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In Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) wurde in die Webseite des Sorbischen Instituts eine Vorlesefunktion für Deutsch implementiert. Leider ist eine entsprechende Technologie für die beiden sorbischen Schriftsprachen nicht verfügbar. Das Sorbische Institut ist sich dieser Problematik bewusst und sondiert zurzeit mit Partnern die Entwicklung einer entsprechenden Software. Außerdem bereiten sorbische Ausdrücke in deutschem Text der deutschen Vorlesefunktion erkennbar Schwierigkeiten. Wir bitten dafür um Verständnis, da wir nicht allein aus diesem Grund auf die sorbischen Ausdrücke verzichten möchten.

Die oben genannte Maßnahme wurde finanziert aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

Ältere Einträge: 2009



7. 12. 2009: Neuerscheinung "Trachten als kulturelles Phänomen der Gegenwart"

Als 49. Band der Schriften des Sorbischen Instituts liegt nun im Domowina-Verlag Bautzen das Buch »Trachten als kulturelles Phänomen der Gegenwart« vor, welches von Ines Keller und Leonore Scholze-Irrlitz herausgegeben wurde.
Trachten sind in den deutsch- und sorbischsprachigen Regionen seit jeher fester Bestandteil der Volkskultur. In der Gegenwart hat sich jedoch ein Bedeutungswandel vollzogen. Während die Tracht als Alltagskleidung fast völlig verschwunden ist, nimmt das Tragen von Trachten zu besonderen Anlässen und zu Präsentationszwecken zu.
Dieser Band enthält die Beiträge einer gemeinsamen Tagung des Sorbischen Instituts und der volkskundlichen Landesstellen der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde vom März 2007. Die Autoren beschäftigen sich u. a. mit Fragen, wie Trachten heute präsentiert werden, wie in ihnen das „Vergangene“ in die „Gegenwart“ getragen und wie der Wandel von ehemals alltagskulturellen Erscheinungen zum heutigen Kulturerbe reflektiert wird.

"Trachten als kulturelles Phänomen der Gegenwart", herausgegeben von Ines Keller und Leonore Scholze-Irrlitz, Schriften des Sorbischen Instituts 49, Fotos, Broschur, 24,90 €, ISBN 978-3-7420-2137-3

10. 12. 2009: Neuerscheinung "Politische Dimension der Ethnizität"

Zusammen mit der Politologin Małgorzata Mieczkowska von der Universität Szczecin (Polen) fungiert der Direktor des Sorbischen Instituts Bautzen, Prof. Dr. Dietrich Scholze, als Herausgeber und Mitautor eines Tagungsbandes, der im Ergebnis einer bilateralen Konferenz vom 27. bis 29. Oktober 2008 zum Thema „Politische Dimensionen der Ethnizität“ entstand. Die Beiträge in deutscher und polnischer Sprache befassen sich u. a. mit der Gleichberechtigung der Sorben in Sachsen, mit den Nordfriesen in der deutschen Politik seit 1945 oder mit der russischen Nationalitätenpolitik gegenüber den Wolga-Tataren. Erstmals aus politikwissenschaftlicher Perspektive beschrieben werden die Protestdemonstrationen der Sorben 2008 in Bautzen und Berlin, bei denen eine ausreichende Förderung der kulturellen Einrichtungen angemahnt wurde. Die Beiträge sollen zu weiteren Studien anregen, die die Verbindung von Ethnizität und Politik in den Mittelpunkt vergleichender Analaysen rücken, so die Herausgeber.

Małgorzata Mieczkowska / Dietrich Scholze (Hg.)
Polityczne wymiary etniczności (Politische Dimensionen der Ethnizität)
Kraków 2009
272 Seiten, Festeinband
ISBN 978-83-929094-1-5

1. 12. 2009: Analyse des sorbischen Schulwesens

Eine aktuelle Analyse des sorbischen Schulwesens hat jetzt die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Sorbischen Instituts und Vorsitzende des Sorbischen Schulvereins Ludmila Budar erarbeitet. Die Untersuchung erschien als 12-seitige Beilage zum Heft 4/2009 der Zeitschrift „Serbska šula“ (Sorbische Schule). Das Heft selbst enthält auf den Seiten 124–132 den Rechenschaftsbericht des Sorbischen Schuvereins, in dem spezifische Probleme auf dem Gebiet des sorbischen Schulwesens dargelegt werden. Die Beilage bietet u. a. umfangreiche statistische Angaben zu aktuellen Geburten-, Kindergarten- und Schülerzahlen, Sprachkonstellationen oder Stundentafeln sowie zum Status der sorbischen (wendischen) Sprache und zum pädagogischen Nachwuchs.

28. 11. 2009: Sitzung des Domowina-Bundesvorstands, Njepila-Hof Rohne

Mitarbeiter des Sorbischen Instituts waren am 28. November zu einer Sitzung des Domowina-Bundesvorstandes eingeladen. Sie stellten drei Projekte der Abteilung Empirische Kulturforschung/Volkskunde zu Mittleren Lausitz und zur Niederlausitz vor. PD. Dr. habil. Elka Tschernokoshewa präsentierte das Projekt „Sorbische Kultur und Identität in der Ortslage Proschim mit Karlsfeld“, welches von ihrer Mitarbeiterin, der Soziologin Henrike Krohn bearbeitet worden war. Der Ethnologe Fabian Jacob sprach zum Kirchspiel Schleife: „Skizzen aus der Lausitz II. Lebenswelten und Weltbilder im 21. Jahrhundert“. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Ines Neumann referierte zum Thema „Einstellungen junger Niedersorben zur niedersorbischen (wendischen) Identität. Gegenwart und Perspektive“.

