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In Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) wurde in die Webseite des Sorbischen Instituts eine Vorlesefunktion für Deutsch implementiert. Leider ist eine entsprechende Technologie für die beiden sorbischen Schriftsprachen nicht verfügbar. Das Sorbische Institut ist sich dieser Problematik bewusst und sondiert zurzeit mit Partnern die Entwicklung einer entsprechenden Software. Außerdem bereiten sorbische Ausdrücke in deutschem Text der deutschen Vorlesefunktion erkennbar Schwierigkeiten. Wir bitten dafür um Verständnis, da wir nicht allein aus diesem Grund auf die sorbischen Ausdrücke verzichten möchten.

Die oben genannte Maßnahme wurde finanziert aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

Biografien zur sorbischen Volkskunde


Jentsch, Hugo

 
Vorgeschichtler und Historiker der Niederlausitz; Professor
 
*
20.09.1840 in Luckau
29.05.1916 in Guben
 
V:
Moritz Jentsch, Prediger
 

Zur Person

- * 20.09.1840 in Luckau
- Vorgeschichtler und Historiker der Niederlausitz; Professor
- Sohn des Predigers Moritz Jentsch
- Besuch des Gymnasiums in Luckau
- seit 1859 Studium der alten Sprachen an der Berliner Hochschule (= Universität?)
- 1866 Promotion zum Thema „Aristotelis ex arte rhetorica quid habent Cicero“
- 1867 Prüfung für das höhere Lehramt
- 1868 Probejahr als Hilfslehrer am Gymnasium in Cüstrin
- 1869 als ordentlicher Lehrer am Gymnasium in Guben
- 1913 Ruhestand, um sich seinem Amt als Museumsdirektor zu widmen
- Direktor des Gubener Stadtmuseums (*4.2.1913) am Werderturm (eine Stiftung des Tuchfabrikanten und Kommerzienrates Adolf Wolf, 50 000 Mark); der Platz vor dem Museum wurde noch zu Lebzeiten nach ihm benannt
- unermüdlicher Sammler; fühlt sich verantwortlich für planmäßige vorgeschichtliche Untersuchungen in Guben und Umgebung und sorgfältige Behandlung der Funde; Kampf gegen die Zerstörung vieler Gräberfelder durch die Sammelwut Unberufener
- beste Kenner der Stadtgeschichte von Guben; Chronik blieb unvollendet
- eines der ersten Mitglieder der Berliner anthropologischen Gesellschaft (*17.11.1869 von Rudolf Virchov)
- 1892–1916 Vorsitzender der Niederlausitzer Gesellschaft für Anthropologie und Altertumskunde (*03.06.1884)
- Mitglied der Provinzialkommission für Denkmalpflege, im Vorstand der Vereinigung für Heimatpflege für den Regierungsbezirk Frankfurt/O., Ehrenmitglied der OL Gesellschaft der Wissenschaften, Der Oberlausitzer Gesellschaft für Anthropologie und Urgeschichte, der Brandenburgia, des Sorauer Geschichtsvereins, der Vereinigung für Heimatkunde in Schwiebus, korrespondierendes Mitglied des Berliner Geschichtsvereins, des historischen Vereins in Frankfurt/O.
- Veröffentlichungen in Verhandlungen der Berliner Gesellschaft für Anthropologie und Niederlausitzer Mitteilungen
- Veröffentlichungen: Aus der Zeit des Lausitzer Typus: nebst einigen älteren u. jüngeren Funden aus d. Niederlausitz u. angrenzenden Gebieten. Guben 1902
- Das Rechnungsbuch der Stadt Guben auf das Jahr 1556/57. In: Niederlausitzer Mitteilungen (1898), S. 277–329
- Geschichte des Gymnasiums zu Guben Wiss. Beil. zum Jahresbericht d. Gymnasiums zu Guben ; 1907. 1908. 1910
- Germanisch und Slavisch in der vorgeschichtlichen Keramik des östlichen Deutschland. In: Globus. Ill. Zeitschrift für Länder- u. Völkerkunde. 68(1895)2, S. 21–26; 40
- Ein vergessener Niederlausitzer Dichter des 18. Jahrhunderts, J. G. Pilarik.
- Johann Franck von Guben: quellenmäßige Beiträge zu der Geschichte seines Lebens und seiner Dichtungen ; zur Feier seines zweihundertjährigen Todestages. Guben: König, 1877 (58, 11 S.)
- † 29.05.1916 in Guben
- Bestattung am 03.06.1916 auf dem Alten Friedhof zu Guben
 

Forschungsgebiete

Brauchtum, Frühgeschichte, Museum, Niederlausitz
 
 

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Mina-Witkojc-Preis 2020

Wir gratulieren herzlich unserem langjährigen Mitarbeiter und Kollegen Manfred Starosta zur Verleihung des Mina-Witkojc-Preises des Landes Brandenburg! Danke für die vielen Jahre fruchtbarer Zusammenarbeit, in der zuletzt auch das häufig genutzte Deutsch-Niedersorbische Wörterbuch entstanden ist, das das bekannte Sprachportal www.niedersorbisch.de begründete.

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Bibliothek öffnet für kontaktarmen Ausleihbetrieb / Archiv geschlossen

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Das Sorbische Kulturarchiv bleibt weiterhin geschlossen.

Oberster Grundsatz bleibt, eine rasche Verbreitung von COVID-19 bestmöglich zu verhindern. Die Bibliothek öffnet montags bis donnerstags von 10 bis 14 Uhr ausschließlich für die Abholung und Rückgabe vorab online (biblioteka-archiw@serbski-institut.de) oder telefonisch (03591 49 720) bestellter Literatur.

Während der geänderten Öffnungszeit können Sie Ihre bestellte Literatur in der SZB abholen, dafür dürfen Sie jedoch nur einzeln eintreten. Während Sie sich vor und in der Bibliothek aufhalten, achten Sie bitte auf die Einhaltung der Hygieneregeln: Halten Sie Abstand und tragen Sie einen Nasen- und Mundschutz (Pflicht). Ihre Literatur liegt für Sie verbucht bereit. Um den bestmöglichen Gesundheitsschutz sicherzustellen, können wir derzeit leider keinen umfassenderen Beratungsservice vor Ort oder eine Präsenznutzung ermöglichen. Ebenso wird die maximale Aufenthaltsdauer für Nutzer*innen auf max. 30 Minuten beschränkt.

Derzeit bereits entliehene Medien sollten bis zum 31. Mai 2020 zurückgegeben werden. Sie können diese auch per Post zurücksenden (Sorbische Zentralbibliothek, Bahnhofstr. 6, 02625 Bautzen). Für ab dem 11. 5. 2020 neu entliehene Medien gilt die reguläre Leihfrist von vier Wochen, zwei elektronische Verlängerungen sind möglich.

Neue Internetseite für sorbische Eigennamen gestartet

Wir haben aus einer Vielzahl an Quellen niedersorbische Siedlungsnamen zusammengetragen und dafür eine Internetseite aufgesetzt: für jeden komfortabel online nutzbar.

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