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In Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) wurde in die Webseite des Sorbischen Instituts eine Vorlesefunktion für Deutsch implementiert. Leider ist eine entsprechende Technologie für die beiden sorbischen Schriftsprachen nicht verfügbar. Das Sorbische Institut ist sich dieser Problematik bewusst und sondiert zurzeit mit Partnern die Entwicklung einer entsprechenden Software. Außerdem bereiten sorbische Ausdrücke in deutschem Text der deutschen Vorlesefunktion erkennbar Schwierigkeiten. Wir bitten dafür um Verständnis, da wir nicht allein aus diesem Grund auf die sorbischen Ausdrücke verzichten möchten.

Die oben genannte Maßnahme wurde finanziert aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

AKTUELLES


Veranstaltungen

13.12.2019Öffentlicher InstitutstagHaus der Sorben in Bautzen, Saal

Pressemeldungen


Arnošt Muka, Statistik der Lausitzer Sorben, herausgegeben und übersetzt von Robert Lorenz, 532 S., 1 faltbare Karte, Domowina-Verlag

25.10.2019 – Statistik der Lausitzer Sorben (1884/86) erstmals in deutscher Sprache erschienen

Von 1884 bis 1886 veröffentlichte der sorbische Ethnograf, Sprachwissenschaftler und Gründungsvater der Sorabistik Arnošt Muka (Ernst Mucke) einen der bis heute einflussreichsten Texte der sorbischen Publizistik – die »Statistika łužiskich Serbow«. Seine Bedeutung lag vor allem im statistischen Material zur Stärke der ober- und niedersorbischen Bevölkerung am Ende des 19. Jahrhunderts. Aber das Buch ist weit mehr als ein Zahlenwerk. Es ist mit seinen ausführlichen Beschreibungen dörflichen Lebens an der Schwelle der Industrialisierung und sprachpolitischen Kampfansagen eine faszinierende Quelle für Volkskunde, Geschichtswissenschaften, Soziologie, vergleichende Minderheitenforschung, Heimatforscher*innen und Ortschronist*innen. Im Detail erfährt der Leser, wie sich durch Industrialisierung und Zuzug fremder Arbeiter vor allem in die nördliche und südliche Oberlausitz die deutsche Sprache in der Öffentlichkeit mehr und mehr Bahn brach. Die katholischen Gemeinden zwischen Kamenz und Bautzen hingegen kristallisierten sich als Kerngebiet sorbischen Spracherhalts heraus. Der Ethnologe Robert Lorenz hat es sich zur Aufgabe gemacht, das bisher nur in sorbischer Sprache vorliegende Werk samt Mukas Nachträgen aus den Jahren 1896 und 1900 ins Deutsche zu übertragen und somit einer viel breiteren wissenschaftlichen wie allgemeinen Öffentlichkeit als bisher zugänglich zu machen.

Die Publikation ist ein Ergebnis des Forschungsprojekts „Sorbenwissen“ , das die Technische Universität Dresden und das Sorbische Institut von 2016-2019 gemeinsam durchgeführt haben. Das Vorhaben wurde durch den Europäischen Sozialfonds finanziert. Das Buch entstand in Zusammenarbeit mit dem Domowina-Verlag .

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2.9.2019 – Research Fellowships für Forschungsaufenthalt im Jahr 2020

Das Sorbische Institut vergibt Research Fellowships für einen mindestens vierwöchigen Forschungsaufenthalt am Sorbischen Institut in Bautzen oder Cottbus im Jahr 2020. Bewerbungen können bis zum 31. Oktober 2019 eingereicht werden.

Das Sorbische Institut e. V./Serbski institut z. t. mit Sitz in Bautzen und einer Zweigstelle in Cottbus ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung und erforscht die Sprache, Geschichte und Kultur der Sorben (Wenden) in der Ober- und der Niederlausitz. Es sammelt und archiviert die dafür notwendigen Materialien und bereitet sie für die Forschung auf. Darüber hinaus richten sich die interdisziplinären Forschungen des Instituts auf die aktuelle Situation, die Spezifik und den Vergleich kleiner Sprachen und Kulturen in Europa.