25. 11. 2009: 50. Band der Schriften des Sorbischen Instituts erschienen

Gerald Stone
The Göda Manuscript 1701
A Source for the History of the Sorbian Language
Schriften des Sorbischen Instituts 50
404 Seiten, Broschur
ISBN 978-3-7420-2125-0
24,90 Euro


23. 11. 2009: Neuerscheinung – Im Labyrinth des Sorbischen

Was bedeutet das Wort hrabnjenčko, wie sagt man sorbisch für Abwrackprämie und welcher Unterschied besteht zwischen den Verben nadpadnyć und napadnyć? Solchen Fragen widmen sich die Autorinnen, die als Sprachwissenschaftlerinnen im Sorbischen Institut tätig sind, in der vorliegenden Publikation, die auf der Grundlage von Rundfunkbeiträgen entstanden ist. Auf unterhaltsame und leicht verständliche Weise beschäftigen sie sich mit der sorbischen Sprache: Sie suchen Entsprechungen für deutsche Wörter, behandeln in Form und Bedeutung ähnliche Wörter und regionale Sprachunterschiede, erklären Redewendungen, die Herkunft von Wörtern und verschiedene grammatische Erscheinungen. Als praktisches Hilfsmittel in kniffligen Sprachfragen ist das Buch nützlich für jeden, der sich für die sorbische Sprache interessiert.

Jana Šołćina / Anja Pohončowa / Sonja Wölkowa, Z labyrinta serbšćiny. Bjesady wo rěči, Domowina-Verlag, Bautzen 2009, 192 S.

16. 11. 2009: Zu Gast im Institut – Nadine Blumer
(Freie Universität Berlin / Toronto)

Mit einem Vortrag zum Thema „Einwanderer-Identität in Frage stellen: Sinti und Roma definieren das Deutschsein durch das Berliner Holocaust-Denkmal“ war am Montag, dem 16. November die kanadische Soziologin Nadine Blumer in der Abteilung Empirische Kulturforschung / Volkskunde zu Gast. Derzeit forscht sie in Deutschland für ihre Dissertation, in der sie die Holocaust-Erinnerungspolitik in Berlin analysiert sowie Standpunkte, die die Sinti und Roma zu dieser Thematik einnehmen.

10. 11. 2009: Vortrag „Serbski management“, Horno

Die Erzählforscherin Dr. Susanne Hose war am 10. November mit dem Vortrag „Serbski management. Krabat oder die Erschaffung einer Erlebniswelt“ bei der Domowina-Ortsgruppe in Horno zu Gast. Der Vortrag befasste sich mit dem Phänomen, wie eine Sagengestalt als Marke und touristische Attraktion werbewirksam Verwendung findet.

7. 11. 2009: Schwela-Tagebücher wurden übergeben, Sorbisches Institut

Am 7. November 2009 erhielt das Sorbische Kulturarchiv Bautzen einen wertvollen Neuzugang. Tagebücher des niedersorbischen Pfarrers und Sprachwissenschaftlers Gotthold Schwela / Bogumił Šwjela (1873-1948) wurden von dessen Enkel, dem Physiker Dr. Dieter Schwela aus Essen, an die Wissenschaftler übergeben. „Die Tagebücher sind für uns ein wichtiges Puzzleteil, um dem Leben und Wirken von Schwela nachzugehen“, sagte die Archivarin Dr. Annett Bresan. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese ganz besonderen Zeugnisse niedersorbischen Lebens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu erfassen, die sorbischen Passagen ins Deutsche zu übersetzen und mit Anmerkungen und einem Vorwort zu versehen. So bereitet sie die Tagebücher für eine Veröffentlichung vor. „Schwela schreibt von politischen Vorgängen genauso wie von familiären Begebenheiten, von seiner Arbeit als Pfarrer und von seinem Kampf um das Sorbische. Erzählungen über dörfliche Streitigkeiten, Beschreibungen des Alltagslebens, seine Träume und Wünsche oder die Trauer darum, dass er seine Kinder und seine Frau nicht für das Sorbische gewinnen konnte, werden von Schwela thematisiert“, so Bresan. Gotthold Schwela gilt als eine der Leitfiguren sorbischer Belange in der Niederlausitz. Er lebte als Pfarrer in Cottbus, Nochten und Dissen, war Mitbegründer der Domowina, verfasste ein niedersorbisches Sprachlehrbuch und untersuchte niedersorbische Flurnamen. Letztere Untersuchung wurde erst nach seinem Tod veröffentlicht, da ein Erscheinen aufgrund des slawischen Ursprungs der niederlausitzer Flurnamen nicht erwünscht war. Er war einer der letzten Pfarrer, die seinerzeit noch auf Niedersorbisch predigten. Als ihm dies 1942 vom Konsistorium verboten wurde, verließ er die Lausitz und zog zu seiner Tochter nach Thüringen. Der größte Teil seines Nachlasses befindet sich im Sorbischen Kulturarchiv und ist ein großer Fundus für Sprachwissenschaftler, Volkskundler und Historiker.

2./3. 11 2009: Wissenschaftlicher Beirat

Am 2. und 3. November 2009 fand die Jahrestagung des Wissenschaftlichen Beirats des Sorbischen Instituts statt. Die Beiratsmitglieder sind dafür zuständig, die Forschungsvorhaben und -ergebnisse des Instituts mit den Mitarbeitern zu diskutieren, Anregungen für die weitere Arbeit zu geben und das Kuratorium in seinen Entscheidungen zu beraten. Der Beirat setzt sich aus neun Professoren und Professorinnen zusammen, die beispielsweise an Universitäten in Wien, Poznań, Bratislava, Saarbrücken, Dresden oder Kiel lehren. Traditionell findet am ersten Abend der Begegnung ein öffentlicher Vortrag statt. In diesem Jahr sprach die Kulturanthropologin Dr. Cordula Ratajczak zum Thema „Sorbisch aus der Sicht Deutschsprechender im zweisprachigen Bautzen“.

