Sorbisches Kulturregister: Projekt zur langfristigen Befüllung im Juli gestartet
Gute Nachrichten für das im Aufbau befindliche Sorbische Kulturregister: Nach einer mehrjährigen Konzeptionsphase, zu der auch die Entwicklung einer technischen Infrastuktur gehörte (das „Registerinformationssystem“), konnte nun ab Juli 2026 mit der schrittweisen systematischen Befüllung des Registers begonnen werde. Dazu wurde für das zweite Halbjahr 2026 eine Kooperation mit den beiden großen sorbischen Museen vereinbart.
Aus dem Sorbischen Museum Bautzen soll als erster Bestand die umfangreiche Plakatsammlung ins Kulturregister integriert werden. Dazu ist zunächst eine durch das Registerteam unterstützte Revision und teilweise Vervollständigung der bisherigen Erschließungsdaten notwendig. Mit dem Wendischen Museum Cottbus findet ein ähnlicher Prozess für die dortige druckgrafische Sammlung statt. Im Ergebnis werden dann beide Teilsammlungen über das zentrale Kulturregister auffindbar sein.
Zur Vorbereitung der Einbeziehung auch kleinerer Sammlungen wird es eine Workshop-Reihe mit den Mitgliedern im Arbeitskreis Lausitzer Museenland geben. Auch die technische Infrastruktur wird weiter ausgebaut – eine erste öffentliche Suchschnittstelle soll bis Anfang 2027 bereitstehen.
Das Sorbische Kulturregister ist zuständig für eine zentrale und standardgemäße digitale Inventarisierung von sorbischem Kulturgut aller Art, unabhängig vom konkreten Aufbewahrungsort. Diese ist auch Grundlage für eine mögliche Digitalisierung einzelner Objekte oder Bestände, z.B. über das Digitalisierungszentrum am Sorbischen Institut.
Das Projekt wird nun zunächst bis Jahresende durch die Stiftung für das sorbische Volk gefördert. Das Sorbische Institut setzt zusätzlich eine Planstelle ein. Eine Fortsetzung ist geplant.
- Auf der Projektseite finden Sie weitergehende Informationen (Projektergebnisse, Medieninformationen, u.a. zum Projektstart, und Infos zum Pilotprojekt) sowie das Konzept „Sorbisches Kulturregister“ zum Download.