und Umgang mit Forschungsdaten“ sowie „Vermittlung und Formate von Forschungsergebnissen“.

Weitere Informationen
Programm


15.03.2018 – Öffentlicher Vortrag Prof. Dr. Fenske

Mit Bienen, Wölfen und anderen forschen
Kulturwissenschaftliche Untersuchungen zu den Mensch-Tier-Beziehungen in der Gegenwart

Bienen, Wölfe, Wespen, Biber, aber auch Bäume oder Pilze – Tiere und andere Lebewesen sind überall. Sie begegnen uns ständig, prägen uns, unser Handeln und unsere Diskurse. Diesem Umstand versucht auch die kulturwissenschaftliche Forschung mit dem Schwerpunkt „Multispecies Ethnography“ Rechnung zu tragen. Als Vertreterinnen der Europäischen Ethnologie stellen Michaela Fenske und Marlis Heyer Ansätze dieses Schwerpunkts vor, in dessen Blickwinkel das Zusammenspiel von Menschen und nicht-menschlichen Lebewesen wie Tieren, Pflanzen und Mikroben geht.

Prof. Dr. Michaela Fenske ist Lehrstuhlinhaberin der Europäischen Ethnologie/Volkskunde an der Julius-Maximilans-Universität Würzburg. Als Heisenberg-Stipendiatin hat sie sich mit dem Thema Honigbienen in der Großstadt auseinandergesetzt. Sie leitet das DFG-Projekt „Kulturanthropologische Studien zur Rückkehr der Wölfe und zum Prozess des Wolfsmanagements in der Bundesrepublik Deutschland“. Marlis Heyer hat Europäische Ethnologie in Berlin, Posen und Warschau studiert und erforscht im Rahmen des DFG-Projekts die Erzählkultur rund um die Rückkehr der Wölfe in die Lausitz.
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03.03.2018 – Tag der offenen Tür im Sorbischen Kulturarchiv und der Sorbischen Zentralbibliothek

Deutschlandweit öffnen am 3. März Archive ihre Türen, um Interessenten die Bestände und die Arbeit der Archivare näher zu bringen. Auch das Sorbische Kulturarchiv und die Sorbische Zentralbibliothek laden alle Wissbegierigen, die sich „nur so“ für die Tätigkeit des Archivs und die sorbische Kultur interessieren, zwischen 15 und 17 Uhr zu einem Besuch in der Bahnhofstraße 6 in Bautzen ein. Neben einer sorbischen Führung um 15 Uhr und einer deutschsprachigen Führung um 16:30 Uhr präsentieren wir einen Film von Kurt Heine aus den Jahren 1947–59. Der Stummfilm, der vor kurzem digitalisiert wurde, zeigt die Grundsteinlegung und den Aufbau des Hauses der Sorben auf dem Postplatz sowie die darin untergebrachten sorbischen Institutionen. Darüber hinaus wollen wir Sie mit den digital zugänglichen Quellen und Recherchemöglichkeiten vertraut machen. In einer Ausstellung werden Fotografien einer Reise durch die Lausitz in den 1950er Jahren gezeigt. Damit Sie unser Angebot entspannt in Anspruch nehmen können, ist für eine Kinderecke und für Kaffee und Kuchen gesorgt.

Unser Programm


15:00 Uhr

Führung in sorbischer Sprache

15:45 Uhr

Filmvorführung des (Stumm-)Films „Naš serbski dom“ von Kurt Heine aus den Jahren 1947-1958

16:30 Uhr

Führung in deutscher Sprache

Begleitprogramm:

Präsentation unserer digitalen Quellen und Recherchemöglichkeiten, Fotografien einer Lausitzreise aus den 1950er Jahren, Kinderbetreuung, Imbiss

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Foto: C. Schmidt 2016

10.02.2018 – Prof. Dr. Andreas Gruschke gestorben

Am 30. Januar 2018 ist Prof. Dr. Andreas Gruschke nach schwerer Krankheit gestorben.