1. 11. 2009: Neuerscheinung – Sorbische Redewendungen in Buchform für Kinder und Junggebliebene

Wenn man im Deutschen sagt, man „müsse sich den Mund fusselig reden“, gibt es im Sorbischen keine wortwörtliche Übersetzung für diese Redewendung. Will man in der sorbischen Sprache den Umstand beschreiben, dass man viele Worte machen muss, damit das Gegenüber einen versteht und derjenige trotzdem stur bleibt, heißt es: „rěči kaž dochtyr choremu swinjenću“ – auf jemanden einreden wie der Doktor auf ein krankes Schwein. Mehr als 300 solcher Redensarten hat die Leiterin der Abteilung Sprachwissenschaft am Sorbischen Institut Bautzen, Sonja Wölke und ihr Kollege Anatoli Iwtschenko aus Lwiw (Ukraine) zusammengetragen und für Kinder anschaulich gemacht. Besonders hilfreich sind dabei die witzigen Illustrationen des Grafikers Thomas M. Müller, der an der Hochschule für Buchgestaltung in Leipzig das Fach „Illustration“ lehrt. Wenn ein Doktor mit einem kranken Schwein spricht, stellt sich das Müller so vor, als läge der niedliche rosa Grunzer mit Fieberthermometer in Mäulchen im Bett und ein aufgebrachter Herr mit erhobenen Zeigefinger rede auf ihn ein. Dazu fügten die Sprachwissenschaftler eine Erklärung bei, in welchen Situationen diese Redewendung verwendet wird sowie ein Beispiel aus dem Alltagsleben. Gibt es eine deutsche Entsprechung, wird auch diese vermerkt. Das kleine phraseologische Wörterbuch (Wörterbuch der Redewendungen) lädt ein zum Schmökern und Schmunzeln, ist aber auch gut für den Sorbischunterricht geeignet, um die Kompetenzen in der sorbischen Sprache zu erweitern.

Sonja Wölkowa / Anatolij Iwčenko, Wo wćipnych Jěwach a nócnych hawronach, Domowina-Verlag Bautzen 2009, 158 S.

1. 11. 2009: Neue Doktorandin arbeitet zu Mina Witkojc

Die Historikerin Stefanie Krautz hat ihre Stelle als neue Doktorandin des Sorbischen Instituts angetreten. In ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit der niedersorbischen Schriftstellerin Mina Witkojc (1893–1975) und deren politischer Biografie. Mina Witkojc war seinerzeit eine engagierte Redakteurin und setzte sich intensiv für sorbische Belange ein. 1933 erhielt sie von der nationalsozialistischen Regierung Schreibverbot, dem in den Jahren 1941/42 ein Aufenthaltsverbot für die Lausitz folgte. „Mich interessiert besonders die Verbindung von der kollektiven Biografie mit dem privaten Lebenslauf von Mina Witkojc. Ihre Lebensgeschichte ist für eine Frau in dieser Zeit sehr ungewöhnlich“, so Stefanie Krautz.

10. 10. – 10. 12. 2009: Gastwissenschaftlerin Dr. Waleria B. Kolosowa

Dr. Waleria B. Kolosowa vom Institut für Sprachwissenschaften der Universität Sankt Petersburg forscht derzeit am Sorbischen Institut zur Thematik: „Lexik und Symbolgehalt sorbischer Volksbotanik“. Dabei untersucht sie anhand der Volksbezeichnungen von Pflanzen den Zusammenhang von Funktion und Namen. Quellen findet sie in Folkloretexten wie Sprichwörtern und Liedern. Besonders wichtig ist dabei Material über sorbische Volksmedizin. Mit dieser Arbeit leistet Waleria Kolosowa einen Beitrag zur vergleichenden Volksforschung.

19.10.2009: Neuerscheinung
Maria Mirtschin: "Fiktive Welten auf Postkarten"

Mit dem Siegeszug der Bildpostkarten am Ende des 19. Jahrhunderts wurden auch zahlreiche Postkarten mit Lausitzer – und speziell mit sorbischen/wendischen – Motiven in den Handel gebracht. Diese neue Form der Korrespondenz nahmen die Menschen begeistert auf, insbesondere das Aufblühen des Reiseverkehrs verhalfen den bunten Kärtchen zu großem Aufschwung. Von nun an galt es als schick, in der Bahn, in den Biergärten oder im Strandkorb Postkarten an die Daheimgebliebenen zu versenden. Die Kunstwissenschaftlerin Dr. Maria Mirtschin vom Sorbischen Institut Bautzen hat sich der Erforschung dieses Massenphänomens im Bezug auf sorbische Belange gewidmet. In ihrer Publikation „Fiktive Welten auf Postkarten. Sorben in der Massenkultur“, beschreibt sie den Stellenwert, den sorbische/wendische Motive auf Postkarten einnahmen. Dabei untersuchte sie sowohl die Fremd- als auch die Selbstdarstellung der Sorben innerhalb dieses Mediums, denn einerseits erfuhren mit den Postkarten Bilder von den Sorben eine Verbreitung, die bis dahin undenkbar war. Andererseits versuchten natürlich auch die Sorben selbst, Bildpostkarten zu nutzen, um ihre Identität auszudrücken und für die sorbisch-nationale Bewegung zu funktionalisieren. Das Buch bietet eine umfassende Einführung in die Geschichte der sorbischen Bildpostkarte in Relation zur allgemeinen Entwicklung, detaillierte Analysen von Karten mit sorbischer Motivik sowie einen ausführlichen Bildteil.

10. 10. 2009: Lětopis 2009/2 erschienen

Im Bautzener Domowina-Verlag erschien jetzt Heft 2/2009 der Zeitschrift für sorbische Sprache, Geschichte und Kultur „Lětopis“. Es enthält Beiträge in deutscher, sorbischer und englischer Sprache zu den verschiedensten Forschungsfeldern. So befasst sich die Stettiner Politikwissenschaftlerin Małgorzata Mieczkowska mit der Thematik „Protestdemonstrationen der Sorben – eine Form der politischen Kommunikation“, Literaturwissenschaftlerin Katharina Elle untersucht zwei bekannte deutsche Romane nach ihrem Bezug zum Sorbischen, Kulturanthropologin Cordula Ratajczak stellt ihre Studie zur Akzeptanz des Sorbischen im zweisprachigen Bautzen vor. Darüber hinaus werden Themen wie der spezielle akustische Charakter des Schleifer Dialekts, die Sorben und der Kalte Krieg oder Lausitzer Ortsnamen behandelt. Auch Rezensionen wissenschaftlicher Literatur bilden einen wichtigen Teil der Zeitschrift, die zweimal im Jahr vom Sorbischen Institut herausgegeben wird.

