Zeugnisse der Lebens- und Baukultur der Niederlausitzer Sorben/Wenden (Drittmittelprojekt)

Seit 2008 erfasst und dokumentiert die interdisziplinäre Projektgruppe am SI/Cottbus Zeugnisse der Lebens- und Baukultur der Sorben/Wenden in der historischen Niederlausitz. Hierfür werden Informationen durch Feldforschung vor Ort, Literatur- und Quellenrecherche in Beständen von Archiven, Museen etc. zusammengetragen. Dies betrifft insbesondere die Erfassung von Zeugnissen, die durch kulturgeschichtliche Kunstwerke im öffentlichen Raum (Bauwerke, Freiplastiken, Gedenktafeln und -steine, Grabmäler, wandgebundene Kunstwerke) repräsentiert werden. Auch werden Ermittlungen nach festgelegten Kriterien zu Persönlichkeiten in Politik, Wissenschaft, Kunst und Kultur vorgenommen, die sich Verdienste für das Sorbische bzw. Wendische erwarben.
Durch neu eingeworbene Drittmittel aus dem Strukturwandel-Sofortprogramm des Landes Brandenburg für die Lausitz bis 2021 konnten die Forschungen im Rahmen des Projekts „Inwertsetzung des Immateriellen Kulturerbes im deutsch-slawischen Kontext (IKE)“ wieder aufgenommen werden. Ziel ist es, entsprechende Begleitforschungen über die zuletzt bearbeitete Senftenberg-Spremberger Region hinaus zu leisten. Die vorliegenden Topografien zu Zeugnissen der Lebens- und Baukultur (Stadt und Altkreis Cottbus, Altkreis Spremberg – Letzteres in Vorbereitung) sollen so beispielhaft auf das gesamte aktuelle Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden in Brandenburg ausgedehnt werden. Im Fokus stehen derzeit die Altkreise Forst und Lübben.

Projektleitung: Peter Schurmann
Projektbeteiligte: Alfred Roggan, Katja Atanasov, Tobias Preßler, Heiko Lobert