Das Sorbische Institut fördert mittels Fellowships Forschungsaufenthalte von jüngeren wie etablierten WissenschaftlerInnen aus dem In- und Ausland. Die Fellowships dienen neben dem eigentlichen Projektziel der Förderung innovativer Forschungsarbeit, der Stärkung des wissenschaftlichen Austauschs sowie insbesondere der Anbahnung oder Festigung von Kooperationsbeziehungen. Vorausgesetzt werden ein abgeschlossenes Hochschulstudium (in der Regel mindestens Master), ein vielversprechendes Projektkonzept, das in das Forschungsprofil des Sorbischen Instituts passt, sowie die für den Forschungsaufenthalt notwendigen Sprachkenntnisse.

Weitere Informationen hier .
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27.8.2019 Öffentlicher Vortrag von Dr. Elisabeth Tauber

Bergbauern in Südtirol. Beziehungen zu Land, Landwirtschaftspolitik und Tourismus

Bergbauern gelten vor allem in Südtirol als die Symbolträger Südtiroler deutschsprachiger Identität. Sie stützen den Mythos von Südtirol als traditionsreichem und bäuerlichem Land, das sich erfolgreich gegen die ‚Verein­nah­mung von außen‘ gewehrt hat. Der rasante Wandel in Südtirol, die Industrialisierung der Landwirtschaft in den Tälern, der (Massen-)Tourismus und die Ökonomisierung von Land haben das Leben der Bergbauern wesentlich verändert. Der Vortrag geht auf Transformation und Widerstand auf den steil gelegenen Höfen der Südtiroler Bauern ein. Ethnographische Feldforschungen mit diesen Bauern, die von Gorfer/Faganello (1974) als ‚Die Erben der Einsamkeit‘ beschrieben wurden, gehen der Frage nach, wie diese Bauern heute ihre Beziehungen zu Land gestalten.

Elisabeth Tauber ist Dozentin für Sozialanthropologie an der Freien Universität Bozen. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Roma und Sinti in Europa sowie bäuerliche Kulturen in den europäischen (Ost-)Alpen. Sie hat gerade ein Projekt zu ethnographischer Forschung in Archiven abgeschlossen: Tauber/Trevisan (eds.) 2019: Archive and Ethnography – the case of Europe’s Roma and Sinti (19th–20st centuries) in La Ricerca Folklorica (im Druck). Ihre aktuelle Forschung konzentriert sich auf Beziehungen zwischen Menschen und ihrer nicht-menschlichen Umwelt mit besonderem Blick auf Berglandwirtschaft und Wildnis. Sie ist co-Koordinatorin des MFEA – The Malinowski Forum for Ethnography and Anthropology und Projektleiterin von „EtnoAlp – ‚Natürliche‘ Beziehungen zu Land. Berglandwirtschaft in den Alpen - eine ethnographische Studie.“

Serbski institut/Sorbisches Institut, Bautzen; Sitzungsraum
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12.7.2019 – Neue Erweiterung für Soblex

Eine neue Erweiterung der Webseite Soblex ist seit Kurzem online: Mit freundlicher Genehmigung des WITAJ-Sprachzentrums als Herausgeber werden dort nunmehr auch die Vornamen aus dem Buch „Sorbische Vornamen” von Timo Meškank angezeigt. Die mehr als 1200 Namen aus dieser Quelle wurden im Sorbischen Institut in das beliebte obersorbische Online-Wörterbuch eingearbeitet. Anders als im gedruckten Buch können hier auch für jeden Namen alle grammatischen Formen angezeigt werden sowie Hinweise zur Silbentrennung. Gleichzeitig wurden die grammatischen Formen (es sind ca. 10 000) in eine aktualisierte Version der obersorbischen Rechtschreibkontrolle eingepflegt. Der veröffentlichte Zuwachs ist ein Zwischenergebnis eines Projekts im Rahmen des Programms „Sorbisch in den neuen Medien“.

Das Vorhaben wird gefördert durch die Stiftung für das sorbische Volk, die jährlich auf der Grundlage der von den Abgeordneten des Deutschen Bundestages, des Landtages Brandenburg und des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushalte Zuwendungen aus Steuermitteln erhält.

Weitere Informationen: www.soblex.de

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Dr. habil. Sonja Wölke.
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9.7.2019 14 Uhr Öffentlicher Vortrag von Prof. Nicolas Houde

Université du Québec à Montréal (Kanada)

"Disputed Sovereignties. Claiming Back the Land through Indigenous Protected Areas."