Sorbisches Institut (Hg.)
Lětopis 56
Heft 2 / 2009
Zeitschrift für sorbische Sprache, Geschichte und Kultur
Domowina-Verlag Bautzen
ISSN 0943-2787
Preis 15,00 €


9. 10. 2009: Vortrag „Dem Volk aufs Maul geschaut“, Ratzdorf

Auf Einladung des Kulturkreises Neißemündung referierte die Erzählforscherin Dr. Susanne Hose am 9. Oktober 2009 im Europäischen Begegnungszentrum Ratzdorf nahe Eisenhüttenstadt zu Besonderheiten der Niederlausitzer Mundart.

5. 10. 2009: Vortrag „Deutsch-sorbische geografische Namen – ein notwendiges Übel“, Polnisches Institut Leipzig

Die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Sorbischen Instituts und Vorsitzende des sorbischen Schulvereins Ludmila Budar spricht am 5. Oktober 2009 um 17.30 Uhr im Rahmen des Festkolloqiums „50 Jahre Ständiger Ausschuss für geografische Namen“ zu dem Thema „Deutsch-sorbische geografische Namen – ein notwendiges Übel?“ Der Ständige Ausschuss für geografische Namen wurde im Jahre 1959 vom Bundesministerium des Inneren eingerichtet und ist für die Standarisierung geografischer Namen zuständig.

27. bis 30. September 2009: 37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde zum Thema „Mobilitäten. Europa in Bewegung als Herausforderung kulturanalytischer Forschung“ Freiburg / Breisgau

Die Mitarbeiter der Abteilung Empirische Kulturforschung/Volkskunde PD Dr. Elka Tschernokoshewa (Leiterin), Dr. Ines Keller (Vertreterin der Gruppe der volkskundlichen Landesstellen im Hauptausschuss der DGV) und Henrike Krohn (Projektmitarbeiterin) nahmen vom 27. bis 30. September am 37. Kongress der Gesellschaft für Volkskunde in Freiburg teil. Neben Plenarvorträgen wurden acht Sektionen und neun Panels angeboten, die neuere Ergebnisse aus verschiedensten Bereichen kulturwissenschaftlich-volkskundlicher Forschung vorstellten. Dabei wurden Untersuchungen über soziale Mobilitäten genauso eingebunden wie beispielsweise neuere Resultate in der Fachgeschichtsschreibung. Den nächsten Kongress in zwei Jahren wird erstmals die Universität Tübingen ausrichten.

26. 9. 2009: Neuerscheinung - Hybride Welten Band 4

Die Kulturwissenschaftlerin Dr. habil. Elka Tschernokoshewa leitet am Sorbischen Institut in Bautzen die Abteilung Empirische Kulturforschung/Volkskunde. Ihre Arbeitsgebiete sind unter anderem die vergleichende Minderheitenforschung, Alltagskultur und interkultureller Dialog. Sie ist Begründerin einer Theorie der „Hybridologie“ – einem Denkmuster, das von der „Zusammenführung des zuvor Getrennten“ ausgeht. Ihre theoretischen Ansätze, verbunden mit empirischen Studien und Analysen von ihr selbst und Wissenschaftskollegen werden in der Reihe „Hybride Welten“ bei Waxmann verlegt. Am 26. September erschien Band 4.

Elka Tschernokoshewa / Udo Mischek (Hg.)
Hybride Welten Band 4
Beziehungsgeflecht Minderheit
Zum Paradigmenwechsel in der Kulturforschung / Ethnologie Europas
Waxmann-Verlag, Münster 2009
ISBN 978-3-8309-2213-1

25. 9. 2009: Tagung „Nebendeutsch“ , Universität Bremen

Die Sprachwissenschaftlerin Dr. Jana Schulz sowie der Slavist und Leiter der Abteilung „Niedersorbische Forschungen“ Dr. Hauke Bartels nehmen an der Tagung „Nebendeutsch“ der Universität Bremen teil. Dr. Hauke Bartels referiert zum Thema „Niedersorbisch – Von Geschichte und Zukunft einer bedrohten Minderheitensprache“, Dr. Jana Schulz zu „Das Obersorbische zwischen slawischer Herkunft und deutschen Einflüssen.“ Anlässlich der Tagung wird die Publikation „Neben Deutsch. Die autochthonen Minderheiten- und Regionalsprachen Deutschlands“ (Hg. Christel Stolz) vorgestellt, bei der beide Wissenschaftler als Autoren vertreten sind.

24. 9. 2009: Neuerscheinung – Studien zur Sprache des Dichters Jakub Bart-Ćišinski

Lětopis 2009/Sonderheft:
Jana Schulz (Šołćina): Studien zur Sprache des Dichters Jakub Bart-Ćišinski . Domowina-Verlag Bautzen 2009, 201 Seiten

Der Dichter und Geistliche Jakub Bart-Ćišinski (1856–1909) hatte an der Herausbildung der obersorbischen Schriftsprache im 19. Jahrhundert einen bedeutenden Anteil. Die Sprachwissenschaftlerin am Sorbischen Institut Bautzen, Jana Schulz (Šołćina) erläutert in dem neu erschienenen Sonderheft der Reihe „Lětopis“ (Zeitschrift für sorbische Sprache, Geschichte und Kultur) die theoretischen Anschauungen Jakub Bart-Ćišinskis sowie seine Bemühungen zur praktischen Umsetzung im künstlerischen und publizistischen Werk. Die deutschsprachige Publikation erscheint anlässlich des 100. Todestages des sorbischen Nationaldichters.

