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In Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) wurde in die Webseite des Sorbischen Instituts eine Vorlesefunktion für Deutsch implementiert. Leider ist eine entsprechende Technologie für die beiden sorbischen Schriftsprachen nicht verfügbar. Das Sorbische Institut ist sich dieser Problematik bewusst und sondiert zurzeit mit Partnern die Entwicklung einer entsprechenden Software. Außerdem bereiten sorbische Ausdrücke in deutschem Text der deutschen Vorlesefunktion erkennbar Schwierigkeiten. Wir bitten dafür um Verständnis, da wir nicht allein aus diesem Grund auf die sorbischen Ausdrücke verzichten möchten.

Die oben genannte Maßnahme wurde finanziert aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

Lětopis 2017/2


Lětopis

Zeitschrift für sorbische Sprache, Geschichte und Kultur
Gesamtband 64
Jahrgang 2017
Heft 2, Doppelheft

360 Seiten
ISBN 0943-2787

Preis: 36,00 €

Online bei: www.ceeol.com

Dimensionen kultureller Sicherheit bei ethnischen und sprachlichen Minderheiten

Beiträge der internationalen Konferenz des Sorbischen Instituts, des Lehrstuhls Québec- und Kanadastudien (CRÉOC) an der Université du Québec à Montréal (Kanada) und der Fakultät für Soziale Entwicklung und Westchina-Entwicklungsstudien der Universität Sichuan (China), 17-–19.11.2016 in Bautzen
Hgg. Jean-Rémi Carbonneau / Andreas Gruschke / Fabian Jacobs / Ines Keller / Sonja Wölke

Sicherheit gehört zu den Grundbedürfnissen der Menschheit. So ist sie auch konstituierend für das Zusammenleben von ethnischen und sprachlichen Minderheiten sowie für die Staaten, in denen sie leben. Das Verhältnis von Minderheit und Staat ist jedoch durch Machtasymmetrien geprägt, die aufgrund divergierender Sicherheitsbedürfnisse zu Konflikten führen können. In vorliegendem Band stellen erstmalig Minderheitenforscher aus Nord- und Südamerika, Europa und Asien in vergleichender Perspektive einen Weg vor, der derartigen Krisen entgegenwirkt. Mit dem Konzept der kulturellen Sicherheit untersuchen sie gesellschaftliche und institutionelle Rahmenbedingungen, die es Minderheiten ermöglichen, durch politische Mitbestimmung ein Gefühl von Zugehörigkeit zu ihrem Staat zu entwickeln und gleichzeitig ihre kulturelle Souveränität zu stärken. Damit deckt das Konzept nicht nur Missstände auf und erklärt die Ursachen politischer Instabilitäten. Es macht zugleich erfolgreiche Strategien zur Generierung kultureller Sicherheit sichtbar, die für Minderheiten sowie die Minderheitenpolitik multinationaler Staaten weltweit Orientierung geben können.

Inhalt

  • Uwe Gaul: Grußwort des Staatssekretärs im SMWK/ S. 18
  • Ingo Kolboom: Die Minderheitenfrage im Spiegel einer persönlichen Roadmap/ S. 21

Staatliche Stabilität
  • A. Tom Grunfeld: Kulturelle Sicherheit ethnischer Minderheiten: Tibet und Québec/ S. 32
  • Andreas Gruschke: Dimensionen kultureller Sicherheit am Beispiel Chinas/ S. 45
  • Pierre Trudel: Kulturelle Identität und Wiederaufbau der indigenen Nationen in Kanada/ S. 67

Institutionelle Dimension
  • Peter Schurmann: Zum Abbau kultureller Unsicherheit bei den Sorben nach 1945. Der Stellenwert sorbenrechtlicher Bestimmungen in Sachsen 1948 und Bran­den­burg 1950/ S. 90
  • Anna-Christine Weirich: Sprachliche Repertoires und gesellschaftliche Partizi­pa­tion ukrainischsprachiger Bevölkerung in Moldova/ S. 100
  • Martin Normand: Aktives Angebot als Norm öffentlicher Dien­stleistungen. Zu Inklusion und Sicherheit frankophoner Minderheitengruppen in Kanada/ S. 121
  • Anton Sterbling: Die Bedeutung kultureller Institutionen für die Deutschen in Rumänien/ S. 135

Territoriale Dimension
  • Nicolas Houde / Laurie Camirand Lemyre: Lokal verwaltete Naturschutzgebiete als Strategie zur Revitalisierung indigener politischer Kulturen in Kanada. Das Beispiel Masko Cimakanic Aski/ S. 146
  • Xabier Itçaina: Kulturelle Unsicherheit, gesellschaftlicher Wandel und terri­toriale Institutionalisierung am Beispiel des französischen Baskenlandes/ S. 160
  • Jean-Rémi Carbonneau: Zwischen spanischer und katalanischer Nationsbildung. Das Stre­ben nach kultureller Sicherheit im Valencianischen Land/ S. 174
  • Huang Yunsong / Andreas Gruschke: Kulturelle Sicherheit unter Bedingungen un­siche­rer Existenz? Das Bodenproblem der Tibeter im indischen Exil / S. 200

Kollektive Identitätsangebote
  • Nicole Dołowy-Rybińska: Sprach- und Kulturpraktiken junger Menschen aus eu­ro­päi­schen Sprachminderheiten. Zwischen Assimilation und Aktivismus/ S. 224
  • Daniel Wutti: Erinnerung, Großgruppenidentität und politische Partizipation. Die Kärntner SlowenInnen zwischen kultureller Unsicherheit und Sicherheit/ S. 238
  • Tatiana Podolinská: Sichtbar und sicher? Kulturelle Identität als Quelle von Sicherheit. Soziale Vernetzung und der Predigerdiskurs der Pfingstler bei den Roma in der Slowakei/ S. 251

Partizipative Dimension
  • Inge Sichra: Agency von Müttern und Vätern. Sprachenpolitik und Sprachplanung in in­digenen Familien in Lateinamerika/ S. 276
  • Ines Keller / Theresa Jacobs: Die Sorben in Deutschland: Kulturelle Praktiken und kulturelle Sicherheit/ S. 291
  • Manuel Meune: Die Schweiz als sprachenfeindliches Land? Von der Namen­lo­sigkeit zur Revitalisierung: Der lange Weg des Frankoprovenzalischen/ S. 306
  • Fabian Jacobs: Kulturelle Sicherheit in der Bergbaufolgelandschaft am Beispiel der Sorben in der mittleren Lausitz/ S. 328

Neuigkeiten & Veranstaltungen

Neuigkeiten im Überblick finden Sie hier . Zur Veranstaltungsübersicht gelangen Sie hier .

12.7.2019 – Neue Erweiterung für Soblex

27.8.2019 Öffentlicher Vortrag von Dr. Elisabeth Tauber

Bergbauern in Südtirol. Beziehungen zu Land, Landwirtschaftspolitik und Tourismus

SMiLE-Projekt zur Revitalisierung der sorbischen Sprache(n)

in verschiedenen politischen Systemen erfolgreich abgeschlossen

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