Sorbisches Institut, Sitzungsraum
Der Vortrag ist in englischer Sprache.
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23.5.2019 – Abschlusskonferenz des ESF-Projekts „Sorbenwissen” mit öffentlicher Präsentation des neuen Informationsportals SORABICON am 14.6.2019

Nach dreijähriger Projektlaufzeit präsentiert die Nachwuchsforschergruppe von TU Dresden und Sorbischem Institut/Serbski institut in Bautzen/Budyšin ihre Arbeitsergebnisse

Am 14.6.2019 findet im Veranstaltungssaal des Hauses der Sorben/Serbski dom in Bautzen/Budyšin von 10-17 Uhr die Abschlusskonferenz des ESF-Projekts „Sorbenwissen“ statt. Die interdisziplinäre Gruppe von sieben Nachwuchswissenschaftler*innen forschte drei Jahre lang in Kooperation mit dem Sorbischen Institut Bautzen/Serbski institut Budyšin zu Themen der sorbischen Geschichte und Kultur sowie zur Digitalisierung der sorbischen Sprache.
Das wichtigste Arbeitsergebnis des Projekts ist das in der Arbeitsgruppe entwickelte neue (populär-)wissenschaftliche Informationsportal SORABICON. Es wird in Zukunft eine zentrale Netz-Ressource für die Aufbereitung gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse zu Sprache, Geschichte und Kultur der Sorben für die interessierte breite Öffentlichkeit bilden. Seine ersten Inhalte offerieren Forschungsergebnisse aus den Einzelprojekten der „Sorbenwissen“-Gruppe sowie Beiträge aus dem „Sorbischen Kulturlexikon“.
Die Konferenz bietet die Gelegenheit, sich anhand von Vorträgen mit den Forschungen der Nachwuchwissenschaftler*innen vertraut zu machen. Einen zweiten Schwerpunkt bilden Beiträge zur wissenschaftlichen Digitalisierungsstrategie in Sachsen und bei den Sorben. Am Abschluss steht als Höhepunkt die Präsentation von SORABICON.

Die Veranstaltung findet in deutscher und obersorbischer Sprache statt. Eine Simultanübersetzung ins Deutsche ist gewährleistet. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Kontakt: Robert Lorenz

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20./21.6.2019 VIELFALT VERNETZEN - WISSEN TEILEN

Abschlusstagung des Verbundprojekts „Virtuelle Archive für die geisteswissenschaftliche Forschung“ mit Beteiligung des Sorbischen Instituts:

Clemens Heitmann / Wito Böhmak

Das Teilprojekt „Digitales Archivportal zur Geschichte der Sorben 1918–1945“ – Archivrecherchen, Daten und Portalfunktionen
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Download Programm der Abschlusskonferenz


30.4.2019 – Verbesserte obersorbische Rechtschreibkontrolle auf www.soblex.de

Eine verbesserte Rechtschreibkontrolle für Obersorbisch steht ab sofort zum Download bereit. Abrufbar sind Rechtschreibmodule sowohl für freie Office-Pakete wie LibreOffice als auch für Microsoft Office. Die neue Version umfasst etwa 73 500 Lexeme (davon ca. 19 600 neue) mit ungefähr 2,318 Mio. Wortformen. Dafür wurde die zugrunde liegenden Wortbasis erweitert: Die im Deutsch-obersorbischen Wörter-buch neuer Lexik (Bautzen 2009) enthaltenen sorbischen Lexeme wurden mit zusätzlichen grammatischen Informationen angereichert und in den morphologischen Generator integriert, ebenso bisher unberücksichtigte Lexik aus dem derzeit im Sorbischen Institut vorbereiteten Terminologiemodul für ein neues deutsch-obersorbisches Wörterbuch. Darüber hinaus bietet die neue Version der Rechtschreibkontrolle für Libre/OpenOffice erstmals auch eine automatische Silbentrennungsfunktion. Die Informationen zur Silbentrennung werden außerdem auf der Seite www.soblex.de angezeigt, wo auch Flexionsformen und deutsche Entsprechungen der Wörter abgerufen werden können. Die Arbeit an dieser Neufassung der obersorbischen Rechtschreibkontrolle wurde im Rahmen des Programms „Sorbisch in den neuen Medien“ durchgeführt.
Das Vorhaben wird gefördert durch die Stiftung für das sorbische Volk, die jährlich auf der Grundlage der von den Abgeordneten des Deutschen Bundestages, des Landtages Brandenburg und des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushalte Zuwendungen aus Steuermitteln erhält.
Weitere Informationen: www.soblex.de
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(Reproduktion: SZB)