14. 9. 2009: Veranstaltung „Ethnische Minderheiten und Migranten: Förderung von Toleranz und Achtung“ , Bildungszentrum des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales in Meißen

Der Direktor des Sorbischen Instituts Dietrich Scholze, die Leiterin der Abteilung Empirische Kulturforschung/Volkskunde PD Elka Tschernokoshewa sowie die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Cordula Ratajczak und Dr. Ines Keller nahmen am Montag, dem 14. September an einen Workshop teil. Gegenstand der Veranstaltung war die Integrationsarbeit in Sachsen, wobei Vertreter alter (wie der Sorben oder Sinti und Roma) und neuer Minderheiten (wie Vietnamesen oder Türken) über ihre Erfahrungen berichteten. Zwei Impulsreferate, vorgetragen von Karl Bey (Referatsleiter im Sächsischen Staatsministerium für Soziales) und PD Dr. Elka Tschernokoshewa boten die Diskussionsgrundlage für vier Workshops. Zwei von ihnen standen unter Leitung sorbischer Vertreter: die Arbeitsgruppe „Mehrsprachigkeit/Mehrkulturalität und Identität“ mit Elka Tschernokoshewa und „Die Multiplikatorenrolle der Medien“ mit Bjarnat Cyž.

10. 9. 2009: Vortrag „Sorbische Trachten in Vergangenheit und Gegenwart“, Senftenberg

Den Eröffnungsvortrag zur Veranstaltungsreihe „Wendisches in Senftenberg“ hielt die Bautzener Volkskundlerin Dr. Ines Keller zum Thema „Sorbische Trachten in Vergangenheit und Gegenwart“.
Weitere Referate werden ebenfalls von wissenschaftlichen Mitarbeitern des Sorbischen Instituts bestritten, so spricht Dr. Susanne Hose am Donnerstag, dem 15. 10. 2009 über „Domownja-Heimat. Ein alter Begriff neu gedacht.“ Um 18 Uhr im Senftenberger Lisa-Café.
Die Kunstwissenschaftlerin Dr. Maria Mirtschin spricht am Donnerstag, dem 29. 10. 2009 um 18 Uhr im Lübbener Ratssaal zu: „Fiktive Welten auf Postkarten. Sorben/Wenden in der Massenkultur.“

4. 9. 2009: Gespräch über "Akteure der sorbischen Zivilgesellschaft", Haus Klingewalde

Am 4. September nahmen Mitarbeiter des Instituts in Klingewalde (Görlitz) an einem Gespräch über „Akteure der sorbischen Zivilgesellschaft“ teil, welches vom VIII. Collegium Pontes initiiert worden war. Fabian Jacobs, Katharina Elle und Helmut Schirmer stellten Forschungsergebnisse im Bezug zu sorbischen Engagement in der Ober-, Mittel- und Niederlausitz vor. Dr. habil. Elka Tschernokoshewa, Leiterin der Abteilung Empirische Kulturforschung/Volkskunde führte in die Thematik mit einem Vortrag über hybrides Leben in der Lausitz ein. Dr. Susanne Hose hatte die Gesprächsleitung inne. Im Anschluss referierte die Sprachwissenschaftlerin Jana Schulz zum sorbischen Bildungswesen.
Das Collegium Pontes (CP) wurde 2001 zur Förderung des Diskurses über die kulturelle, geistige und soziale Bestimmung Europas und der Europäischen Union gegründet. Es ist ein Wissenschaftskolleg und zugleich ein universitäres Netzwerk. Professoren und Nachwuchswissenschaftler treffen sich jedes Jahr zu einer intensiven Forschungsphase in Görlitz und bereiten in der anschließenden Manuskriptphase ihre Ergebnisse zur Publikation vor.

10.09.2009 : Befragung in Proschim

In Proschim startet die erste schriftliche Befragung zu sorbischem (wendischem) Leben in der Ortsgeschichte. Ab dem 14. September 2009 werden vom Sorbischen Institut Bautzen an alle wahlberechtigten Proschimer Bürger Fragebögen verschickt. Aus den Ergebnissen und weiteren Forschungen vor Ort erstellt das Team um Dr. habil. Elka Tschernokoshewa, Abteilungsleiterin im Arbeitsbereich Empirische Kulturforschung und Volkskunde, eine Studie zur sorbischen (wendischen) Identität und Kultur der Niederlausitzer Gemeinde. 1991 hatte sich die damals eigenständige Gemeinde dem angestammten sorbischen (wendischen) Siedlungsgebiet zugehörig erklärt. Letztlich soll ein repräsentatives Meinungsbild der Proschimer Bürger zur Thematik erstellt werden.
„Die Proschimer sind unsere wichtigsten Ansprechpartner, wenn nach dem Sorbisch-Sein dieses Ortes gefragt wird“, betont Dr. habil. Elka Tschernokoshewa. Sie ermutigt die Einwohner, ihre Ansichten zu äußern. Mit Zustimmung des Brandenburgischen Innenministeriums werden alle 284 Wahlberechtigten angeschrieben, um repräsentative Aussagen zu erzielen. Die Auswertung unterliegt den Regelungen des Datenschutzes, alle Angaben im Fragebogen werden anonym behandelt, d.h. die Antworten werden ohne Namen und Adresse ausgewertet. Die Erhebung wird gefördert durch die Vattenfall Europe Mining AG und dient als Grundlage für ein Gutachten im Rahmen des Tagebauplanverfahrens Welzow-Süd zum Teilfeld II. Über die Erkenntnisse werden alle Proschimer voraussichtlich Ende Januar 2010 informiert.