Während seiner erfolgreichen Laufbahn als Geograph und Ethnologe arbeitete Andreas Gruschke (*1960) u.a. an den Universitäten Leipzig und Sichuan (China). Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen über Nomadenvölker und über die territorialen und kulturellen Aspekte des schwierigen Verhältnisses zwischen China und Tibet. Die Zusammenarbeit mit dem SI begann 2015 in Freiburg bei einer Tagung zu „kultureller Inklusion und kultureller Sicherheit in China und der Welt“, zu der er einen sorbischen Beitrag einlud. 2016 folgte dann in Bautzen die gemeinsam mit ihm und Partnern aus Kanada organisierte Tagung zu „Dimensionen kultureller Sicherheit bei ethnischen und sprachlichen Minderheiten“ . Trotz seiner schweren Krankheit war er bis zum Schluss an der anspruchsvollen redaktionellen Arbeit des daraus entstandenen Tagungsbandes mit wegweisenden Beiträgen für die vergleichende Minderheitenforschung beteiligt, der seit Dezember als Doppelheft des Lětopis vorliegt. Wir sind dankbar für diese Zusammenarbeit auf dem Feld der vergleichenden Minderheitenforschung, das er nicht nur mit seinen geschriebenen Worten weiterhin prägen wird, sondern auch durch die Erinnerung an sein menschenverbindendes und humorvolles Wesen, mit dem er die gemeinsamen Diskussionen so erkenntnisreich werden ließ.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

Die Kolleginnen und Kollegen des Sorbischen Instituts


19.01.2018 – Konferenz zum eintausendsten Jahrestag des Friedens von Bautzen, 30.-31. Januar 2018

Am 30. Januar 1018 schlossen Abgesandte des deutschen Kaisers Heinrich II. und des polnischen Herzogs Bolesław I. auf der Bautzener Burg einen Friedensvertrag, der einen langwierigen, kriegerischen Konflikt beider Herrscher beendete. Aus Anlass des eintausendsten Jahrestages dieses Ereignisses laden das Sorbische Institut und das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) am 30. und 31. Januar 2018 zu einer internationalen Konferenz nach Bautzen, die sich diesem bedeutenden Meilenstein der deutsch-polnischen Geschichte widmet.

Im Mittelpunkt der zweitägigen Konferenz stehen die historischen Umstände des Friedens von Bautzen. 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Polen und Tschechien werden aus geschichtlicher und archäologischer Perspektive die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen in der Lausitz, Polen, Böhmen und dem römisch-deutschen Reich im frühen 11. Jahrhundert darlegen. Der Friede von Bautzen des Jahres 1018 steht heute symbolisch für die wechselvolle Beziehungsgeschichte Deutschlands und Polens. Er illustriert zugleich die besondere Brückenfunktion, die der zweisprachigen Oberlausitz im deutsch-polnischen Verhältnis seit über eintausend Jahren zukommt.

Das Konferenzprogramm und weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Sorbischen Instituts: www.serbski-institut.de. Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um vorherige Anmeldung per E-Mail bis zum 24. Januar 2018 unter friedrich.pollack@serbski-institut.de.

Die Konferenz ist Teil des Bautzener Dialog-Projekts „1000 Jahre Frieden von Bautzen“ und wird im Rahmen des Programms „Sharing Heritage. Europäisches Kulturerbejahr 2018“ von der Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

Programm
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17.01.2018 – Anmeldung zur Sommerschule 2018

Vom 13. bis 28. Juli 2018 organisiert das Sorbische Institut in Budyšin/Bautzen zum 21. Mal einen internationalen Sommerkurs für sorbische Sprache und Kultur. Neben täglichem Sprachunterricht für Obersorbisch bzw. Niedersorbisch/Wendisch sind Vorträge zu Land und Leuten geplant. Auch Exkursionen ins Umland stehen auf dem Programm. Die Veranstalter erwarten wieder Teilnehmer aus aller Welt. Das Angebot richtet sich hauptsächlich an HochschullehrerInnen und StudentInnen der Slawistik, steht jedoch ausdrücklich allen InteressentInnen offen.
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Neuigkeiten & Veranstaltungen

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6.12.2018 – 1. Newsletter erscheint

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