17.4.2019 – Das erste gedruckte obersorbische Buch ist nach Bautzen zurückgekehrt

Das erste gedruckte obersorbische Buch, Martin Luthers Kleiner Katechismus in der Übersetzung des Gödaer Pfarrers Wenzeslaus Warichius, erschien 1595, in der 2. Ausgabe 1597 bei Wolrab in Bautzen. Dieses Werk nannte in den vergangenen fast 100 Jahren keine Bibliothek der Oberlausitz ihr Eigen. Jetzt ist es der Sorbischen Zentralbibliothek (SZB) am Sorbischen Institut Bautzen gelungen, die Ausgabe von 1597 aus privater Hand anzukaufen. Es handelt sich dabei um ein in der slawistischen Forschung bekanntes Exemplar aus der Sammlung des Pfarrers Ehregott Friedrich Pannach (1761-1826). Er sammelte neben Handschriften vor allem auch gedruckte sorbische Bücher und schuf damit eine kostbare kleine Bibliothek. Nach seinem Tod wurde die Büchersammlung von Handrij Lubjenski für die Leipziger Wendische Predigergesellschaft Sorabia für drei Taler angekauft und zunächst in der Sakristei der Michaeliskirche in Bautzen aufbewahrt. Ende der 1920er Jahre kamen die Bücher nach Leipzig in das Vereinshaus der Sorabia. Nach dem 2. Weltkrieg verlor die Sorabia durch Enteignung ihr Haus und sowjetische Trophäenbrigaden beschlagnahmten zumindest Teile der Bibliothek. Der Verbleib der übrigen Bestände blieb unklar.
Ca. 25 alte Drucke dieser Sammlung wurden in den Jahren 1957 und 1961 von der Sorbischen Zentralbibliothek aus Leipziger Antiquariaten angekauft. Auch in den letzten Jahren gelang es, einzelne Bücher aus der Pannachschen Bibliothek zu beschaffen. Mit dem Kleinen Katechismus von 1597 in der Übersetzung von Warichius konnte die SZB in Bautzen das Buch mit der Signatur PB 1 (Pannachsche Bibliothek 1) erwerben. Der Band enthält handschriftliche sorbische Eintragungen mit Texten zur Taufe und Liedtexte. Seit 1972 sind nur zwei Exemplare dieses Werkes in Bibliotheken nachgewiesen: die Ausgabe 1595 in der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel und die Ausgabe 1597 in der Ratsschulbibliothek Zwickau.
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11.4.2019 – Buchvorstellung und Podiumsdiskussion: Die Neuordnung Europas 1919 und die Lausitzer Sorben

Vor hundert Jahren wurde Europa durch die Siegermächte des Ersten Weltkrieges politisch neu geordnet. Anlass waren die verheerenden Erfahrungen des Ersten Weltkriegs und entsprechend hoch waren die allgemeinen Erwartungen an eine neue, friedensstiftende Ordnung. Durchaus überraschend wurden auch die Lausitzer Sorben zum Gegenstand der Pariser Friedenskonferenz, welche die neue Ordnung für ganz Europa verhandeln sollte. Als im Januar 1919 die Mitglieder des „Wendischen Nationalausschusses“ einen selbständigen sorbischen Staat forderten, arbeitete die tschechoslowakische Friedensdelegation bereits eifrig an einer entsprechenden Denkschrift zur Frage der Lausitzer Sorben, die sie einige Wochen später der Friedenskonferenz vorlegte. Dieses in Paris kaum beachtete und letzten Endes erfolglose Unternehmen wurde durch die Reaktion in Sachsen dennoch zu einem historischen Ereignis von überregionaler Bedeutung.
Die Situation in Sachsen während der Zwischenkriegszeit schildert der jüngst erschienene Sammelband „Der gespaltene Freistaat. Neue Perspektiven auf die sächsische Geschichte 1918-1933“, den einer der Herausgeber Mike Schmeitzner vorstellen wird. Die anschließende Podiumsdiskussion widmet sich dann der sorbischen Autonomiebewegung von 1919. Vier Historiker berichten aus unterschiedlichen Perspektiven über die Ereignisse, die Rolle der Frage der Lausitzer Sorben in der tschechoslowakischen Diplomatie, die Reaktionen in Sachsen und im Deutschen Reich sowie die Entscheidungen der Siegermächte auf der Pariser Friedenskonferenz. Dabei diskutieren sie, wieso keine der damaligen Ideen - Vereinigung der sächsischen mit der preußischen Lausitz, tschechoslowakische Intervention und Einbeziehung der Lausitzen in die Tschechoslowakei oder selbständiger sorbischer Staat – verwirklicht wurde.