31. 8. – 5. 9. 2009: Konferenz zum Slawischen Sprachatlas

In Minsk fand vom 31. 8. bis zum 5. 9. 2009 die Jahrestagung der Internationalen Kommission für den Slawischen Sprachatlas statt, in dem die Dialekte aller slawischen Sprachen kartografisch dargestellt werden. Bisher liegen 12 Bände dieses wichtigen Werks der Dialektgeographie vor. An der Konferenz nahmen 46 Wissenschaftler aus 13 Ländern teil. Die sorabistische Dialektologie wurde von Dr. habil Sonja Wölke, Abteilungsleiterin für Sprachwissenschaft im Sorbischen Institut, vertreten. Auf der diesjährigen Tagung in Weißrussland wurden insbesondere neue Wege der Präsentation der Arbeit der Atlaskommission im Internet und die Nutzung computergestutzter Kartografiemethoden diskutiert.

24. und 15. 8. 2009: Konferenz des VIII. Collegium Pontes Görlitz-Zgorzelec-Zhořelec zum Thema: „Mehrwert durch Minderheit?“, Haus Klingewalde, Görlitz

Am Dienstag, den 25. August 2009 hielt die Sprachwissenschaftlerin Dr. Jana Schulz auf der Konferenz „Mehrwert durch Minderheiten“ des VIII. Collegium Pontes Görlitz-Zgorzelec-Zhořelec einen Vortrag zum Thema“ Kann der Lissabon-Prozess durch Immersion der Mehrheitsbevölkerung gesteigert werden?“ Das Collegium Pontes befasst sich in diesem Jahr mit der Frage, welchen Nutzen die Mehrheitsbevölkerung durch die Existenz von Minderheiten hat.

24.8.09: Zu Besuch im Institut

Am Montag, dem 24. August 2009 besuchten etwa 20 Studenten des Fachbereichs Regional-Geografie der Universität Passau das Sorbische Institut. Unter der Leitung von Branka Butina waren sie auf einer mehrtägigen Exkursion durch den deutsch-polnischen Grenzraum und bekundeten auch ihr Interesse, über das deutsch-sorbische Siedlungsgebiet informiert zu werden. Dr. Ines Keller und Dr. Susanne Hose aus der Abteilung Empirische Kulturforschung/Volkskunde führten die Besucher in die Thematik ein.

24.8.09: Öffentlicher Institutsvortrag

Am Montag, dem 24. August 2009 referierte PD Dr. Sönke Friedreich vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde aus Dresden zum Thema: „Vom Urlaub erzählen. Zur Erfahrungsgeschichte des Reisens in der DDR“. Er stellte ein Projekt vor, das sich mit Reiseerinnerungen wie beispielsweise Reisetagebüchern, Fotoalben und erinnerten Erzählungen befasst. Auf einen Aufruf des ISGV meldeten sich über 100 Probanden, die von ihren Urlauben nach Rumänien, Ungarn, Tschechien oder Rügen berichteten bzw. Material zur Verfügung stellten, das derzeit von Dr. Sönke Friedreich und seinen Mitarbeitern ausgewertet wird.

5.8.-4.9.2009: Gastwissenschaftlerin Dr. Małgorzata Milewska-Stawiany

Derzeit forscht Dr. Małgorzata Milewska-Stawiany von der Universität Gdańsk am Sorbischen Institut Bautzen. Die Sprachwissenschaftlerin beschäftigt sich mit Verkleinerungsformen im Sorbischen und möchte ihre Forschungsergebnisse in einer Habilitationsschrift präsentieren. Die sorbische Sprache erlernte sie in Bautzen, wo sie am Ferienkurs des Sorbischen Instituts teilnahm.
Interview (Sächsische Zeitung, 5. 9. 2009)

9.-13.8. 2009: Sprachcamp Jerischke

Das Sprachzentrum Witaj in Cottbus organisierte vom 9. bis 13. August 2009 ein Sprachcamp in Jerischke, bei dem sich Schüler der 8. bis 11. Klasse intensiv mit der niedersorbischen Sprache beschäftigen konnten. Neben verschieden Ausflügen hörten sie Vorträge in niedersorbischer Sprache. Unter den Vortragenden war auch Dr. Anja Pohontsch aus der Abteilung Sprachwissenschaft des Sorbischen Instituts. Sie behandelte die verschiedenen Möglichkeiten, neue Wörter zu bilden und übte dies anschließend mit den Schülern.

9. 7. 2009 – Lětopis 2009/1 online

Die Beiträge der wissenschaftlichen Zeitschrift für sorbische Sprache, Geschichte und Kultur LĚTOPIS werden seit heute im Internet angeboten. Die einzelnen PDF-Dateien können auf der Seiten der Online-Bibliothek für Zentral- und Osteuropa unter der Adresse www.ceeol.com erworben werden. Der Domowina-Verlag Bautzen, in dem die Zeitschrift erscheint, bietet damit erstmals digitale Inhalte an. In den nächsten Wochen sollen weitere Ausgaben des LĚTOPIS, der vom Sorbischen Institut Bautzen herausgegeben wird, folgen.

www.ceeol.com

7. 7. 2009: Geneviéve Champeau-Bréhier (französische Honorarkonsulin)

Auf der Suche nach Partnern für ein Projekt, das sich mit dem Jubiläum „20 Jahre friedliche Revolution / 20 Jahre Mauerfall“ beschäftigt und in diesem Zusammenhang auch mit dem Leben der Sorben, weilt derzeit die französische Honorarkonsulin Geneviéve Champeau-Bréhier in der Lausitz. Gestern besuchte sie Vertreter der Stiftung für das Sorbische Volk, des Sorbischen Instituts, des Sorbischen Museums, der Gedenkstätte Bautzen II sowie den Oberbürgermeister Christian Schramm, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu besprechen. Die Honorarkonsulin, die gleichzeitig auch Leiterin des deutsch-französischen Kulturzentrums in Brest in der Bretagne ist, interessiert sich sehr für die zweisprachige Lausitz. Sie selbst ist ein Kind bretonischer Eltern und kennt die Vor- und Nachteile der Zugehörigkeit zu einer anderen ethnischen Gemeinschaft. Diese Gemeinsamkeiten will sie in einer Veranstaltungsreihe im November dieses Jahres auch ihren bretonischen Landsleuten nahe bringen. In Bautzen stieß ihr Anliegen auf großes Interesse, so einigte man sich, dass die Wanderausstellung „Sorben in Deutschland“ im November auf die Reise nach Brest gehen wird. Das Sorbische Museum stellt Filmsequenzen zur Verfügung und auch der Oberbürgermeister sagte sein Kommen für diese Veranstaltung zu. Mit Ludmila Budar, der Vorsitzende des Sorbischen Schulvereins, vereinbarte Geneviéve Champeau-Bréhier ein Forum mit Initiatoren des bretonischen „Diwan“, dem Vorbild des sorbischen Modellprojets „Witaj“ sowie ein kulturelles Rahmenprogramm. Darüber hinaus besuchte die Konsulin die sorbisch-katholische Lausitz und den sorbischen Kindergarten in Crostwitz. (ke)

