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In Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) wurde in die Webseite des Sorbischen Instituts eine Vorlesefunktion für Deutsch implementiert. Leider ist eine entsprechende Technologie für die beiden sorbischen Schriftsprachen nicht verfügbar. Das Sorbische Institut ist sich dieser Problematik bewusst und sondiert zurzeit mit Partnern die Entwicklung einer entsprechenden Software. Außerdem bereiten sorbische Ausdrücke in deutschem Text der deutschen Vorlesefunktion erkennbar Schwierigkeiten. Wir bitten dafür um Verständnis, da wir nicht allein aus diesem Grund auf die sorbischen Ausdrücke verzichten möchten.

Die oben genannte Maßnahme wurde finanziert aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

Ständiges Monitoring des obersorbischen und niedersorbischen Schrifttums


Auf der Grundlage bisheriger Arbeiten zur Dokumentation des sorbischen Schriftums und insbesondere zu dessen Digitalisierung in Form hochwertiger Korpustexte hat das Institut seit 2017 ein neues, langfristig angelegtes Vorhaben zu einem „ständigen Monitoring“ des ober- und niedersorbischen Schrifttums vorbereitet. Im Zentrum des Projekts steht ein korpuslinguistisch basiertes Textanalyse-Verfahren, in dem laufend neue Wörter und Schreibungen erfasst und linguistisch bewertet werden. Auf dieser Basis können dann sowohl elektronische Ressourcen – wie vor allem die beiden Tools zur automatischen Rechtschreibkontrolle – regelmäßig aktualisiert als auch in bestimmten Abständen Neuauflagen gewünschter „Rechtschreibwörterbücher“ erstellt werden. Dabei soll generell zwischen laufenden Aufgaben (im Rahmen dieses Vorhabens) und inhaltlich verbundenen zeitlich begrenzten Zusatz-Projekten unterschieden werden. Letztere wären etwa – so die Planung – die einmalige Übernahme und Bearbeitung des Datenbestandes des „Völkel“ (7. Auflage) oder die redaktionelle Vorbereitung einer Neuausgabe des obersorbischen Rechtschreibwörterbuchs.
Nach einer halbjährlichen Konzeptionsphase 2018 lief das Vorhaben 2019-20 in einer Pilotphase. In dieser Zeit wurde das Projekt von der Stiftung für das sorbische Volk gesondert gefördert (Drittmittelprojekt). Seit 2021 werden die Arbeiten nun im Rahmen einer „Konsolidierungsphase“ als reguläres Forschungsvorhaben weitergeführt. Dazu wurde dem Institut eine zusätzliche Planstelle (0,75) zur Verfügung gestellt. Derzeit wird das Schrifttum des Jahres 2020 analysiert.

Projektleitung: Dr. Hauke Bartels, Dr. Sonja Wölke (Leitung)
Projektbearbeitung: Marcin Szczepański, Dr. Richard Bigl, Dr. Timo Meškank u. a.
Ergebnisse: Das Gesamtprojekt und erste Ergebnisse der Auswertung des Schrifttums des Jahrgangs 2019 wurden ausführlich vorgestellt in Lětopis, Heft 2021/2, S. 74–136 (Hauke Bartels / Fabian Kaulfürst / Marcin Szczepański / Sonja Wölke: Das Monitoring des sorbischen Schrifttums. Grundlagen und erster Jahresbericht eines neuen Forschungsvorhabens).
Das Vorhaben wird gefördert durch die Stiftung für das sorbische Volk, die jährlich auf der Grundlage der beschlossenen Haushalte des Deutschen Bundestages, des Landtages Brandenburg und des Sächsischen Landtages Zuwendungen aus Steuermitteln erhält.

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