10. Mai 2019, 18:00 Uhr
Serbski dom – Haus der Sorben, Postplatz 2, 02625 Bautzen

Es diskutieren: Dr. Annett Bresan, Historikerin und Archivarin, Leiterin des Sorbischen Kulturarchivs am Sorbischen Institut; Dr. Clemens Heitmann, Historiker und Archivar, Leiter des Projekts „Digitales Archivportal zur Geschichte der Sorben 1918-1945“ am Sorbischen Institut; Dr. René Küpper, Historiker, Kurator im Ausstellungsteam der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Berlin; Prof. Dr. Mike Schmeitzner, Historiker am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, außerplanmäßiger Professor an der TU Dresden;

Moderation: Dr. Jana Piňosová, Historikerin, Leiterin des Projekts „Sorbische Lausitz – (T)Räume einer nationalen Minderheit von 1918 bis heute“ am Sorbischen Institut

Eintritt frei. Um eine formlose Anmeldung bis zum 8. Mai 2019 unter 1918@serbski-institut.de wird gebeten.

Diese Veranstaltung wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

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8.4.2019 – Schülerinnen und Schüler besuchen das Sorbische Institut

Die Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse der Bautzener Sorbischen Oberschule besuchten am 2. April 2019 im Rahmen ihres Projekttages mehrere sorbische Institutionen. Es ist bereits Tradition, dass sich eine Gruppe auch mit der Arbeit des Sorbischen Instituts vertraut macht. So wurden verschiedene Projekte der Abteilungen Sprachwissenschaft und Kulturwissenschaften vorgestellt, darunter rein wissenschaftliche (z. B. der Sorbische Sprachatlas) oder solche mit Praxisbezug (wie die Rubrik „Sprachecke“ im Sorbischen Rundfunk des MDR oder die Vorlesefunktion für Ober- und Niedersorbisch). Außerdem informierten sich die Schüler über digitale Angebote auf der Webseite des Sorbischen Instituts, die sie auch für den Unterricht nutzen können. Einen Höhepunkt stellte der Besuch des Magazins des Sorbischen Kulturarchivs und der Sorbischen Zentralbibliothek dar, in dem sie sich einige Kostbarkeiten aus dem Bestand anschauten. Die Schülerinnen und Schüler selbst waren nicht nur passive Zuhörer, sondern hatten zahlreiche Fragen und Anmerkungen und arbeiteten aktiv mit, indem sie sich z. B. intensiver mit sorbischen Trachten beschäftigten oder sich im Lesen und Schreiben in der Frakturschrift versuchten.
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1.4.2019 – Neue Publikationen des Sorbischen Instituts

Kleine Reihe, Nr. 30 : "Ortschaftsnamen im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden im Land Brandenburg - Mjenja wobydlenišćow w starodawnem sedleńskem rumje Serbow w kraju Bramborska" von Fabian Kaulfürst und Měto Nowak

Kleine Reihe, Nr. 31 : "Verflechtungsraum Lausitz. Böhmisch-ungarische Exulanten und Lausitzer Sorben. Begegnungen und Beziehungen im 18. Jahrhundert" von Lubina Mahling
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27.3.2019 Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange übergibt Zuwendungsbescheid für Inklusionsprojekte an Sorbisches Institut

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19.3.2019 – Abschlusskonferenz des sorbischen Parts des SMiLE-(Sustaining Minoritized Languages in Europe)Projekts am 31. Mai 2019

