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In Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) wurde in die Webseite des Sorbischen Instituts eine Vorlesefunktion für Deutsch implementiert. Leider ist eine entsprechende Technologie für die beiden sorbischen Schriftsprachen nicht verfügbar. Das Sorbische Institut ist sich dieser Problematik bewusst und sondiert zurzeit mit Partnern die Entwicklung einer entsprechenden Software. Außerdem bereiten sorbische Ausdrücke in deutschem Text der deutschen Vorlesefunktion erkennbar Schwierigkeiten. Wir bitten dafür um Verständnis, da wir nicht allein aus diesem Grund auf die sorbischen Ausdrücke verzichten möchten.

Die oben genannte Maßnahme wurde finanziert aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

Erarbeitung von Inwertsetzungsstrategien für immaterielles Kulturerbe im deutsch-slawischen Kontext

Ziel dieses als Begleitforschung angelegten Moduls des Verbundvorhabens „Inwertsetzung des immateriellen Kulturerbes im deutsch-slawischen Kontext“ aus dem Strukturwandel-Sofortprogramm des Landes Brandenburg ist die Erarbeitung von Inwertsetzungs­strategien für Niederlausitzer Heimatmuseen sowie von kulturellen und kulturtouristischen Angeboten jenseits der Industriekultur. Im Netzwerk Lausitzer Museenland haben sich Museen und museale Einrichtungen der Niederlausitz organisiert und koordinieren sehr erfolgreich verschiedene Angebote, u. a. die Nacht der Museen. Museen und museale Einrichtungen im sorbischen Siedlungsgebiet der Niederlausitz sind ebenfalls sehr gut durch den Verein Sorbischer Kulturtourismus dokumentiert. Es existiert auch ein relativ regelmäßiger Erfahrungsaustausch mit dem Arbeitskreis Lausitzer Museen und museale Einrichtungen bei der Maćica Serbska, der 1997 gegründet wurde und dessen Ziel es ist, sich im gesamten sorbischen Siedlungsgebiet über die Arbeiten und Konzeptionen der musealen Einrichtungen zu informieren und auszutauschen.

Die Strategieentwicklung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Zunächst werden im Rahmen einer IST-Analyse die wirtschaftliche Situation und die Aktivitäten der Akteure erfasst und beschrieben. Hierzu werden z. B. Angebote und Aktivitäten der Einrichtungen, der Stand der Mehrsprachigkeit und Internationalisierung, die Zusammenarbeit mit Partnern, Trägerstruk­turen/Finanzierung/Arbeitskapazitäten der Einrichtungen sowie Unterstützungsbedarfe erfasst. Die Datenerhebung erfolgt in Form mündlicher Befragungen und Auswertungen von Doku­menten auf Basis eines standardisierten Frageprogramms, das im Projekt entwickelt wird.

Die Ergebnisse der IST-Analyse werden zunächst in einem Dialogprozess mit den Akteuren ausgewertet und anschließend in eine Stärken-Schwächen Analyse (SWOT) überführt. Diese wiederum bildet die Grundlage für die Planung strategischer Projekte und eines Aktionsplans. Der Aktionsplan umfasst auch die Erarbeitung und Vorplanung exemplarischer Modellvorhaben und soll daher mit einem Finanzplan untersetzt werden. Insgesamt werden die Ergebnisse des Projekts in einem Bericht dokumentiert.

Ergebnisse:
»"Entwicklung von Inwertsetzungsstrategien". IST-Analyse, 2020. (Autoren: Lutz Laschewski, Gregor Schneider, Daniel Häfner, Hella Stoletzki, Fabian Jacobs)
»"Entwicklung von Inwertsetzungsstrategien". Aktionsplan 2021/Plan póstupowanja 2021. (Autoren: Lutz Laschewski, Gregor Schneider, Daniel Häfner, Fabian Jacobs)

Projektleitung: Fabian Jacobs
Projektbearbeiter: Gregor Schneider

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