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In Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) wurde in die Webseite des Sorbischen Instituts eine Vorlesefunktion für Deutsch implementiert. Leider ist eine entsprechende Technologie für die beiden sorbischen Schriftsprachen nicht verfügbar. Das Sorbische Institut ist sich dieser Problematik bewusst und sondiert zurzeit mit Partnern die Entwicklung einer entsprechenden Software. Außerdem bereiten sorbische Ausdrücke in deutschem Text der deutschen Vorlesefunktion erkennbar Schwierigkeiten. Wir bitten dafür um Verständnis, da wir nicht allein aus diesem Grund auf die sorbischen Ausdrücke verzichten möchten.

Die oben genannte Maßnahme wurde finanziert aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

Biografien zur sorbischen Volkskunde


Müller, Ewald

 
Lehrer, Heimatforscher, Heimatdichter
 
*
21.1.1862 in Drebkau
24.5.1932 in Cottbus
 

Zur Person

- * 21.1.1862 in Drebkau
- Lehrer, Heimatforscher, Heimatdichter
- Präparandum und Lehrerseminar in Altdöbern
- 1882–1924 Gymnasiallehrer in Cottbus
- sein Interesse für die sorbische Kultur, besonders des Brauchtums und der Mythologie entwickelte sich unter dem Einfluss von ŕ Wilibald von Schulenburg und ŕ Rudolf Virchow; publizierte in fast allen damals erscheinenden Zeitungen und Zeitschriften in der Ober- und Niederlausitz mit sorbischem Profil; seine Arbeiten zeugen von ehrlicher Symphathie für die Sorben und ihre Kultur
- hat aber kaum selbst gesammelt
- Hauptwerk 1893 „Das Wendentum in der Niederlausitz“, bemüht um eine kulturgeschichtlich fundierte Gesamtdarstellung (2. Aufl. 1921)
- Bahnbrecher des Fremdenverkehrs, der „Sänger des Spreewaldes“ (Briefwechsel mit den Dichtern Gustav Freytag, Felix Dahn, Paul Heyse, Hermann Lingg, Martin Greif, Otto Roquette u. a.)
- schuf Bühnenwerke, deren Stoff er aus der heimatlichen Überlieferung schöpfte, „Der heimliche König“, „Die Ansiedler“ – Uraufführung im Naturtheater des Landhauses Winzer in Burg
- unterhielt Kontakte zu den sorbischen Lehrern Hendrich Jordan, Mato Rizo und Kito Šwjela
- Mina Witkojc kritisierte ihn wegen seiner deutsch nationalen Ansichten
- Veröffentlichungen im Lübbener Kreiskalender: Wendische Spiele und Volksbelustigungen (1914), Das Spreewaldtal. Sein Bild einst und jetzt (1915), Zu Fuß durch den Spreewald (1916), Die wendische Spinnstube (1917), Die Hochzeitstracht der Spreewälder, Wendischer Totenkultus (1919), Das Johannisfest in der Lausitz (1920), Im Walde bei Kannomühle , Wendische Erntegebräuche (1921), Märkers Heimweh , Sommernacht im Spreewald (1922), Die Hochzeit im Spreewalde (1923), Preis des Spreewaldes , Liuba, die wendische Liebesgöttin (1926), Eine Wanderung von Straupitz nach Altzauche (1928), Zwei Weihnachtsgestalten , Osternachtzauber im Spreewald, Liebesorakel und Liebeszauber (1929), Der Prinzessinnenweg, eine Spreewaldsage (1930)
- † 24.5.1932 in Cottbus

 

Forschungsgebiete

Brauchtum, Heimatforschung, Mythologie, Niederlausitz, Volkskunde
 
 

Neuigkeiten & Veranstaltungen

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Auszeichnung

Der diesjährige Mina-Witkojc-Preis des Landes Brandenburg geht an unseren langjährigen Mitarbeiter Manfred Starosta.

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Bibliothek öffnet für kontaktarmen Ausleihbetrieb / Archiv geschlossen

Zusätzlich zu den digitalen Services (unter der Rubrik Bibliothek & Archiv ) öffnet die SZB ab 12. 5.2020 für einen kontaktarmen Ausleihbetrieb unter Auflagen.

Das Sorbische Kulturarchiv bleibt weiterhin geschlossen.

Oberster Grundsatz bleibt, eine rasche Verbreitung von COVID-19 bestmöglich zu verhindern. Die Bibliothek öffnet montags bis donnerstags von 10 bis 14 Uhr ausschließlich für die Abholung und Rückgabe vorab online (biblioteka-archiw@serbski-institut.de) oder telefonisch (03591 49 720) bestellter Literatur.

Während der geänderten Öffnungszeit können Sie Ihre bestellte Literatur in der SZB abholen, dafür dürfen Sie jedoch nur einzeln eintreten. Während Sie sich vor und in der Bibliothek aufhalten, achten Sie bitte auf die Einhaltung der Hygieneregeln: Halten Sie Abstand und tragen Sie einen Nasen- und Mundschutz (Pflicht). Ihre Literatur liegt für Sie verbucht bereit. Um den bestmöglichen Gesundheitsschutz sicherzustellen, können wir derzeit leider keinen umfassenderen Beratungsservice vor Ort oder eine Präsenznutzung ermöglichen. Ebenso wird die maximale Aufenthaltsdauer für Nutzer*innen auf max. 30 Minuten beschränkt.

Derzeit bereits entliehene Medien sollten bis zum 31. Mai 2020 zurückgegeben werden. Sie können diese auch per Post zurücksenden (Sorbische Zentralbibliothek, Bahnhofstr. 6, 02625 Bautzen). Für ab dem 11. 5. 2020 neu entliehene Medien gilt die reguläre Leihfrist von vier Wochen, zwei elektronische Verlängerungen sind möglich.

Neue Internetseite für sorbische Eigennamen gestartet

Wir haben aus einer Vielzahl an Quellen niedersorbische Siedlungsnamen zusammengetragen und dafür eine Internetseite aufgesetzt: für jeden komfortabel online nutzbar.

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