Die Abschlusskonferenz der Studie „Sorbische Sprache(n): Revitalisierung in verschiedenen politischen Systemen“ im Rahmen des Projekts SMiLE (Sustaining Minoritized languages in Europe), finanziert vom Smithsonian Center for Folklife and Cultural Heritage und angesiedelt am Sorbischen Institut in Bautzen/Budyšin, findet am 31. Mai 2019 von 13.00 bis 18.00 Uhr im Sorbischen Haus (Serbski dom) in Bautzen/Budyšin statt. Präsentiert werden die wichtigsten Erkenntnisse zu vergangenen und aktuellen Anstrengungen zur Wiederbelebung beider sorbischer Sprachen. Die Konferenz bietet den Teilnehmern Gelegenheit zum Gedankenaustausch über die Situation des Ober- und Niedersorbischen, über aktuelle Aktivitäten der Länder Sachsen und Brandenburg sowie der Sorben selbst zur Förderung der beiden Minderheitensprachen und zur Diskussion über akute Anforderungen für ihre Bewahrung und Weiterentwicklung.
Die Konferenz wird von Dr. Mary S. Linn, Kuratorin für kulturelle und sprachliche Revitalisierung, Smithsonian Center for Folklife and Cultural Heritage, Washington D.C. und Direktorin des SMiLE-Programms, eröffnet. Sie wird die wichtigsten Grundzüge und Ziele des Programms vorstellen. Das intensive halbtägige Konferenzprogramm umfasst die Hauptpräsentation der Projektleiterinnen Dr. Cordula Ratajczak und Prof. Dr. Nicole Dołowy-Rybińska über Sprachpolitik und -planung in der Ober- und Niederlausitz, gefolgt von einer ausführlichen Diskussion mit den Konferenzteilnehmern und zwei Präsentationen der Projektmitarbeiter Alena Paulik und Gregor Kliem zur Sprachpraxis in der Ober- und Niederlausitz mit besonderem Fokus auf die junge Generation. Der zweite Teil der Konferenz widmet sich dem Schulsystem für Minderheitensprachen. Die Konferenzgäste Prof. Bernadette OʻRourke (Heriot-Watt-Universität, Edinburgh) und Alejandro Dayán-Fernández (Doktorand an der Heriot-Watt-Universität, Edinburgh), die sich mit der galizischen Sprache in Spanien beschäftigen, werden ihre Forschungen zum Semente-Immersionsprojekt vorstellen, das 2011 von einer Gruppe galizischer Sprachaktivisten aus dem urbanen Milieu initiiert wurde. Dieser Präsentation schließt sich eine Diskussion zur Lage der sorbischen Sprachausbildung und ihren zukünftigen Herausforderungen an.
Die Präsentationen werden auf Ober- und Niedersorbisch sowie in englischer Sprache gehalten. Die Organisatoren bieten eine simultane Übersetzung in deutscher Sprache an.

Aufgrund der begrenzten Anzahl von Plätzen senden Sie bitte zur Bestätigung Ihres Interesses bis zum 6. Mai 2019 eine E-Mail an Dr. Cordula Ratajczak.

Programm
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18.2.2019 – II. Young Scientists Workshop der Sektion Land-, Agrar- und Ernährungssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

17.–19. Mai 2019 in Nebelschütz/Njebjelčicy

Vom 17. bis 19. Mai 2019 möchten wir gemeinsam mit dem Sorbischen Institut in Bautzen im sächsischen Nebelschütz/Njebjelčicy den II. Young Scientists Workshop unserer Sektion organisieren. Die Gemeinde Nebelschütz/ Njebjelčicy ist eine für ihr soziales Engagement mehrfach ausgezeichnete Gemeinde. Sie liegt im Kernsiedlungsgebiet der sorbischen Minderheit. In Nebelschütz/ Njebjelčicy spricht die Mehrheit der Bevölkerung Obersorbisch.

Ziel des Workshops ist es, in einem angenehmen Umfeld und in konstruktiver Atmosphäre DoktorandInnen und anderen jüngeren WissenschaftlerInnen, die zu Themen der Land-, Agrar- und Ernährungssoziologie arbeiten, die Möglichkeit zu geben, Kontakte zu anderen Interessierten herzustellen und Ideen und Erfahrungen auszutauschen.