2. 6.–17. 7. 2009 – Jauhenija Volkava

Im Institut zu Gast: Jauhenija Volkava von der Akademie der Wissenschaften Minsk / Weißrussland recherchierte für ihre Dissertation zu weißrussischen-sorbischen Sprachbeziehungen.
sn2009-07-08-volkava1313.pdf

14. 5.–18. 7. 2009: Prof. Dr. Rosemarie Statelova

Die Gastwissenschaftlerin vom Institut für Kunstwissenschaften der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften forschte zu "Dialogische Begegnungen im Musikfeld der bikulturellen Lausitz".

5. 5. 2009 – Band 48 der Schriften des Sorbischen Instituts erschienen

"Stätten und Stationen religiösen Wirkens. Studien zur Kirchengeschichte der zweisprachigen Oberlausitz" heißt die 336-seitige Schrift, herausgegeben von Lars-Arne Dannenberg (Dresden) und Dietrich Scholze (Bautzen).

Inhalt:
  • Vorwort
  • Einführung
  • Glaube und Herrschaft
  • Aufbruch und Beharrung
  • Wandel und Widerstand

12. 3. 2009 – Lětopis 2009/1 erschienen

Pünktlich zur Leipziger Buchmesse (12.–15. 3. 2009) wurde er ausgeliefert.


4. 3. 2009 – Kleine Reihe des Sorbischen Instituts, Band 12 erschienen

Die Ehrungen des sorbischen Schriftstellers Kito Lorenc erschienen gesammelt in Band 12 der Kleinen Reihe des Sorbischen Instituts.
Redaktion: Franc Šěn
Vorwort: Christian Prunitsch

Inhalt:
  • Verleihung des „Goldenen Schlüssels von Smederevo“ (Serbien), 5. 11. 2008
  • Verleihung der Ehrendoktorwürde der Fakultät Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften der TU Dresden, 18. 12. 2008
  • Verleihung des Lessingpreises des Freistaates Sachsen in Kamenz, 17. 1. 2009


Seit dem 4. 2. 2009 – Biblia 1728 online zugänglich

Die Sorbische Zentralbibliothek beim Sorbischen Institut in Bautzen arbeitet seit mehreren Jahren kontinuierlich an der Digitalisierung ihrer einzartigen historischen Medienbestände.
Besonders wertvolle Bücher werden in Rahmen ihrer Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden für die Europäische Digitale Bibliothek »Europeana« digitalisiert und online zugänglich gemacht.

Unlängst digitalisiertes Buch:

  • Biblia, To je Zyłe Szwjate Pißmo Stareho a Noweho Sakona (1728)

13. 3. 2009 - Stellenausschreibung (verlängert bis 12. Juni 2009)

aus: Serbske Nowiny vom 13. 3. 2009 (deutsche Übersetzung)

14. 12. 2009: Öffentlicher Vortrag

Zu einem öffentlichen Vortrag lädt das Sorbische Institut Bautzen (Bahnhofstr. 6) am Montag, dem 14. Dezember um 14 Uhr ein. Referentin ist Dr. habil. Uta Corsa, die zum Thema „Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen. Chancen und Risiken“ spricht. Uta Corsa ist Geschäftsführerin des Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanal (SAEK)-Förderwerk für Rundfunk und neue Medien in Leipzig . Sie entwickelt zusammen mit Schulbuchverlagen Lernsoftware.
Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

28. 11. 2009: Sitzung des Domowina-Bundesvorstands, Njepila-Hof Rohne

Mitarbeiter des Sorbischen Instituts waren am 28. November zu einer Sitzung des Domowina-Bundesvorstandes eingeladen. Sie stellten drei Projekte der Abteilung Empirische Kulturforschung/Volkskunde zu Mittleren Lausitz und zur Niederlausitz vor. PD. Dr. habil. Elka Tschernokoshewa präsentierte das Projekt „Sorbische Kultur und Identität in der Ortslage Proschim mit Karlsfeld“, welches von ihrer Mitarbeiterin, der Soziologin Henrike Krohn bearbeitet worden war. Der Ethnologe Fabian Jacob sprach zum Kirchspiel Schleife: „Skizzen aus der Lausitz II. Lebenswelten und Weltbilder im 21. Jahrhundert“. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Ines Neumann referierte zum Thema „Einstellungen junger Niedersorben zur niedersorbischen (wendischen) Identität. Gegenwart und Perspektive“.

18. 6. 2009 / 19.30 Uhr – Buchpremiere der Schriften des Sorbischen Instituts Band 48

Buchpremiere des Band 48 der Schriften des Sorbischen Instituts „Stätten und Stationen religiösen Wirkens“ in der Smoler´schen Buchhandlung.

