Differenz und Zugehörigkeit: Indigene und autochthone nationale Minderheiten in den sich wandelnden Regionen Europas

Über 100 Millionen Menschen in Europa gehören laut der Charta der FUEN einer der mehr als 300 nationalen Minderheiten an. Diese Gemeinschaften – definiert durch Autochthonie oder Indigenität wie bei den Sámi – leben häufig in peripheren ländlichen Regionen und Grenzgebieten. Ihr Siedlungsgebiet ist dabei nicht nur ein historisch gewachsener Kultur- und Sprachraum, sondern auch die sozioökonomische Lebensgrundlage. Eine im November 2025 in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) Leipzig und der BTU Cottbus-Senftenberg veranstaltete internationale Konferenz thematisierte diese Wechselwirkungen. Im Fokus standen die Schnittstellen zwischen kulturellen, politischen sowie ökonomischen Transformationsprozessen in europäischen Minderheitenregionen und deren Auswirkungen auf die Zukunft dieser Gemeinschaften.

Ziel des Projekts ist die Herausgabe ausgewählter Konferenzbeiträge in einer interdisziplinären Sonderausgabe der Zeitschrift „Lětopis – Zeitschrift für Sorabistik und vergleichende Minderheitenforschung“. Sie wird in enger Zusammenarbeit mit Dr. Frank Meyer (IfL) und Prof. Dr. Ludger Gailing (BTU Cottbus-Senftenberg) realisiert.


Projektbeteiligte: Fabian Jacobs