Sprachlandschaft Schleife. Konzeption und Erarbeitung eines Prototyps für ein Informationsportal zu sorbischen Sprachlandschaften

Die Region Schleife gehört zu jenen Teilen des sorbischen Siedlungsgebiets in Sachsen, die seit vielen Jahrzehnten vom Braunkohlenbergbau direkt betroffen sind. Umsiedlungen von mehreren Ortsteilen und gravierende Einschnitte in die historisch gewachsene Kulturlandschaft beschleunigten dabei den Verlust von Praxis und Wissen um das regionale sorbische Kulturerbe. Besonders betroffen ist davon die regionale Variante der sorbischen Sprache, das Schleifer Sorbisch. Im Projekt soll in enger Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren das sprachliche Erbe der Schleifer Region möglichst umfassend inventarisiert und dargestellt werden, um so die sorbische Prägung der Region und den damit verbundenen Zugang zum (im)materiellen sorbischen Kulturerbe besser wahrnehmbar und nutzbar zu machen – zur Stärkung der Grundlage für eine identitätsstiftende gemeinsame Pflege lokaler Bräuche und Feste sowie für mögliche Verwendungen in den Bereichen der Kulturökonomie oder des Kulturtourismus. Zugleich soll im Vorhaben, das in Zusammenhang mit den anlaufenden Strukturwandelmaßnahmen steht, der Prototyp für eine inhaltlich und geografisch breiter angelegte digitale Informationsplattform zu sorbischen Sprach- und Kulturlandschaften erarbeitet werden.
Der Abschluss des seit Mitte 2019 laufenden Projekts ist für 2022 vorgesehen.

Projektleitung: Hauke Bartels
Projektbeteiligte: Juliana Kaulfürst , Marek Slodička, Simon Blum, Christian Zschieschang , Fabian Kaulfürst

Förderer

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Das Projekt wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.