Masterplan zur Revitalisierung der niedersorbischen Sprache (Drittmittelprojekt)
Das Aufgabenfeld „Masterplan zur Revitalisierung der niedersorbischen Sprache“ (im sorbischen Umfeld auch „Serbska rěcna strategija“, kurz: Masterplan) des Arbeitsbereichs „Sprachrevitalisierung“ umfasst die beiden Arbeitspakete „Wissenschaftliche Bestandsaufnahme Masterplan“ sowie seit 2025 die Organisation eines Beteiligungsprozesses mit dem Ziel der Ausformulierung einer Sprachstrategie.
Das Praxisvorhaben Masterplan ist auf zehn Jahre angelegt und soll als sprachenpolitisches Leitinstrument die Revitalisierung der niedersorbischen Sprache in Brandenburg vorantreiben sowie Mechanismen und Strukturen einer kontinuierlichen Sprachplanung für die niedersorbische Sprache konzipieren.
In der Projektphase 2023 bis 2024 wurden die dafür notwendigen inhaltlichen und organisatorischen Grundlagen geschaffen (Identifizierung der zentralen Akteursgruppen, Analyse existierender Literatur und qualitative Befragungen, wissenschaftliche Bestandsaufnahme). In diesem Zusammenhang sind mehrere Publikationen entstanden, darunter je ein Arbeitspapier zum sorbischen/wendischen Sprachunterricht in Brandenburg und zu internationalen Best Practices im Bereich Sprachrevitalisierung.
Im Mai 2025 wurde im Zusammenhang mit dem Projekt eine internationale Tagung veranstaltet, aus der ein Thesenpapier zur Institutionalisierung der Sprachplanung entstanden ist.
Der eigentliche Dialogprozess zur Erarbeitung der Sprachstrategie wird seit 2025 unter dem Label SROKA (Serbsku Rewitalizaciju Organizěrowaś, Koordiněrowaś a Analyzěrowaś/Sorbische Revitalisierung Organisieren, Koordinieren und Analysieren) kommuniziert und durchgeführt. Verantwortliches Gremium zur Erarbeitung der Sprachstrategie ist eine ehrenamtlich tätige Strategiegruppe, ergänzt durch einen Beirat zur Einbeziehung sorbischer/wendischer sowie staatlicher Gremien und Institutionen.
Für das Praxisvorhaben wurde die Trägerschaft für die Jahre 2024 bis 2027 von der Domowina Niederlausitz Projekt gGmbH an das Sorbische Institut übergeben. In diesem Zeitraum ist die Abteilung Regionalentwicklung und Minderheitenschutz für umfassende koordinative Aufgaben, wissenschaftliche Begleitforschung sowie für die Durchführung des Dialogprozesses verantwortlich.
Hier geht es zum separaten Internetauftritt des Drittmittelprojektes mit allen Projektterminen, Veranstaltungsberichten und Projektdokumentationen: SROKA – serbske rěcne planowanje
Projektleitung: Lutz LaschewskiProjektbeteiligte: Měto Nowak, Sarah Jahn, Sophie Rädel (bis 12/2026), Dr. Jean-Rémi Carbonneau (bis 05/2024), beratend: Dr. Anastasija Kostiučenko-Kessler, Julia Běrink (bis 09/2026)