21. Oktober, Vortrag: „Tapffre Leute soll man loben“ – Paul Gerhardt und seine Zeit in der Lausitz
Termin: 21.10.2026 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Gemeindesaal des Kirchgemeindehauses der Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Petri, Am Stadtwall 12, 02625 Bautzen
Referentin: Susanne Weichenhan, Pfarrerin und Oberkonsistorialrätin i.R., Vorstandsmitglied der Paul-Gerhardt-Gesellschaft e. V.
Die Wege des 1666 in Berlin seines Amtes enthobenen Dichterpfarrers Paul Gerhardt (1607-1676) führten ihn in die damals sächsische Stadt Lübben, wo er im Sommer 1669 die Nachfolge des verstorbenen Archidiakons der Deutschen Kirche Conrad Knisius antrat. Im Gedenkjahr 2026 begehen wir den 350. Todestag des Dichters, der an seiner Wirkungsstätte in Lübben begraben ist. In die Amtszeit Gerhardts 1669 bis 1676 fiel die Umsetzung der wendenfeindlichen Maßnahmen des herzoglichen Konsistoriums. Der Vortrag erläutert dieses Vorgehen, darüber hinaus auch die Amtstätigkeit und Lebenswelt Gerhardts im damaligen politischen Mittelpunkt der Niederlausitz und den Kontext des einzigen aus dieser Zeit erhaltenen Gedichtes. Ein Überblick über Gerhardts Wirkungsgeschichte in Lübben und die Nachdichtungen seiner Texte auch ins Sorbische weitet den Blick bis ins 21. Jahrhundert.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde St. Petri Bautzen und des Sorbischen Instituts. Es ist ein Vortrag im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe des Sorbischen Instituts. Weitere Informationen folgen zeitnah.
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