Digitaler Atlas sorbischer/wendischer Denkmale und Kulturzeugnisse

Seit Anfang der 2000er-Jahre werden am Sorbischen Institut systematisch sorbische Denkmale und Kulturzeugnisse in der Ober- und der Niederlausitz sowie darüber hinaus erfasst, bewertet und dokumentiert. Diese Forschungen stellen eine wichtige Grundlage für den Schutz und die Erhaltung materieller Zeugnisse der sorbischen Geschichte und Kultur dar. Als sorbische Denkmale und Kulturzeugnisse werden in Anlehnung an Bestimmungen des Landesdenkmalschutzes fix verortbare Objekte im öffentlichen Raum verstanden, die einen klaren Bezug zur sorbischen Kultur, zur sorbischen Sprache oder zur sorbischen Geschichte aufweisen und deren Erhaltung aufgrund ihrer historischen, künstlerischen, baulichen oder wissenschaftlichen Bedeutung im öffentlichen Interesse liegt. Dazu zählen Denkmäler und Gedenkorte im engeren Sinne, sorbische Inschriften, bedeutende Gebäude, Grabmäler und Begräbnisstätten, Betkreuze und Bildstöcke, Werke der bildenden Kunst und des Kunsthandwerks im öffentlichen Raum sowie Sammlungen (vgl. Trudla Malinkowa: Serbske pomniki, 2019). Ergebnis dieses Langzeitvorhabens ist ein umfangreiches Objektinventar.

Ziel des Vorhabens ist der Aufbau eines digitalen, multimedialen Informationsangebotes, in das das erarbeitete Material sukzessive eingespeist werden kann. Der Digitale Atlas sorbischer/wendischer Denkmale und Kulturzeugnisse soll der übersichtlichen, nutzerfreundlichen und nach Möglichkeit vollständigen Präsentation aller Objekte sowie der Sammlung und Zugänglichmachung von Materialien zu diesen Objekten dienen.

Dem Projekt „Digitaler Atlas“ sind die Drittmittelvorhaben „Sorbische Kulturdenkmale in Sachsen“ und „Zeugnisse der Lebens- und Baukultur der Niederlausitzer Sorben/Wenden“ als Teilprojekte zugeordnet.

Projektleitung: Friedrich Pollack , Wito Böhmak
Projektbeteiligte: Konstantin Freybe, Wencke Nebatz, sh. unter den o.g. Teilprojekten