EINLADUNG

2. 6. 2009 - INSTITUTSTAG / INSTITUTNY DŹEŃ 2009

Im zweijährigen Rhythmus bietet das Sorbische Institut an einem Tag im Frühjahr der Oberlausitzer Öffentlichkeit einen konzentrierten Einblick in seine Forschungstätigkeit. Im Unterschied zu anderen Veranstaltungen läuft der traditionelle „Institutny dźeń“ ganz in sorbischer Sprache ab und wendet sich speziell an die sorbische Intelligenz. (Termin ist meist der Pfingstdienstag, der in Sachsen unterrichtsfrei ist.)
Es werden 4–5 Vorträge aus unterschiedlichen Themenbereichen gehalten, an die sich jeweils eine kurze Diskussion anschließt. Am Nachmittag ist das Institut für Interessenten geöffnet („Tag der offenen Tür“).
Den Besuchern wird der ausgedruckte Tätigkeitsbericht des Jahres 2008 zur Verfügung stehen.
  • Termin und Ort: 2. Juni 2009, Haus der Sorben in Bautzen
Einladung mit Programm

15. 10. – 17. 10. 2009 Internationale Konferenz zum 100. Todestag von Jakub Bart-Ćišinski

Jakub Bart-Ćišinski (1856–1909) – wobnowjer serbskeje literatury / Erneuerer der sorbischen Literatur
Am 16. Oktober 2009 jährt sich der Todestag des Klassikers der sorbischen Literatur Jakub Bart-Ćišinski zum 100. Mal. Die Sorabistik ist damit herausgefordert zu einer Bewertung von Leben und Werk aus heutiger Sicht. Ćišinski („der Stille") ist ein fester Bezugspunkt bei der Darstellung und Erklärung sorbischer Kultur seit der Moderne. Dem steht bislang ein begrenzter Fundus an Sekundärliteratur gegenüber, in dem aktuelle Untersuchungen und Interpretationen weitgehend fehlen. Das literarische Werk selbst ist in Gänze zugänglich.
  • Verantwortlich: Sorbisches Institut / Serbski institut
  • Termin und Ort: 15.10. – 17.10.2009 in Bautzen/Budyšin
Etwa 50 Besucher hörten die Vorträge anlässlich des Institutstages, unter ihnen auch Stanisław Brězan, Referatsleiter im Sächsischen Staatsministerum für Wissenschaft und Kunst, Dresden.
Dr. habil. Sonja Wölke, Leiterin der Abteilung Sprachwissenschaft des Sorbischen Institus, Bautzen
Dr. Annett Bresan, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Sorbischen Kulturarchivs
In der Diskussion
Pausengespräche
Prof. Dr. Dietrich Šołta, Direktor des Sorbischen Instituts, führte durch die Veranstaltung und leitete die Diskussion.
Dr. Maria Mirtschin, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Kultur- und Sozialgeschichte
Dr. Cordula Ratajczak, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Empirische Kulturforschung / Volkskunde

15. 5. – 17. 5. 2009 Internationale Konferenz: Dialogische Begegnungen: Minderheiten - Mehrheiten interferent gedacht

Wir gehen von der These aus, dass Mobilität, Flexibilität und Mehrsprachigkeit zu den Grundanforderungen des Lebens in der späten Moderne gehören. Aber wie gehen die Menschen damit um? Was ermöglicht und was erschwert dialogische Begegnung? Wo sind die Kontaktzonen, wie zeigen sich Vorurteile und wie funktionieren Ausschluss, Dominanz, Vereinnahmung im Umgang mit Andersheit? Wann entstehen neue kulturelle Konfigurationen? Wie funktioniert Hybridität in der Musik oder in der Sprache, im Ritual, beim Feiern oder im Alltagsleben? Welche Konzepte und Methoden haben wir in der Kulturforschung, um diese Prozesse zu untersuchen? Wer besitzt dabei Deutungshoheit und wie werden die Deutungseliten rekrutiert?
Auf einer internationalen und interdisziplinären Konferenz wollen wir diese Fragen zur Diskussion stellen. Dabei werden Forschungen in der Lausitz und anderen bikulturellen Regionen ebenso Beachtung finden wie Migrationserfahrungen „neuer“ Minderheiten. Prozesse und Visionen von Hybridität sollen daher sowohl auf wissenschaftstheoretischer als auch auf kulturpolitischer und kulturpraktischer Ebene (in der Museumsarbeit, den Medien, im Bildungswesen usw.) vorgestellt und diskutiert werden.
  • Verantwortlich: PD Dr. Elka Tschernokoshewa
  • Termin und Ort: 15. 5. – 17. 5. 2009 in Bautzen
  • Kooperation: Die Konferenz findet im Zusammenhang mit der Ausstellung „Modern aus Tradition. Ansichten zu den Kulturen der Roma/Zigeuner“ im Sorbischen Museum Bautzen statt.
PD Dr. Elka Tschernokoshewa (Sorbisches Institut Bautzen), Michael Harig (Landrat des Landkreises Bautzen), Michael Böhmer (Finanzbürgermeister der Stadt Bautzen)
Dr. Józef Liszka (Forschungszentrum für Europäische Ethnologie Komorn, Slowakei), Prof. Dr. Rosemarie Statelova (Institut für Kunstwissenschaft der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften, Sofia)
Martin Neumann (Universität Potsdam), Dr. Ludwig Elle (Sorbisches Institut)
Ass.-Prof. Bernhard Fuchs (Institut für Europäische Ethnologie, Universität Wien), Max Leimstättner (Universität Wien)
Dr. Marija Jurić Pahor (Institut für Nationalitätenfragen, Ljubljana)
Dr. Martin Walde (Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Empirische Kulturforschung / Volkskunde, Sorbisches Institut Bautzen)

20. 4. 2009 / 14.00 Uhr – Öffentlicher Vortrag im Sorbischen Institut (in deutscher Sprache)

Thema: "Wildbeuter in der Oberlausitz"
Referent: Dr. Jürgen Vollbrecht, Museum Bautzen (früher Stadtmuseum Bautzen)

16. 4. 2009 / 19.30 Uhr – Buchpräsentation in der Smoler´schen Verlagsbuchhandlung (in obersorbischer Sprache)

Lenka Scholze: "Das grammatische System der obersorbischen Umgangssprache im Sprachkontakt" (Schriften des Sorbischen Instituts 45)

Die Autorin spricht zum Thema: "Kajš mó cół dźejn pójdamo, kójže dźejn" - Die sorbische Umgangssprache bei den katholischen Sorben.

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