Teilnahmevoraussetzung ist die Einreichung eines schriftlichen Beitrags (z. B. ein Exposé im frühen Stadium der Dissertation oder einen Artikel zu einem fortgeschrittenen Arbeitsstand). Alle Beiträge werden im Rahmen des Workshops ausführlich kommentiert und gemeinsam diskutiert. Es können unter anderem der Stand einer Qualifizierungsarbeit, theoretische Fragen und/oder methodische Probleme zur Diskussion gestellt werden – im Sinne eines Workshops sind verschiedene Inhalte und Diskussionsformate denkbar. Falls das Exposé eines Promotionsprojekts vorgestellt wird, bitten wir Sie, die Leitfragen zu beachten. Diese und eine Beschreibung des geplanten Ablaufs finden Sie ->hier .

Neben intensiven wissenschaftlichen Diskussionen stehen auch gemeinsame Aktivitäten in der Region auf dem Programm. Wir hoffen, einen Rahmen entfalten zu können, in dem sich die Beteiligten – ausgerichtet an den eigenen Interessen, Vorkenntnissen und Bedürfnissen – möglichst selbstbestimmt ihr Programm und die inhaltlichen Schwerpunkte entwickeln.

Da die Kapazitäten etwas begrenzt sind, ist bei großem Interesse eventuell eine Auswahl notwendig. InteressentInnen senden ihre Interessenbekundungen bitte bis zum 15. März 2019 an die -> OrganisatorInnen.

Verwenden Sie bitte dazu folgendes ->Word-Formular .

Eine Rückmeldung zu Ihrer Teilnahme erfolgt bis spätestens 01. April 2019.

Für die Übernachtungskosten und Mahlzeiten fällt ein Eigenbeitrag von ca. 160 € an.

Kontakt:
Jana Rückert-John, Lutz Laschewski, Moritz Maurer und Annett Steinführer
(Vorstand der Sektion Land-, Agrar- und Ernährungssoziologie)
und
Hauke Bartels, Theresa Jacobs, Fabian Jacobs (Sorbisches Institut e.V.)
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10.1.2019 – Schriften des Sorbischen Instituts Band 65 erschienen

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Friedrich Pollack: Kirche – Sprache – Nation. Eine Kollektivbiografie der sorbischen evangelischen Geistlichkeit in der frühneuzeitlichen Oberlausitz"

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts erfasste die Reformation weite Teile der Lausitz und läutete eine neue Epoche in der regionalen Geschichte ein. Namentlich für die hier lebenden Sorben ging die Einführung des neuen Glaubens mit einem tiefgreifenden sozialen und kulturellen Wandel einher, der sich in der Ausbildung einer sorbischen Schriftsprache und Literatur sowie einer zunehmenden sozialen Differenzierung der sorbischen Bevölkerung äußerte. Maßgeblich verkörpert wurde diese Entwicklung von der sorbischen Geistlichkeit, die sich im Verlauf der Frühen Neuzeit zu einem wichtigen Schrittmacher der sorbischen und damit auch der lausitzischen Geschichte entwickelte. In seiner als Band 65 der Schriften des Sorbischen Instituts erschienen Dissertation beleuchtet der Historiker Friedrich Pollack die sozial- und kulturgeschichtlichen Hintergründe der sorbischen evangelischen Geistlichkeit in der frühneuzeitlichen Oberlausitz. Auf Grundlage von mehr als 800 Lebensläufen zeichnet der Autor ein kollektivbiografisches Porträt dieser „wendischen Priesterschaft“ zwischen dem 16. und frühen 19. Jahrhundert, in dessen Mittelpunkt die familiären, sprachlichen und geistig-intellektuellen Umstände ihrer Tätigkeit stehen. Mit Blick auf vergleichbare Konstellationen bei anderen europäischen Völkern verdeutlicht die Untersuchung schließlich exemplarisch den Prozess der Elitenbildung innerhalb kleiner, staatenloser Völker in der vormodernen Ständegesellschaft.
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Neuigkeiten & Veranstaltungen

Neuigkeiten im Überblick finden Sie hier . Zur Veranstaltungsübersicht gelangen Sie hier .

5.11.2019 – Lětopis 2/2019 erschienen

1.11.2019 – Stellenausschreibung

Mitarbeiter/Mitarbeiterin im Wissenschaftlichen Sekretariat

25.10.2019 – Statistik der Lausitzer Sorben (1884/86)

erstmals in deutscher Sprache erschienen

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