Wölfe erzählen
Eine Ethnografie vielartiger Narrative der LausitzMarlis HeyerHrsg. Sorbisches Institut | Serbski institut
414 Seiten, kartoniert
Erscheinungsjahr: 2026
ISBN: 978-3-7329-1227-8
Preis: 68,00 €
ISBN Digital: 978-3-7329-8688-0
Preis: 0,00 €
Inhalt
Lausitz, Frühjahr 2000: Das erste Wolfsrudel etabliert sich in der Bundesrepublik Deutschland. Eine vormals ausgerottete Art erkundet ein stark verändertes Land. Die Ausbreitung der großen Beutegreifer wird von Anfang an von Erzählungen begleitet und erzählend mitgestaltet. Dabei trifft überliefertes Wissen auf neue Erkenntnisse über das Zusammenleben von Wolf und Mensch. Doch wer erzählt da eigentlich über wen? Und was wird verhandelt, wenn es um die „Rückkehr der Wölfe“ geht?
Basierend auf empirischen Studien in der Lausitz zeichnet Marlis Heyer das komplexe Bild einer Region im Umbruch. Dabei lotet sie nicht nur Fragen nach dem Zusammenleben von Menschen und Wölfen aus, sondern nimmt mithilfe unterschiedlicher Theorien auch die Möglichkeiten und Grenzen von Erzählforschung über Menschen hinaus in den Blick.
Zur Autorin
Marlis Heyer ist in der märkischen „Streusandbüchse“ zwischen Kiefernwäldern und Seen aufgewachsen. Nach einem Freiwilligen Ökologischen Jahr studierte sie Europäische Ethnologie und Slawistik in Berlin, Posen und Warschau und wandte sich der gesellschaftswissenschaftlichen Erforschung von Mensch-Umwelt-Beziehungen zu. Nach Forschungen zur „Rückkehr der Wölfe“ an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und damit verbundenen Studien in der Lausitz wechselte sie in die Praxis und ist seit 2021 für einen Umweltverband tätig.