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Inventarisierung niedersorbischer Orts- und Personennamen/Informationsdatenbank Eigennamen (Phase I, CB, Drittmittelprojekt)

Eigennamen unterschiedlichen Typs spielen in lexikografischen Quellen (z. B. in Muckes „Wörterbuch der niederwendischen Sprache und ihrer Dialekte“) eine wichtige Rolle. Besonders Vornamen, Familiennamen und Ortsnamen, die im Sorbischen wie „normale“ Wörter flektiert werden und als als Basis für Derivation dienen, sind außerdem für eine automatische Rechtschreibkontrolle sowie für die Korpusaufbereitung (Lemmatisierung, Eigennamenerkennung) relevant.
Darüber hinaus sind sorbische Namen aller Art generell ein wichtiger Teil der sorbischen Sprache und Kultur sowie des sorbischen Kulturerbes. Es fehlt jedoch bisher eine zentrale öffentlich zugängliche Erfassung und systematische Darstellung von Namen und Namensvarianten. Zahlreiche Anfragen an das Sorbische Institut und diverse provisorische Listen bei verschiedenen Institutionen signalisieren einen erheblichen Informationsbedarf, nicht zuletzt mit Blick auf die Frage, welcher Namensvariante ggf. ein „amtlicher Status“ zukommt. Daher hat die Cottbuser Zweigstelle 2018 bereits kurzfristig einen vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg erteilten Auftrag zur „Bearbeitung und Endredaktion der Sammlung niedersorbischer/wendischer Namen von Gemeinden, Gemeindeteilen, Orten, Ortsteilen und Wohnplätzen des angestammten Siedlungsgebiets der Sorben/Wenden“ übernommen .
Eine vollständige Bearbeitung aller Namenstypen ist eine längerfristige Aufgabe, die mit diesem Projekt nun schrittweise angegangen wird. In der 2019/20 laufenden Phase I sollen zunächst Personen- und Ortsnamen des Niedersorbischen erfasst werden. Damit entsteht der Kern einer zentralen Datenbasis für sorbische Eigennamen, deren Inhalt über einen Internet-Informationsservice zugänglich sein wird. Die Veröffentlichung einer ersten Version der neuen Internetseite mit niedersorbischen Ortsnamen ist für das erste Quartal 2020 auf niedersorbisch.de vorgesehen.


Projektbeteiligte: Joanna Szczepańska , Marcin Szczepański, Katja Atanasov, Hauke Bartels, Fabian Kaulfürst

Förderer

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Stiftung für das sorbische Volk

Das Vorhaben wird gefördert durch die Stiftung für das sorbische Volk, die jährlich auf der Grundlage der beschlossenen Haushalte des Deutschen Bundestages, des Landtages Brandenburg und des Sächsischen Landtages Zuwendungen aus Steuermitteln erhält.